„Gewalt und Terror im NS-Staat“ – Ausstellung im Jüdischen Museum Westfalen mit Bildern des Malers Uwe Kunth

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Uwe Kunth, Das Verhör.
Uwe Kunth, Das Verhör. Acryl auf Leinwand, 2016 © Jüdisches Museum Westfalen

Dorsten, Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Eine neue Ausstellung im Jüdischen Museum Westfalen (JMW) in Dorsten trägt den Titel „Gewalt und Terror im NS-Staat“. Diese Ausstellung sei „eine künstlerische Auseinandersetzung“, teilt das JMW in einer Pressemitteilung vom 8. August 2018 mit, und auch, dass „an den Wänden … farbintensive Bilder“ hängen würden.

„Teils abstrakt, teils gegenständlich“ seien einige scheinbar „unbeschwerten Motive“. „Die kräftige Farbigkeit lässt nicht so ohne Weiteres an Gewalt und Terror denken“, heißt es dazu im Text des JMW. „Doch die Namen der Bilder lassen Zweifel aufkommen: Das Verhör, Im Sog des Systems, Der letzte Auftritt im Theater von Theresienstadt.“

Die Bilder wurden vom 1935 in Essen geboren und im Januar 2018 in Oberursel gestorbenen Uwe Kunth gemalt, der mit 17 Jahren an der Kölner Werkschule seine Ausbildung zum Maler und Grafiker bei Professor Heinrich Hussmann in der Klasse Grafik-Design und bei Professor Otto Gerster in der Klasse für Monumentalmalerei absolvierte.

Anschließend arbeitete Kunth als Kaufhausmaler. Nach dem Krieg wurden die Werbetafeln nämlich noch von Hand gemalt. „Mit Anfang der 1990er Jahre“ habe sich Kunth „wieder mit der freien Malerei“ befasst, vor allem „mit der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten“. So sei „ein Zyklus von knapp zwanzig Bildern in unterschiedlichen Formaten“ entstanden.

Geplant sei die Ausstellung mit „kurzen Aussagen des Malers“ gewesen sein. Nun würden „die bisher entstandenen Bilder … im August und September in einer Werkschau“ im JMW Dorsten gezeigt werden.

Jüdisches Museum Westfalen

Julius-Ambrunn-Straße 1, 46282 Dorsten

Öffnungszeiten:

Dienstag bis freitag von 10 Uhr bis 12.30 Uhr und von 14 Uhr bis 17.00 Uhr. Samstags, sonntags und feiertags von 14 Uhr bis 17 Uhr.

Anmerkung:

Vorstehender Beitrag von Ingeborg Iltis wurde am 11.8.2018 im KULTUREXPRESSOerstveröffentlicht.

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