Gedenkkonzert der Staatskapelle Berlin „75 Jahre nach Kriegsende“

0
129
Schräge Vögel und Noten. Quelle: Pixabay, Foto: Dieter_G

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Am 8. Mai vor 75 habe laut Staatsoper Berlin der Zweite Weltkrieg geendet. Das ist selbstverständlich der reine Mumpitz. Selbst in deutschen Landen endete er hier viel früher und da noch später. Die Deutschen unter Dönitz kapitulierten auch nicht am 8. Mai 1945 und die Japaner auch nicht am 2. September 1945.

Egal, die meisten Deutschen die sind, sein wollen oder sein sollen, können sich nach wie vor nicht von Tausend Jahren Geschichte Zeugnis ablegen, geschweige denn von Hundert. Musiker sollten sich besser nicht in Geschichte versuchen, sondern bei ihren Noten bleiben. Nach einigen von Mozart und Wagner wollen sie spielen und zwar laut Staatsoper-Berlin-Pressemitteilung vom 6.5.2020 „ein Gedenkkonzert unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Daniel Barenboim aus der Staatsoper Unter den Linden, das von 3Sat um 21.45 Uhr live im Fernsehprogramm und im Live-Stream auf www.3sat.de, www.staatsoper-berlin.de, www.staatskapelle-berlin.de gezeigt“ werde. Dass das Konzert ohne Zuschauer stattfinden werde, das wird auch erwähnt und mit ein paar geschichtsfälschenden Worten von Daniel Barenboim und Matthias Schulz garniert, die wir uns hier und heute sparen wollen.

Doch dies sei noch nachgereicht: „Mit Mozarts ‚Kleiner Nachtmusik‘ von 1787 und Wagners ‚Siegfried-Idyll‘ von 1870 erklingen Werke zweier Komponisten, die symbolhaft für den Form- und Ausdrucksreichtum der klassisch-romantischen Musik und das Vertrauen auf ihre elementare Wirkungskraft stehen. Zugleich zählen sie seit vielen Jahren zu den Säulen der Arbeit von Staatsoper und Staatskapelle, im Musiktheater wie im Konzert. Beide Werke werden in erweiterter kammermusikalischer Besetzung gespielt, mit 14 bzw. 13 Musikerinnen und Musikern.“

Anzeige