Zeitgenössische Kunst im Palmengarten und das Bewegen von Pflanzen

Ein Blick auf den Palmengarten in Frankfurt am Main. Quelle: Pixabay, Foto: lapping

Frankfurt am Main, Deutschland (Kulturexpresso). Dass Pflanzen höherer Ordnung an ein Ort im wahrsten Sinne des Wortes still und stumm stehen, das weiß jedes Kind, und auch, dass man Pflanzen nicht bewegen soll. Sie bewegen sich von alleine, je nach Art auf vielfältige Weise. Dabei passen sich Pflanzen der Gravitation, der Temperatur und dem Licht an, aber nicht dem Menschen. Allerdings passen Menschen Pflanzen an.

Manche meinen sogar, „Pflanzen bewegen“ zu müssen und nennen Veranstaltung anglizistisch gewitzigt und in dieser Biederkeit, die sie nicht begreifen, banal „Moving Plants: Internationale Künstler stellen im Palmengarten aus“. Hinzu kommt das Getue der Dummdeutschen mit Zeichen wie dem Stern auf der Tastatur. Das Gewese mit der Geschlechtsidentität geht mir auf den Sack!

Vom 2. September bis 18. Oktober 2020 stellen angeblich „neun“ Künstler selbstverständlich nicht aus noch ein und wohl auch nicht um. Einmal hingestellt, dürfte das für die paar Wochen im Palengarten in Frankfurt am Main reichen. Mir reicht es jetzt auch mit dieser kosmischen Pressemitteilung der Pressestelle der Goethe-Universität vom 25.8.2020, die vor Sternen nur so wimmelt und in der es heißt, dass die „Ausstellung … den Blick auf Bewegungen und Choreografien von und mit Pflanzen“ reflektiere.

Meint ernsthaft ein Erwachsener an der Goethe-Universität, dass Pflanzen choreografieren würden?

Wahnsinn!

Anzeige