Carcassonne – Das Basisspiel

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© Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow, 2015

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Für die meisten Spieleliebhaber ist Carcassonne (gesprochen: Karkasonn) eines der besten Strategie-Spiele aller Zeiten, für den Verlag Hans im Glück das Brot-und-Butter-Geschäft, denn Carcassonne ist – keine Frage – eines der am besten verkauften Stragegie-Spiele aller Zeiten.

Das mag daran liegen, dass die Regeln des Legespiels, die der freischaffende Spieleerfinder Klaus-Jürgen Wrede als Autor schrieb, einfach aber gut sind. Das von Doris Matthäus illustrierte Spiel Carcassonne erschien im Oktober 2000 im Münchner Verlag Hans im Glück und wurde wohl auch aus diesem Grund ein Jahr später mit dem Kritikerpreis Spiel des Jahres und dem Deutschen Spielepreis ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungen auch in anderen Ländern folgten.

Das nach der französischen Festungsstadt Carcassonne benannte Spiel wurde millionenfach verkauft. Immer mehr Menschen setzten ihre Gefolgsleute, in Kennerkreisen auch Meeple (sprich: Miepl) genannt. Im Basisspiel befinden sich 40 Gefolgsleute als Spielfiguren in fünf Farben als Ritter, Wegelagerer, Mönche und Bauern.

Carcassonne, das „aus der Zeit der Römer und Ritter“ bekannt und berühmt ist, wird mit 72 Landschaftskarten Zug um Zug aufgebaut, so dass Straßen, Städte und Klöster entstehen und Wiesen wachsen. Wie gelegt, gesetzt und gewertet wird, wird in den achtseitigen Spielregeln erklärt.

In einer neuen Edition, die laut Verlagsangaben „komplett neu gestaltetet“ wurde, befinden sich neben „überarbeiteten“ Regeln, „um den Zugang noch einfacher zu gestalten“n die beiden Mini-Erweiterungen „Der Fluss“ und „Der Abt“. Keine Frage Carcassonne und Hans im Glück leben von den Erweiterungen. Doch wir wollen beim Grundspiel bleiben und in der Stadt, die „für den Kampf der Ketzer gegen die mittelalterliche Kirchenpolitik“ steht. Das Legen, Setzen und Werten läuft so lange rund und im Kreis der Mitspieler herum, bis „keine Landschaftskarten mehr übrig sind“. Doch eine Endabrechnung folgt noch. Erst dann steht der Spieler mit den meisten Punkten als Sieger fest. Gut gedehnt und viel gesprochen verbringen zwei, drei bis eine Hand voll Leute eine ganze Stunde mit dem Spiel.

Keine Frage, die Regeln von Carcassonne sind relativ schnell erlernt. Durch die vielen Möglichkeiten des Anlegens der Karten ergeben sich in gewisser Weise immer wieder neue Spielsituationen. Trotz Konkurrenz bauen alle Spieler letztendlich an einer Landschaft, bei der die Bauern und Wiesen Weitblick erfordern. Doch auch eine Stadt will vollendet werden und sie wird fertig, „wenn alle Stadtteile vollständig von einer Stadtmauer umgeben sind und die Stadtfläche keine Lücke aufweist“, während ein Kloster „von acht Landschaftskarten umgeben“ sein muß. Erst dann erhält der Spieler, der einen Mönch im Kloster hat, seine Punkte.

Wir freuen uns schon auf die erste echte Erweiterung mit Wirtshäusern und Kathedralen. Doch dazu mehr in einem weiteren Beitrag über Carcassonne.

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Carcassonne – Basisspiel (mittlerweile in der vierten Auflage), ab 8 Jahren, für 2 bis 5 Spieler, Spieldauer: 45 Minuten, Autor: Klaus-Jürgen Wrede, Illustration und Cover: Doris Matthäus, Verlag: Hans im Glück

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