Ein Berg voller Betroffenheit und ein zunehmender Mond

Ein Bild von einem Mond. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die Veranstalter der Documenta Kassel teilen per Pressemitteilung vom 18. Februar 2019 mit, dass der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor an Sibylle Berg verliehen wird. Wenn das nicht grotesk ist, was dann?

Die von Betroffenheit Besoffene, die vielen als Schriftstellerin gilt, erhalte „den Preis für den grotesk-komischen und aufklärerischen „Katastrophenschutz“ ihrer erfolgreichen Romane, Theaterstücke und Kolumnen“. Das Geschreibsel der Geehrten richtet sich gegen weiße, alte Männer deutscher Zunge und also den Kern der Katastrophe, und alle anderen Menschenfeinde von rechts. Von welchem Niveau die Berg`sche Aufklärung ist, die auf den „Schwarzen Block“, auf „die jungen Menschen der Antifa, die Faschisten mit dem einzigen Argument begegnen, das Rechte verstehen“, darf nicht nur an den von ihr Gelobten, die Antifa als Handarbeit begreifen, abgelesen werden, sondern auch an der Laudatorin. Mit Katja Riemann ist es eine, die für Mimik und Mystik wie modeliert scheint.

Die einzige Frage, die sich noch stellt, ist die Stellung des Mondes an diesem 18. Februar 2019, diesem Tag für grotesken Humor. „Zunehmend in Löwe“, sagt eine mir wohl bekannte Seherin aus dem Seitenflügel. An dem Tag für grotesken Humor dürfe „man sich ruhig einmal selbst loben“. Wenn das keine famose Vorhersage ist, was dann?

Oberbürgermeister Christian Geselle lädt zur Lobpreisung am Samstag, den 9. März 2019, 17 Uhr ins Kasseler Rathaus ein. Doch nicht nur der Geselle wird sprechen oder Riemann, auch die Geehrte wird sich loben. Sie werde Kostproben aus ihrem Werk lesen. Lol.

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