Was tut sich im Film? Kameramann Frank Griebe im Deutschen Filmmuseum mit „Denk ich an Deutschland in der Nacht“

DJ bzw. DJane Sonja Moonear, eine der Protagonistinnen des Berlinalefilms. © Deutsches Filmmuseum

Berlin/Frankfurt am Main, Deutschland (Kulturexpresso). Das Filmhaus ist in Berlin, das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt.
Einmal pro Monat widmet sich die Reihe „Was tut sich im deutschen Film?“ dort dem aktuellen deutschen Kinogeschehen. Am 21. Mai stellt Kameramann Frank Griebe den Dokumentarfilm „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ von Romuald Karmakar vor, der im Februar diesen Jahres auf der Berlinale gefeiert wurde.

Frank Griebe gilt als einer der bedeutendsten Kameramänner Deutschlands. Bekannt wurde er durch seine Zusammenarbeit mit Tom Tykwer: Bei „LOLA RENNT“ (D 1998) prägte er mit experimenteller Clip-Ästhetik einen hochmodernen Stil, der international für Furore sorgte.
Der mehrfach ausgezeichnete Kameramann fotografierte Kultfilme wie Sebastian Schippers („Victoria“) „Absolute Giganten“ (D 1999) und die Kassenschlager „The International“ (USA/D/GB 2009, Regie: Tom Tykwer) und „Das Parfüm. Die Geschichte eines Mörders“ nach dem Roman von Patrick Süskind (D/FR/E/USA 2006, Regie: Tom Tykwer).

Auch Sönke Wortmann, Helmut Dietl und Franka Potente drehten bereits mit ihm.
In „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ arbeitet Griebe das dritte Mal mit Romuald Karmakar zusammen.

Nach dem Film spricht Rudolf Worschech (Epd-Film) mit Frank Griebe.

„Denk ich an Deutschland in der Nacht“

Deutschland 2017. Regie: Romuald Karmakar. Dokumentarfilm mit Ata Macias, Roman Flügel, Ricardo Villalobos, Sonja Moonear und weiteren. Kamera: Frank Griebe. 105 Minuten. DCP. OmU

In seinem neuen Dokumentarfilm porträtiert Romuald Karmakar fünf Pioniere der Technoszene, für die elektronische Musik zum Lebensinhalt geworden ist unter ihnen der Frankfurter Ata Macias. Zwischen eloquenten Reflexionen der Musikschaffenden in Interviewpassagen, still beobachteten Arbeitsprozessen und Bildern von schwitzenden Mengen bei Raves entspinnt sich allmählich und ruhig das Bild einer Musikszene im Wandel.

Dabei verzichtet Karmakar auf einen lückenlosen historischen Abriss. Stattdessen lässt er Frank Griebes Bilder sprechen.

So entsteht ein poetisch-philosophischer Techno-Film.

Vorfilm: „Blödes Orchester“ (D 2011. Regie: Karsten Wiesel. 3 Minuten. Digital)

Was? tut sich im deutschen Film? Kameramann Frank Griebe zu Gast
„DENK ICH AN DEUTSCHLAND IN DER NACHT“ (D 2017) + „BLÖDES ORCHESTER“ (D 2011)

Wann?
Sonntag, 21. Mai, 20.15 Uhr

Wo?
Deutsches Filminstitut – DIF e.V.
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main

deutsches-filminstitut.de

Deutsches Filmmuseum
Kasse / Info:
Tel: (069) 961 220 -220

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