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Kann Wenders JURY? Wim Wenders Cannes (1989)! Nach Cannes und Venedig (2008) ist er jetzt in Berlin Jurypräsident der Berlinale ’26!

Elefantenwolke © 2017, Foto: Andreas Hagemoser

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Das wichtigste Filmfestival der Bundesrepublik Deutschland sind die Berlinale genannten Internationalen Filmfestspiele in der deutschen Hauptstadt Berlin. Vom Rang her galten bzw. gelten sie als A-Festival neben Cannes und Venedig. Diese drei sind nicht nur in Westeuropa, der EU oder Europa die großen drei, sondern auch weltweit die wichtigsten. Fast jeder Regisseur strebt nach einer Palme, einem Löwen oder einem goldenen Bären. Zum Beispiel der Koreaner HONG Sangsoo, der von vielen Berlinern unbemerkt viele Filme dreht und sie auf mehreren Festivals einreicht. Weltweit gibt es natürlich noch weitere wichtige Filmfeste, vor allem in Nordamerika, z.B. Sundance, TIFF in Kanada und das Guadalajara International Filmfestival in Mexiko, das ja unbekanntlich nordamerikanisch ist. Wim Wenders schaffte jetzt den Hattrick, in dem er in allen drei wichtigsten Festivals die Jury leitet(e). Wie wir von der Berlinale wissen, ist der Vorsitzende das Zünglein an der Waage.

Natürlich gibt es noch andere Jurymitglieder aus der Filmbranche. Für die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären – groß geschrieben, da eben nicht aus Gold oder Silber, die im Moment noch teurer geworden sind – entscheidend ist nun mal eben der Jurypräsident, der nicht nur mehr Interviews geben darf, häufiger photographiert und abgebildet wird, sondern eben auch sonst Privilegien genießt, die sogar den anderen Jurymitgliedern verwehrt bleiben.

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass es auf der Berlinale ’26 einige Juries gibt, sogar zwei Goldene Bären (Kurzfilm!) und auch Gläserne und Ehrenbären und und und.

Alter ist von Vorteil

Wim Wenders ist und war übrigens nicht nur Präsident – Jurypräsident -, sondern auch selbst Photograph. Obwohl er, wie gesagt, oft abgelichtet wurde. Und so wie der Große Kurfürst und der Alte Fritz ihre Leistungen unter anderem durch lange Dienstzeit – Monarchen wie die Kurfürsten und Könige hingen ihren Beruf erst mit dem Sarg an den Nagel, Ausnahme Margrethe, Königin von Dänemark, den Färöern und Grönland, Z.B. – erreichen konnten, so ist auch Wim Wenders das Alter zu Hilfe gekommen. Kurz nach dem Abwurf der ersten Atombomben wurde er schon im August 1945 in Düsseldorf geboren als Wilhelm (wie der Kurfürst und der Kaiser) Ernst (wie die Lage ’45) Wenders. Er wird also 81.

Berlinale-Werbung in den Potsdamer-Platz-Arkaden. © Foto/ BU: Andreas Hagemoser, Aufnahme: Berlin, 21.2.2020

Wilhelm Ernst alias Wim Wenders‘ Filme – Schauplätze, Paris, Texas, Alabama, Alice in den Städten und natürlich DER HIMMEL ÜBER BERLIN

Die Anzahl der Filme von Wim Wenders? Es sind genau wie Rolf Zuckowskis Lebensjahre über 70. Vielleicht sind es 71. Man Cannes sich dabei schon mal verzählen. Für Berliner bleibt „Der Himmel über Berlin“, obwohl schwarz-weiß, in Erinnerung. Das Beiitragsbild zeigt ihn farbig, den Himmel. Manche erkennen dort einen Elefanten. Ein Elfeant, nein mit Elfe hat das nun wirklich nichts zu tun, ein Elefant ist empfindsam, klug, groß und kann alt werden. Er hinterlässt Spuren.

Erstaunlich ist, dass Wim Wenders „erst jetzt“ Jury-Präsident bei der Berlinale in Berlin ist. Denn Künstler beginnen ihre Karriere meist im eigenen Ort oder der nächsten großen Stadt, dann in ihrem Bundesland und dann national. Wir begegneten Wim Wenders nicht nur bei Pressekonferenzen oder Filmvorführungen, sondern auch zufällig in einem Café am Kurfürstendamm. Dem Boulevard der Hauptstadt.

Nun also Präsident der JURY der Internationen Filmfestspiele in Berlin.

Mal sehen , ob die Entscheidung für die Bären der Filmfestspiele Berlinale eine international anerkannte Entscheidung herauskommt, und nicht nur eine politische.

1967 drehte Wim Wenders seinen ersten Kurzfilm. „Schauplätze“. Er ist verschollen. Oder er gilt als verschollen. 1970 folgte der erste Langfilm. „Summer in the City“. 1972 „die Angst des Tormanns beim Elfmeter“. 1974 „Der scharlachrote Buchstabe. 1975 keine „Falsche Bewegung“, bzw. doch. Da kam einiges zusammen von Wim Wenders „Im Lauf der Zeit“ (1976).

Wie am Anfang, so am Ende ein Kurzfilm: Zuletzt 2025 „Der Schlüssel zur Freiheit“.

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