Ein „Friendly Alien“ an der Mur – Das Kunsthaus Graz, ein Wahrzeichen der Stadt in der Steiermark

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Das Kunsthaus als Vorreiter für städtisches Design. © Foto/BU: Dr. Bernd Kregel, Aufnahme: Graz, 1.6.2012

Graz, Steiermark, Österreich (Kulturexpresso). Es kam einer Sensation gleich, als die UNESCO 2011 der Stadt Graz an Mur den Titel einer „City of Design“ verlieh, damals als einziger in ganz Europa neben St. Etienne und Berlin. Der Urknall zu dieser Würdigung reicht jedoch bereits zurück in die Zeit, als sich Graz als „Europäische Kulturhauptstadt“ profilierte.

Das Kunsthaus unterhalb des Schlossbergs. © Foto/BU: Dr. Bernd Kregel, Aufnahme: Graz, 1.6.2012

Besonders mit dem modernistisch wirkenden Kunsthaus auf der anderen Seite der Mur, das zunächst, wie Kunstexpertin Andrea Fian scherzhaft bemerkt, wegen seiner Ähnlichkeit mit einem Raumschiff als „Friendly Alien“ verspottet wurde. Doch inzwischen haben sich die Grazer nicht nur daran gewöhnt, sondern sehen in dem Gebäude auch einen Vorreiter, der Kultur in den unterschiedlichsten Ausprägungen auf das andere Flussufer hinüberzog und damit zur Auferstehung dieses einst vernachlässigten Stadtteils erheblich beitrug.

Das Franziskanerkloster spiegelt sich im Kunsthaus. © Foto/BU: Dr. Bernd Kregel, Aufnahme: Graz, 1.6.2012

Diese Ansicht teilt auch Sigrid Alber, die als Stadtführerin die Umgestaltung der Mariahilfer Straße zu einem Design-Vorzeigeprojekt hautnah miterlebt hat: „Wir brauchen das“, so betont sie, „damit die Stadt lebenswürdiger wird“, und freut sich, dass es dazu gegenwärtig auch „einen politischen Willen gibt“. Design versteht sie dabei völlig zu Recht als „einen Prozess von Menschen für Menschen, der von innen kommen muss und nicht aufgesetzt sein darf“.

Mehr Informationen auf der Heimatseite cityofdesign.graz.at im Weltnetz.

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