Der Mast ist ein Muss – Das Kunsthaus, im Weltnetz offen, in Zürich geschlossen

Fuer das Kunst-und-Bau-Werk im Rahmen der Erweiterung des Kunsthauses Zuerich wurde die international renommierte Zuercher Kuenstlerin Pipilotti Rist beigezogen. Sie hat mit «Tastende Lichter» eine mehrteilige Licht- und Videoinstallation konzipiert, die im gesamten oeffentlichen Raum rund um den Heimplatz erfahrbar ist. © Schweiz Tourismus, Foto: André Meier, 2020

Zürich, Schweiz (Kulturexpresso). Das Kunsthaus Zürich wird nach eigenen Angaben „erst ab März wieder öffnen dürfen“. Daher empfehlen die Verantwortlichen „in der Zwischenzeit“, das „Museum online zu besuchen“.

Wie wäre es mit einem Video über „die Romantik schweizerischer Prägung“. Das Video trägt den Titel „Im Herzen wild“.

Keine Frage, dass es dazu auch eine Ausstellung gibt, durch die der Kurator höchstpersönlich führt. Die Sprache ist Deutsch, die Untertitel sind Englisch. Und weil der Mensch ein Mensch ist und in der Masse Stroh, ist der Film kurz, kurz: ein Kurzfilm.

Richtig, das ist Werbung, totale Reklame für eine Ausstellung, in der nicht nur Videos und Malerei zu finden ist, sondern auch Zeichnungen angesehen werden können, aber nicht heute, nicht in Zürich.

Gleiches gilt für die „Frauenpower“-Ausstellung über Ottilie W. Roederstein zu Ehren, die zu Lebzeiten wichtigste Porträtistin im deutschsprachigen Raum der frühen Moderne.

Roederstein fand nicht nur in deutschen Landen für ihre Werke Anerkennung, sondern auch in Franzien.

Wer sich den Erweiterungsbau des Züricher Kunsthauses ansehen will, der schaue sich das Video „Die Architektur – Erweiterung Kunsthaus Zürich“ an.

Ähnlich kurz und komprimiert ist das Video „Kunst und Bau – Pipilotti Rist“, bei dem es um die in diesem Erweiterungsbau als integraler Kunst-und-Bau-Arbeit von Pipilotti Rist geht. „Die Künstlerin“ habe „mit ‚Tastende Lichter‘ eine Licht- und Videoinstallation konzipiert, die auf dem ganzen Heimplatz erfahrbar ist“, also auch im öffentlichen und nicht geschlossenen Raum. „Im Zentrum steht ein künstlerisch gestalteter Mast, der in den Abendstunden der dunkleren Jahreszeit farbige runde Lichtflächen auf die umliegenden Fassaden- und Bodenflächen projiziert. Zudem hauchen Videos den Statuen auf der Nordfassade des Moserbaus neues Leben ein. Die Kunstinstallation ist auf die Fassadenbeleuchtung des ‚Plan Lumière‘ abgestimmt. Die sich langsam vorwärtstastenden Farbkreise schaffen eine Verbindung zwischen den Kulturinstitutionen auf dem Heimplatz.“

Fuer das Kunst-und-Bau-Werk im Rahmen der Erweiterung des Kunsthauses Zuerich wurde die international renommierte Zuercher Kuenstlerin Pipilotti Rist beigezogen. Sie hat mit «Tastende Lichter» eine mehrteilige Licht- und Videoinstallation konzipiert, die im gesamten oeffentlichen Raum rund um den Heimplatz erfahrbar ist. © Schweiz Tourismus, Foto: André Meier, 2020

In dem Video erklärt sie dies. Doch „zur Ruhe“ kommt man dabei nicht, vermutlich noch nicht einmal in Zürich auf dem Heimplatz. Es ist und bleibt: ein Spektakel in einer Welt der Ware.

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