Der Himmel über Berlin in 4K – Ein Kultfilm feiert Weltpremiere auf der Berlinale

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Die Siegessäule in Berlin.
Der Himmel über Berlin von der Siegessäule aus gesehen. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die Berlinale ist voll von Premieren, Persönlichkeiten und Prominenten. Während der 68. Internationalen Filmfestspiele, die vom 15. bis zum 25. Februar 2018 in Berlin veranstaltet wird, werden sogar allerlei Weltpremieren gezeigt. Dass darunter auch Klassiker sind, das ist kein Widerspruch. Wim Wenders preisgekrönter Kultfilm „Der Himmel über Berlin“ wird bei den Berlinale Classics Weltpremiere feiern.

Dafür sei der Streifen aus dem Jahr 1987 „aufwendig in 4K restauriert“ worden, teilte das Berliner Entertainment Kombinat mit Pressemitteilung vom 8.2.2018 mit. Wenders führte damals nicht nur Regie, er schrieb mit Peter Handke und Richard Reitinger das Drehbuch.

Um die Schauspieler, darunter vor allem Bruno Ganz, Solveig Dommartin, Otto Sander, Curt Bois, Peter Falk, Hans Martin Stier, Elmar Wilms, Sigurd Rachman, Beatrice Manowski und Lajos Kovács, in 4K und Dolby 5.1 ins Lichtspielhaus zu bringen, startete die Wim-Wenders-Stiftung das Restaurierungsprojekt, das vom Medienboard Berlin-Brandenburg, der FFA und dem französischen CNC unterstützt wurde. Der Film war damals eine BRD-Deutsch-Französische Co-Produktion.

Auf der Heimatseite der Berlinale wird derzeit darauf hingewiesen, dass der Film „auf Schwarz-Weiß- und Farbmaterial“ gedreht worden sei und dass „diese Kombination … zusätzliche Kopierschritte bis hin zu einem endgültigen Farbnegativ, das mehrere Generationen von den Kameranegativen entfernt war“, erfordere. „Für die digitale Bearbeitung wurden die Originalnegative in 4K gescannt, retuschiert und lichtbestimmt, und der Film kann heute so gezeigt werden, wie sein Kameramann Henri Alekan ihn sich gewünscht hätte“, heißt es weiter.

Der Kinostart sei für den 14. April 2018 vorgesehen. Wer nicht warten will, um die Engel Damiel und Cassiel, die durch das damals geteilte Berlin schlenderten, um die Menschen zu beobachten und ihre Gedanken zu belauschen, der muss zur Berlinale und zwar am Freitag, den 16. Februar 2018, zu 21:30 Uhr, ins Kino International. Dann werden zwar nicht die Engel anwesend sein, aber wenigstens Wim Wenders.

Mit ihm zusammen kann man sehen, wie sich Damiel in die Trapezkünstlerin Marion verliebt und in ihm das Verlangen wächst, selbst Mensch zu werden. Für eine Frau aus Fleisch und Blut gibt er seine Unsterblichkeit auf, um das zu erleben, was Engeln vorenthalten bleibt: die irdische Existenz und die sinnliche Erfahrung des Menschseins.

Das ist viel Philosophie für die Berlinale und zwar in 4K, aber gut so.

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