Heute? Lachs! – Hannes Jaenicke war fürs ZDF unterwegs, bleiben Sie sitzen und gucken sie dessen Tierdokumentation bei einem Teller Lachstatar

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Auf Vancouver Island trifft Hannes Jaenicke Dr. Alexandra Morton. Die Lachsforscherin untersucht seit mehr als 30 Jahren Wildlachse in Kanadas Flüssen. © Copyright: ZDF/Andre Becker

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Hannes Jaenicke war schon viel unterwegs und immer im Einsatz fürs ZDF beziehungsweise Eisbären und Haie, Löwen und Elefanten. Nach Vögeln sind wieder Fische dran, genauer: Lachse.

Die Tierdokumentation „Hannes Jaenicke: Im Einsatz für den Lachs“ wird am heutigen Dienstag, den 16. Juni 2020, ab 22.15 Uhr, gezeigt. Zu sehen sein solle laut ZDF-Pressemitteilung vom 12.6.2020, wie Lachse „gegen den Strom“ schwimmen „und … in der Lage“ seien, „viele Hindernisse zu überwinden – bis auf eines: den Menschen“.

Dass der „wild“ genannte Pazifiklachs nicht mehr in Hülle und Fülle vorhanden ist, das wissen wir auch ohne Jaenicke, aber mit ihm ist`s schöner, auch wenn der Gute über die Wanderfische mitzuteilen weiß, wie „wichtig“ sie „für das ökologische Gleichgewicht, für mehr als 100 Tierarten wie den Grizzlybär und den Schwertwal“ seien, und zwar als „Proteinquelle“. Mehr dazu sollte Dr. Alexandra Morton als Biologin berichten können und über das Elend mit „Hunderten von Lachsfarmen, die sich über die gesamte Küstenlinie Vancouver Islands verteilen“. Gut und gesund ist das nicht. Punkt.

Jaenicke war nicht nur in Kanada, nein, auch nach Norwegen zog es den Interessierten, Engagierten und Aktivisten. Aus dem Ölstaat, der einst einer der Fischer war, stamme „mehrheitlich“ der Lachs für Discounter in der BRD, genauer: „aus dortiger Aquakultur“. „Bei einem Zuchtproduzenten erhielt das Kamerateam eine Dreherlaubnis: bei der Brut- und Aufzuchtstation, dem Netzgehege und der Schlachterei. Jaenicke erfährt von typischen Problemen der intensiven Massentierhaltung: Krankheiten brechen aus, Parasiten vermehren sich explosionsartig, Futter und Kotreste verschmutzen die Umwelt. Deshalb formiert sich vor Ort eine Front gegen die Zuchtlachsindustrie. Hannes Jaenicke trifft sich mit Rune Jensen von der Organisation ‚SalmonCamera‘ und Ruben Oddekalv von ‚Green Warriors of Norway‘. Die beiden Umweltschützer sehen in den rund 1000 Lachsfarmen entlang der Fjorde eine enorme Gefahr für Wildlachse und das gesamte Ökosystem.“

Das sahen wir schon, bevor auch nur ein Norweger eine Lachsfarm sah. Das dazu. Und wie wir einst sagten und schrieben, sagt und schreibt heute Hannes Jaenicke: „In den Farmen leben – das sind ja relativ kleine Gehege – zwischen 250.000 und 500.000 Fische auf allerengstem Raum.“ Wie in Ställen zur Eindämmung oder Vorbeugung von Krankheiten werde Chemie eingesetzt. „Und die essen wir Endverbraucher mit.“

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