
Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Während Dönitz auch nach dem 08. Mai unter einem Hitlerbild den neuen Führer Restdeutschlands mimen darf, tummeln Naziratten wie Himmler in Flensburg und suchen ein Schlupfloch. Doch alliierte Geheimdienste sind auf der Hut und fangen viele tausend SS- und sonstige Täter ein und stecken sie in Gefängnisse. Es dauert zwei Wochen, dann hockt auch Dönitz mit Albert Speer usw. mit seiner Faschisten Bande hinter Gittern und die Hitlerbilder, Nazibüsten, Parteiabzeichen und Hakenkreuze werden endlich entsorgt, bzw. landen als Kriegsbeute in den Koffern alliierter Soldaten, Journalisten, findiger Devotionalienhändler. Dönitz dachte, er könne den Kampf gegen den Bolschewismus anführen, nun wartet das Nürnberger Kriegstribunal, leider fällt seine Strafe recht knapp aus.
Falk beschreibt anhand der Biografie von Soldaten, einer Fliegerin (Beate Uhse), Spionen, Nazigrößen, einstiger KZ-Häftlinge und Flensburger Bürgerbiografien anschaulich die kurze Übergangszeit der „Reichshauptstadt Flensburg“.
Feines Buch über das temporäre Tollhaus Flensburg, wo die Alliierten eine Weile die Clownstruppe um Dösbattel Dönitz werkeln ließen.
Bewertung: 4,1 Punkte von 5 Punkten
Bibliographische Angaben:
Svenja Falk, Die letzten Tage der Diktatur, Spione, Drahtzieher und das Ende der Nazi-Herrschaft, Seiten: 256, Illustrationen: zahlreiche Abbildungen, Bindung: gebunden mit Schutzumschlag, Verlag: Klett-Cotta Verlag J.G. Cotta sche Buchhandlung Nachfolger GmbH, Stuttgart, 2. Auflage 14.3.2026, 256 Seiten, ISBN: 978-3-608-96694-7, Preise: 24 EUR (Deutschland)
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