Mad Mossad oder die koschere Kanone

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Szene aus dem Film "Mossad" von Alon Gur Arye. © Copyright Busch Media Group - Kinostar

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Wer kennt nicht den Klamaukfilm „Die nackte Kanone“ (1988), dessen englischer Originaltitel „The Naked Gun: From the Files of Police Squad!“ lautet? Richtig, der Film von David Zucker, der aus der TV-Serie „Die nackte Pistole“ hervorging und dem sich noch die Filme „Die nackte Kanone 2½“ (1991) und „Die nackte Kanone 33⅓“ (1994) anschlossen, war ein Kinoknüller und der kanadische Schauspieler Leslie Nielsen als Lieutenant Frank Drebin offensichtlich die ideale Besetzung.

Genau so wenig dezent und geschmackvoll ist auch Mad „Mossad“ (verrücktes Institut), allerdings sind die Slapstick-Gags und absurden Parodien noch eine Schublade tiefer, trotz oder wegen David Zucker, der laut einer Pressemitteilung der Kinostar Filmverleih GmbH vom 14.7.2020 „als kreativer Berater dieser durchgeknallten israelischen Agentenkomödie“ fungiert haben solle.

Andererseits liefert der israelische Regisseur Alon Gur Arye eine Homage an Zucker, der mit seinem Kurzfilm „Hamosad Hasagur“
(2007) bereits seinem Vorbilder huldigte. „Mossad“ ist die Langfassung voller Witzischkeit und Klischees rund um das Institut (hebräisch haMosad). Doppeldeutiges wird wo immer möglich falsch verstanden, Sinngemäßes wörtlich genommen.

Während Lieutenant Frank Drebin aus einem Urlaub in Beirut, Libanon, nach Los Angeles, VSA, zurückkehr, kehr Agent Guy Moran (Tsahi Halevi) dem Mossad seinen Rücken zu. Er musste den Dienst quittieren, weil er seine letzte Mission in den Sand setze, bei dem sich sein Kollege und Kamerad angeblich opferte. Was bleibt einem Mossad-Agenten außer Dienst? Nun, das Wachmann-Dasein bei einer Hüpfburg für Kinder. Als sich Moran die Möglichkeit bietet, einen VS-amerikanischer Tech-Milliardär namens Satelberg, der auf einer Geschäftsreise in Israel entführt wird, aufzuspüren, kann er nicht anders: er spürt Mossadblut und die Mossad-Legende Shuki (Dvir Benedek) auf. Außerdem versprüht er Hormone an der Seite der CIA-Agentin Linda Harris (Efrat Dor) und versucht bei Satelbergs Frau zu landen.

Fazit zum Mossad-Film? Meschugge!

Filmographische Angaben

  • Titel: Mossad
  • Staat: Israel
  • Jahr: 2019
  • Genre: Action, Komödie
  • Regie: Alon Gur Arye
  • Drehbuch: Alon Gur Arye und David Zucker
  • Kamera: Ido Berlad
  • Musik: Erez Aviram und Sharon Levi
  • Schnitt: Roei Rinat, Isaac Sehayek und Eyal Sibi
  • Darsteller: Tsahi Halevi, Efrat Dor, Tal Friedman, Adi Himelbloy u.a.
  • Altersfreigabe: FSK 12

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