„Die Quacksalber von Quedlinburg“ von Wolfgang Warsch im Verlag Schmidt Spiele

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Ein Blick auf das frisch ausgepackt Spiel
© 2018, Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Zugegeben, der Einstieg in das Spiel „Die Quacksalber von Quedlinburg“ von Wolfgang Wrsch ist nicht leicht und die Anleitung acht Seiten lang, im A4-Format. Hinzu kommt noch ein vierseitiger Almanach der Zutaten als „zusätzliche Erläuterungen zu den Zutaten-Büchern. Der sind auch im A4-Format.

Die Bücher hingegen, ja, die sind gut gemacht, schön gestaltet von Dennis Lohausen und vor allem passen sie mit ihren zwei Seiten in jede Hand.

Der Grund für den mühsamen Einstieg sind die „mehr als 2000 Kombinatonsmöglichkeiten“, wie der Verlag Schmidt Spiele mitteilt, weswegen das Familienspiel ab zehn Jahren für zwei bis vier Personen anfangs nicht die avisierten 45 Minuten dauert, sondern länger. Andererseits ist die Varianz hoch, höher als der mittlere Schwierigkeitsgrad, auch höher als die Anforderungen an strategisches Denken. Hinzu kommt eine gehörige Portion Glück und fertig ist das Spiel „Die Quacksalber von Quedlinburg“.

Dazu tragen schwarze Beutel bei. Beutel, Kessel, Wahrsagekarten, über 200 Zutatenchips, Stoffbeutel und die Zutatenbücher sorgen beim Quacksalber für das Salz in der Suppe, wobei es laut Spieleanleitung darauf ankomme, den perfekten Trank zu brauen und den Kessel rechtzeitig vom Feuer zu holen, bevor dieser explodiert. Also Vorsicht vor den Knallerbsen.

Oder wie der Verlag formuliert: „Der Trank wird zubereitet indem die Zutatenchips blind aus dem Beutel gezogen und in den Kessel gelegt werden. Es gibt Chips mit unterschiedlichen Wertigkeiten. Chips mit hohen Zahlen sind zwar teurer, machen den Kessel aber auch schneller voll, was wiederum mehr Geld bedeutet. Aber Achtung: Ergibt die Summe aller weißen Chips sieben, so kommt es zu einer Explosion und der Spielzug ist bei diesem Spieler beendet. Sobald alle Spieler mit dem Ziehen ihrer Chips fertig sind, kommt es zur Wertung. Ein vollerer Topf bringt dabei mehr Geld um neue Zutaten zu kaufen als ein Kessel mit wenigen Zutaten. Allerdings gilt es bei der Mischung des Topfes auch darauf zu achten, welche Zutaten man erwirbt. Denn jede Zutat kann noch für zusätzliche Aktionen sorgen. Durch die unterschiedlichen Zutatenbücher ist das Leben als Quacksalber sehr variantenreich. So kann man, selbst wenn man es 2000 Mal spielen sollte, immer wieder unterschiedlichen Zutatenkombinationen wählen. Auch wenn den Spielern die im Spielverlauf auf der Siegpunktleiste weiter hinten stehen die Ratten beim Befüllen des Kessels helfen, so gewinnt am Spielende doch der Spieler, dessen Spielpunktmarker am weitesten vorne auf der Leiste liegt.“

Was bleibt? Der Aufruf an alle Quacksalber und solche, die es werden wollen: auf nach Quedlinburg!

Die Quacksalber von Quedlinburg

Autor: Wolfgang Warsch, Gestaltung: Dennis Lohausen, Spieler: 2 bis 4, Alter: ab 10 Jahren, Dauer: ca. 45 Minuten, Verlag: Schmidt Spiele, Berlin, Preis: ca. 32 EUR

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