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Bild- und Wortgewalt in der offenen Baustelle einer Welt der Ware und des Spektakels – „Sand und Zeit. Bilderatlas“ von Alexander Kluge

"Sand und Zeit. Bildatlas" von Alexander Kluge. © Suhrkamp Verlag GmbH

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Von Alexander Kluge liegt ein Bilderatlas und also eine Sammlung von Bildern unter dem Titel „Sand und Zeit“ vor. Veröffentlicht wurde das 168 Seiten umfassende und reich bebilderte, ja, bildgewaltige Werk am 20.8.2026 im Suhrkamp-Verlag. Die Texte dieses Werkes sind wortgewaltig.

In der Einleitung, die mit den Worten „Die Vernunft als offene Baustelle“ überschrieben ist, schreibt Kluge von einer „zerrissenen Welt, welche „die Basis unserer Zuversicht“ sei, von „Spurenelementen“, die sich „als Baumaterial auf dem Erdball und in unserer Subjektivität verstreut“ finden ließen. Gebräucht würden diese auf der „Baustelle Vernunft“, die der am 14.2.1932 in Halberstadt geborene Alexander Ernst Kluge, am 25. März 2026 in München verließ

Aus den Schuttgruben des Feuilletons meldeten sich daraufhin Lohnarbeiter der Lücken- und Lügenmedien mit Erinnerungen zu Wort. Kluge plädierte für ein „BAUHAUS DER ÖFFENTLICHEN ERFAHRUNG“. Er schrieb: „Wir müssen die Traditionen des klassischen Bauhauses in Weimar und Dessau fortsetzen. Aber dieses Bauhaus hatte die Modernisierung von Industrieprodukten, menschengerechter Architektur und den Städtebau im Blick. Als Anti-Kriegs-Produktion, die dem Dämon Krieg das Handwerk legt, reicht die bloße Fortsetzung dieser Überlieferung nicht aus. Die Notwendigkeit eines zweiten Projektes tritt hinzu. Das ist das BAUHAUS DER SUBJEKTIVEN ERFHARUNG, das BAUHAUS DER GEFÜHLE.

Mich erinnert das an die Subjektwissenschaft von Klaus Holzkamp, der 1983 nach unserer Zeitrechnung dessen Werk „Die Grundlegung der Psychologie“ vorlegte und die Kritische Psychologie als marxistische Subjektwissenschaft begründete. Im Magazin KULTUREXPRESSO werden Autoren veröffentlicht, die bewußt einen Gegenstandpunkt einnehmen und eine Gegenöffentlichkeit bilden. Alexander Kluge würde wohl auch von einer „Gegenerzählung“ und einer „Gegenpraxis“ sprechen und hoffentlich von einer „Anti-Kriegs-Produktion in einer Welt der Ware und des Spektakels, die nicht nur durchseucht ist von gesinnungsgeladenem Geschlechtergeschwätz und -geschmiere – die Kritik daran ist richtig und wichtig -, sondern Heerscharen von Verdummten dieser Erde, die weder willens noch in der Lage sind, die Sache selbst und ihre Geschichte auf die Höhe des Begriffs zu bringen. Mit anderen Worten und zwar denen von Jean Jaurès: der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.“

Erkläre das einer mir üblen Christen, Sozen, Olivgrünen und Besserverdienender der üblichen Kartellparteien der BRD, die nicht nur ein Staat des Kapitals ist, sondern ein Vasallenstaat der VSA mit dem VK im Beiboot und lange schon ein Vielvölkerstaat, der nicht erst seit Jahren systematisch umgevolkt wird, sondern seit Jahrzehnten, zudem ein Apartheidstaat und ein Kriegsstaat.

Frieden und Völkerverständigung statt Umvolkung und Kriegstreiberei!

Beim Suhrkamp-Verlag heißt es in einer Pressemitteilung vom 24.6.2025 zum Buch „Sand und Zeit. Bilderatlas“ von Alexander Kluge: „Was finden wir, wenn wir im Sand der Geschichte graben? Was ergibt sich aus der Historie für die Gegenwart und unmittelbare Zukunft? Alexander Kluge zeigt ungeahnte Zusammenhänge auf, indem er Texte und zahlreiche Bilder versammelt, für die er zum Teil künstliche Intelligenz als ‚virtuelle Kamera‘ nutzt. Sein Bilderatlas ermöglicht ihm zum einen, die Geschichte lebendig zu halten, und zum anderen einen hintergründigen Kommentar zur Gegenwart, ohne Parteinahme oder Appell, dafür mit überraschendem Erkenntnisgewinn.“

Daß Sand „ein fester Bestandteil von Beton“ sei, das wird nicht verschwiegen. Und „unter dem Pflaster liegt der Strand“ (freue sich, wer’s kennt).

Bibliographische Angaben:

  • Autor: Alexander Kluge
  • Titel: Sand und Zeit
  • Untertitel: Bilderatlas
  • Seiten: 168
  • Sprache: Deutsch
  • Illustrationen: viele farbige Abbildungen
  • Bindung: fester Einband mit Banderole
  • Verlag: Suhrkamp Verlag GmbH, Berlin
  • Auflage: 1. Auflage 20.8.2025
  • ISBN: 978-3-518-43249-5
  • Preis: 25 EUR (Deutschland)
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