Potsdam, Brandenburg, Deutschland (Kulturexpresso). Nichts geht in noch deutschen Landen in Sachen Film über die Filmstadt Potsdam. Sie war und ist das Maß vieler Dinge – erschaffene und erträumte.

Letztendlich sind diese, wie Wladimir Iljitsch Uljanow unter seinem Künstler- und Kampfnamen Lenin mitzuteilen wußte, die höchste Form beziehungsweise der Materie. Sie ist eine Eigenschaft, die Leiden schaff. Doch das gilt auch für die Wirklichkeit, die sie widerspiegelt. Genauer: Im Gehirn erfolgt anders als in den Gebeinen die subjektive Widerspiegelung der objektiven Welt. Diejenigen, die das verstanden haben und erklären können, nehmen in der Regel einen subjektwissenschaftlichen Standpunkt ein.

„Die Tür geht auf, das Tor geht weit …“ zum Schaudepot der Filmstadt Potsdam.
© Münzenberg Medien, Foto / BU: Stefan Pribnow, Ort und Datum der Aufnahme: Potsdam, 18.5.2026

Das, was in der weiten Welt bewegter und bewegender Bilder und also des Films geschaffen hat, ist – keine Frage – vergänglich, auch wenn es registriert und archiviert und immer mal wieder vorgezeigt wird. Im Schaudepot des Filmmuseums Potsdam, in dem in der Regel etwa 750 Objekte und 400 Schriften gezeigt werden, zudem 377 Technik-Objekte und vier Hands-on-Stationen aus den Bereichen Werner Nekes und Filmtechnik zum selbständigen Gebrauch für Besucher, worauf auf der Heimatseite des Filmmuseum Potsdam als auch von Sebastian Stielke, der sich in der Geschichte und Gegenwart der Filmstadt Potsdam auskennt wie wohl kein zweite, bei zahlreichen Führungen hingewiesen wird.

In einer Pressemitteilung aus dem Filmmuseum Potsdam vom 10.9.2026 wird auf „eine neue Ausstellung im Schaudepot zeigt ein Experiment mit historischen Filmkostümen“ hingewiesen, die den Titel „Digital Revival“ trägt und am 23.9.2026 um 18 Uhr eröffnet werden soll. Dazu heißt es, daß zu den Besuchszeiten von montags bis donnerstags in der Zeit von 10 Uhr bis 17 Uhr bei freiem Eintritt „drei Kostüme aus dem Sammlungsbestand des Filmmuseums Potsdam … erstmals durch eine Kombination aus 3D-Digitalisierung und generativer Künstlicher Intelligenz einem breiten Publikum zugänglich gemacht“ werden würden und „das empfindliche Original … dabei gesichert hinter Glas zu sehen“ sein werde, „während seine digitalen Zwillinge zusätzliche, sonst unmögliche Perspektiven eröffnen“ würden.

Wie immer man auch zu den Maschinen, welche die Kopfarbeit von Menschen ersetzen, sagen und schreiben mag – in der Regel wird Künstliche Intelligenz behauptet -, bedenkenswert ist das allemal. Daß „für das Projekt … drei Kleider aus unterschiedlichen DDR-Produktionen ausgewählt“ wurden, das wird nicht unerwähnt gelassen und wie folgt aufgezählt:“das Kostüm der Opernbesucherin aus „Der Freischütz in Berlin“ (1986/87), das aufwendig genähte, stark fragile Ballkleid aus der Operette „Ritter Blaubart“ (1972/73) sowie das durch ausgeblichene Baumwollkleid aus „Die Beunruhigung“ (1981/82). „

Wer „mehr über“ die „Objekte“ im Schaudepot der Filmstadt Potsdam erfahrenmöchte, der „nutze … bitte den Schaudepot-Katalog“.
© Münzenberg Medien, Foto / BU: Stefan Pribnow, Ort und Datum der Aufnahme: Potsdam, 18.5.2026

Wer sich also die „drei Kleider“ im Original und als besonderes Abbild ansehen möchte, der werfe auch einen Blick auf die „rund 750 Exponate und 400 Schriftstücke“ sowie (siehe oben) die kleine Auswahl auch an Requisiten und Kostümteilen zur Geschichte des Films … aus den über eine Millionen Objekte umfassenden Beständen“, die ein „einmaliger Fundus“ und ein „umfassender Querschnitt der vielfältigen Ausdrucksformen und Produktionsbedingungen des deutschen Kinos von den Anfängen bis zur Gegenwart“ sind, und auch in den Schaudepot-Katalog.

Ob auch etwas von oder über Lenin dabei ist? Vermutlich wird sich etwas zeigen und subjektwissenschaftlich interpretieren lassen. Doch worauf kömmt es an?

Lesen Sie dazu die elfte These über Ludwig Feuerbach von Karl Marx.

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