„Freie“ Berliner Musiker 2021 im Konzerthaus Berlin

Das Konzerthaus auf dem Berliner Gendarmenmarkt. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Das Motto „Freie Räume für Freie Szene“ finden auch wir gelungen und gut und geben daher gerne weiter, was uns das Konzerthaus Berlin per Pressemitteilung vom 17.12.2020 unter dem Betreff „Presseinfo: ‚Freie Räume für Freie Szene‘ – 13 Projekte für Auftritt im Konzerthaus Berlin ausgewählt“ mitteilte.

Auf einen „Bewerbungsaufruf“ mit Sternchen-Stumpfsinn an freie Berliner Musiker und Ensembles“ solle es nach Angaben des Berliner Konzerthauses eine „enorme Resonanz“ gegeben haben: „Weit über 500 Berliner Musiker*innen und Ensembles der Sparten Barockmusik, klassische und zeitgenössische Musik sowie Jazz und Weltmusik haben sich auf die im November gestartete Initiative des Konzerthaus Berlin unter Schirmherrschaft von Kultursenator Klaus Lederer beworben.

Von einer siebenköpfigen Jury seien „folgende 13 Projekte … ausgewählt“ worden, die „zwischen 4. Februar und 28. März mietfrei und organisatorisch betreut in den Sälen des Konzerthaus Berlin aufzutreten“ dürfen – „wenn die Pandemielage es zulässt“. Was eine Pandemielage ist, darüber kann man streiten, aber nicht darüber, dass über Lagen immer noch Regierende bestimmen und das sind in Berlin Sozen und Sozialisten, Christen, Kleinbürger- und Olivgrüne sowie Besserverdienende der Altparteien CDU, CSU und SPD im Bund sowie im Stadtstaat Berlin neben SPD Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke.

Und die Projekte? Sie lauten:

  • Ensemble KNM Berlin: tunings of the world 2.1
  • Vocalconsort Berlin: Il Profondo – Geistliche Chormusik des Barock
  • The Capital Dance Orchestra: „Berlin, Du Coole Sau“ (Eine Berlin-Show)
  • Babylon ORCHESTRA: Beethoven REmix 9
  • DoubleBeats: Fascination of Percussion
  • Ensemble Luminar: Musik als Klangrede
  • Zafraan Ensemble: UA Berlin IV. Die 1940er: Meisterklassenquartett
  • Harmonic Space Orchestra: HSO presents: Berlin Composers – Harmony, Emptiness, Space
  • #Ensemble Reflections: #GoldbergReflections – Bachs Goldberg-Variationen in Bearbeitung und von ihnen inspirierte Neue Musik
  • deep strings & Armida Quartett: „24 Saiten“ – deep strings & Armida Quartett
  • Brandt Brauer Frick Ensemble Ensemble der Reihe ImPuls der Suite: SUITE CUBIC – Bach for baroque cello, beatbox and dance (Produktion)
  • Ensemble Adapter: Helm auf. (Education)

Und die Personen und Personengruppe, die „Ausführende“ genannt werden, dürfen sich wohl „sämtliche Konzerteinnahmen“ in die eigene Tasche stecken. Die Konzerte sollen im Februar und März 2021 stattfinden, aber wer weiß, was wird?

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