Wölfe breiten sich in deutschen Landen aus und das ZDF zeigt „Hannes Jaenicke im Einsatz für den Wolf“

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Hannes Jaenicke im Wolfforschungszentrum "WolfScienceCenter", Ernstbrunn, Österreich. Alle Wölfe der Einrichtung werden per Hand aufgezogen. © Copyright: ZDF/Markus Strobel

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Erst Eisbären und Haie, dann Nashörner und Lachse. Mit Wölfen geht die Doku-Reihe, in der sich Hannes Jaenicke „im Einsatz“ und also auch vor der Kamera zeigt, weiter.

Im Film, der ab 25.4.2021 in der ZDF-Mediathek zu sehen sein wird, ginge es um eine Gattung, die nicht aussterbe, sondern „sich wieder ausbreitet“, wie der prominente Naturfreund und Wissenschaftler Kurt Kortschal vom „WolfScienceCenter“ im Ernstbrunn, Österreich, klarstelle. Doch er füge laut ZDF-Pressemitteilung „gleich das Problem hinzu: ‚Und zwar schneller, als manch einem lieb ist.'“

Neben Jaenicke und Kortschal sind auch Wölfe zu sehen, wobei „Teile der gezeigten Wolfszenen … mit trainierten Tieren unter kontrollierten Bedingungen“ entstanden seien. Dass auch noch mitgeteilt wird, dass „laut Wolfs-Monitoring-Jahr 2019/2020 … hierzulande“ und also in der BRD „128 Rudel, 36 Paare und neun sesshafte Einzelgänger“ leben würden. „Ihr Bestand, so schätzen Experten, wird pro Jahr um etwa 30 Prozent zunehmen. Ein großartiger Erfolg für den Artenschutz. Manche Wolfsfreunde sehen in den Tieren sogar die Retter der Natur. Landwirte dagegen berichten von dramatischen Erlebnissen durch Wolfsangriffe  auf ihre Tierherden.“

Schafbauern in den Alpen habe Hannes Jaenicke auch befragte. Sie würden sich für den „Abschuss“ als „die einzige Lösung“ stark machen. Doch Jaenicke sei nicht nur in den Tiroler Alpen gewesen, sondern auch „im Majella-Nationalpark, den italienischen Abruzzen und den Karpatenregionen Rumäniens“. „Auf seiner Reise“ habe er einen „gravierenden Mentalitätsunterschied … zwischen den Ländern Europas“ kennengelernt und zwar „zwischen den Gegenden, wo der Wolf bereits ausgerottet war, und jenen, wo die Raubtiere nie verschwunden sind. Letztere beweisen: Ein konfliktfreies Zusammenleben wäre durchaus möglich.“

„Schaun mer mal, dann sehn mer scho“, sagte einst ein Kaiser. Vielleicht gucken ja alle zu, wenn es heißt: „Hannes Jaenicke: Im Einsatz für den Wolf“. Die Doku, für die Eva-Maria Gfirtner und Judith Adlhoch sich um das Buch und die Regie kümmerten, ist eine Produktion der Tango Film GmbH und Pelorus Jack Filmprods LLC ist.wo

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