
Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Greenland heißt eigentlich Grönland und im Original GRØNLAND. Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, der in seiner ersten Präsidentschaft als 45. Präsident Frieden hielt, lenkt die Augen der Welt auf diese Insel und macht damit gewollt oder ungewollt Werbung für den neuen Spielfilm „Greenland 2.“ Nach Milliarden-Dollar-Ausgaben für Waffen, die in die Ukraine verschifft wurden (und teils inzwischen längst zerstört sind) und dem längsten Lockdown der US-Geschichte wird Trump beim Shopping vorsichtig. Zweifellos wäre ein Kauf Grönlands billiger als eine Eroberung. Alaska war ein Schnäppchen. Wer sich mit der Sache näher beschäftigen möchte, könnte sich Greenland 2 anschauen mit der aus dem ersten Film bekannten Familie Garrity: der großartige Gerard Butler, Morena Baccarin als Allison Garrity und als Sohn Nathan Roman Griffin Davis. Regie: Ric Roman Waugh (wie im ersten Teil; noch ein Roman.) Jetzt im Januar bundesweit im Kino!
Grönland wurde wohl nicht so genannt, weil sein Benenner Erik der Rote (Entdecker ist ja nur bedingt richtig) es grün vorfand und recht verwaist, jedenfalls nicht verschneit und vereist.
Grønland ist die größte Insel der Welt (2.166.086 km² oder 300.000 mehr). Es heißt auf grönländisch Kalaallit Nunaat. Einwohner waren die Inuit, jetzt meist Kalaalit, inuitisch-skandinavischer Abstammung. Die eisfreie Fläche, nur ein Fünftel Grönlands, ist etwas größer als Deutschland. Die Küstenlänge ist länger als der Äquator. Grönland (deutsche Schreibweise) bedeutet Grünland. Die Grönländer selbst nennen es Nunarput: „Unser Land“. Siehe kanadische Provinz Nunavut. Lüneburg hat mehr Einwohner, fängt aber weniger Fisch.
Beide Nationalhymnen sind inoffiziell.
Darum geht es im Film Greenland 2 aber zugegeben gar nicht.
Greenland 2, Grönland und seine Namen
Greenland ist ein toller, spannender Film. Er zeigt uns Dinge, die wir wir nie gesehen hatten. Zum Beispiel die geheime Auswahl von besonders wichtigen (US-) Bürgern, die über ihre Handys (die wichtige Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika wohl immer haben), das (Festnetz-) Telephon und ihren (dort immer laufenden) Fernseher zu einem Sammelpunkt gerufen werden, ohne nähere Einzelheiten zu kennen. Individuelle Warnung über den Fernseher – wer hätte das gedacht? Ein individueller Gebrauch des Geräts vonseiten des Staates war uns aus George Orwells Buch „1984“ bekannt. Dort im heimischen Fernsehgerät im Wohnzimmer eingebaute Kameras ermöglichten im epochemachenden Roman von 1948 die fast lückenlose Überwachung der Bewohner, die wohl „nur“ Menschen sind, aber keine Bürger und deshalb ohne Bürgerrechte.
Doch in „GREENLAND“ geht es ja viel weiter. Die Garrities bzw. Garritys kommen an einem Flughafen an. Dürfen wegen eines Fehlers jedoch dann doch nicht mit. Die Helfer – meist Militär – sind auch der Verdammnis ausgeliefert – sie meldeten sich freiwillig, wurden aber nicht fürs Überleben nach einem Kometenabsturz bestimmt. Am Ende von Greenland – weglesen, falls wir jetzt zuviel verraten – schließen sich die Bunkertore hinter der Familie Garrity und vielen anderen, die es ins „gelobte Land“ Grönland geschafft hatten.
Da Bunker nur einen begrenzten Reiz haben und gefährliche Orte sein können, verweilt die Handlung von „Greenland 2“ zum Glück nicht hinter den kargen Betonwänden mit wenig Abwechslung auf der Speisekarte. Wenn Wilhelm Schreiner in „Der Tod von Ypern“ von Soldaten schreibt, die 8 Tage nichts zu essen kriegen und erst 1915 mal von dem Luxus von „Marmelade und Käsebrot“ – in einem Atemzug mit dem sich reimenden „Arbeitsdienst und Heldentod“ – die Rede ist, ist man mit seiner Vorstellung auf dem richtigen Weg. Leben wie Gott in Südfrankreich – das gibt es nur dort: Besser gab es. Oder?
Deutsche oder englische Küche? Weltweit jedenfalls kein Gourmetmaßstab für Hochgenuss.
Alaska liegt nicht am Atlantik … oder: Ein „guter Deal“
Mal eben wegen des Hochgenusses von Grönland einen Ausflug nach Südfrankreich zu machen, kommt im Spielfilm Greenland 2 nicht infrage. Zum einen wegen der Geographie. Zum anderen wegen der verstrahlten Luft und unnatürlicher Stürme, die seit dem Aufprall des Kometen „Clarke“ fünf Jahre zuvor – da hat es ‚klack’ gemacht, das war kein Klacks! – über die Oberfläche der Erde fegen. Die anderen Kometenteile sausen gar nicht komisch um die Erde und stürzen manchmal ab – mit zerstörerischen Folgen für Umherstehende und ihre Autos.
Menschen leben noch auf der Erde, aber die Zivilisation hat einen Knacks bekommen und viele sind es nicht mehr. Florida ist verschwunden.
Ein bisschen Erdkunde ist schon praktisch, um die Geschichte zu verstehen. Auch wenn üblicherweise beim amerikanischen Kinozuschauer keine großen geo-graphischen Kenntnisse vorausgesetzt werden. Von Grönland zum Mittelmeer liegen Irland, Großbritannien und Frankreich auf dem Weg. Island: weg!
Alaska ist ein junger Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika und liegt im Norden Nordamerkas an der Beringstraße, die den Stillen Ozean mit dem Nordmeer verbindet. Diese Straße konnte man früher mal zu Fuß durchqueren, jetzt kann man sie wegen der arktischen Kälte noch nicht einmal durchschwimmen. Ohne Schiff keine Chance; besser sind Eisbrecher.
Alaska war russisch, zu einer Zeit, als die Russen noch nicht Hollywoods Dauerfeindbild abgaben. Das Kino war noch nicht erfunden, die Nordamerikaner töteten sich wegen der Sklaverei im Bürgerkrieg gegenseitig. Flugzeuge prangten nur an indischen Tempelwänden und waren noch nicht erfunden. Raketen (Peenemünde 1943) ebenso nicht wie die Atombombe (USA 1945), wie der Kinogänger spätestens seit „Oppenheimer“ weiß.
Alaska galt als abgelegen und der russische Zar wollte es loswerden. Kapitalismus breitet sich aus, das liegt schon im wirtschaftlichen Wachstumszwang und Zins begründet. (Im 19. Jahrhundert gab es auch noch Kolonialismus deshalb.) Die Vereinigten Staaten kauften dem russischen Reich Alaska ab. Beide waren zufrieden. Ein „guter Deal“.

… und Grönland nicht in Europa! Geographie, Baby!
Grönland, auf englisch Greenland, ist eine Rieseninsel in der Arktis am Polarkreis, auf der fast niemand wohnt. Ein paar Inuit halten es dort aus, sie leb(t)en auch in Russland, Kanada usw. Eben um den Nordpol herum (früher: ‚Eskimo‘). Inuit bedeutet ‚Menschen‘. Ein Mensch: ‚Inuk‘. Filmliebhabern zu empfehlen ist der Berlinalefilm „ANGRY INUK“. Ein Dokumentarfilm, der aufhellt. Die Inuit haben ihre eigene Schrift und lieben Tätowierungen.
Auf Grönland ist die Amtssprache dänisch, geschrieben mit lateinischen Buchstaben. Dänemark ist ein Königreich und besteht aus – aller guten Dinge sind – 3 Teilen (drei)! Dem Kernland mit Nordschleswig, Jütland, Seeland und Fünen, den Färöern (dass die kleinen Inseln bei Schottland in Nordseenähe ein eigenes Gebiet bilden, wissen wir von Fußball-Europameisterschaften der UEFA) und, richtig, Grönland.
Aber jetzt kommt’s: Grönland liegt nicht in Europa! Schon vor Donald Trumps Geburt waren sich Geographen einig, dass die größte Insel weit und breit, die mal grüner war, zu – Amerika gehört. Und dass liegt nicht an den Wikingern, die Amerika entdeckten, das eigentlich „Wikingia“ heißen könnte und bei den 1st Nations (früher: „Indianern“) als Schildkröteninsel bekannt ist.
Als Schüler im Erdkundeunterricht waren wir schon irritiert, dass Zypern zu Asien gehört. Die EU behauptet anderes, doch die EU ist nicht Europa. Beim Grand Prix de Chanson, neuerdings Eurovision Song Contest, sind das asiatische Israel, die halbasiatische Türkei und sogar Australien dabei! Wenn Friedrich Merz, der so friedlich gar nicht zu sein scheint, die größte Armee Europas will, meint er nicht Europa, sondern „Europa“. Denn das größte Land Europas ist die Russländische Föderation (RF). Übrigens auch das größte Land der Welt, vor Kanada mit den Inuit und der Volksrepublik China. Als größtes Land Europas hat Russland naturgemäß die größte Armee. (Platz 2 und 3 an Fläche sind die Ukraine und Frankreich.) Erst die zweitgrößte Bevölkerung hat die Bundesrepublik Deutschland.
Grönland ist amerikanisch.
Kurz-Filmographie von Greenland 2
Im Verleih von TOBIS-Film.
Der Spielfilm „Greenland 2“ dauert 98 Minuten. Es gibt auch eine OmU-Fassung für Expats und zum Englischlernen, wo man die Stimmen von Morena Baccarin, Roman Griffin Davis, Gerard Butler und den anderen teils aus dem 1. Teil bekannten Schauspielern unverfälscht hören kann. Bundesweiter Kinostart am Donnerstag, den 8. Januar 2026. (Status: gestartet.)
Regie: Ric Roman Waugh („ANGEL HAS FALLEN“, „GREENLAND“)
Darsteller: John Garrity (Gerard Butler), Allison Garrity (Morena Baccarin), Sohn Nathan (Roman Griffin Davis).
Die Handlung spielt 5 Jahre nach „Greenland“.
Die PR- bzw. Presseagentur schreibt: „Ein absolutes Highlight für alle Action-Fans: Mit atemberaubenden Bildern, packender Spannung und einer emotionalen Familiengeschichte bietet GREENLAND 2 alles, was einen großen Endzeit-Blockbuster ausmacht.“
To be oder not to be.





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