Im Theater. Jocelyn B. Smith mit Different Voices of Berlin im Brecht-Theater Berliner Ensemble

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© 2016, Foto: Andreas Hagemoser, © 2017 BU: Andreas Hagemoser

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Der Eintritt ist frei zur Doppelveranstaltung am heutigen Freitag, den 14. September 2018 um 19 beziehungsweise 20.30 Uhr. Wohungslosigkeit, Wohnen und Wohnungsbau stehen im Mittelpunk eines Schwerpunktthemas, mit dem das Berliner Ensemble und seine künstlerische Leitung auf die Problematik hinweisen wollen und sie künstlerisch verarbeiten. Ganz im Sinne des Gründers (mit Helene Weigel) des traditionsreichen Theaters am Schiffbauerdamm direkt an der Spree wird die soziale – und persönliche, individuelle, gefühlsmäßige – Dimension von Mieterhöhungen, Wohnungsknappheit, Wohnungslosigkeit und ihren Vorstufen aufgezeigt und beleuchtet.

Zum Themenfokus gehört auch das Theaterstück „Auf der Straße“ unter der Leitung Karen Breece‘, das am Donnerstag im Berliner Ensemble seine Uraufführung hatte. Das Stück, was ein halbes Dutzend Mal im September und Ende Oktober auf dem Spielplan steht, feierte am Donnerstag eine fulminante Premiere.

An der Diskussion, die im Kleinen Haus dem Konzert vorausgeht, nehmen u.a. ein Staatssekretär und die Regisseurin von „Auf der Straße“ teil.

Jocelyn B. Smith mit Different Voices of Berlin im Brecht-Theater Berliner Ensemble

„Different Voices of Berlin“ wirken auch in dem Stück mit.

Aber am Freitag um halb neun werden im Berliner Ensemble jedoch nur Lieder gesungen und Musik gemacht. Theater wird am selben Ort gespielt, aber an anderen tagen (15.9. 2018, 18.9., 20.9. und 25.9. unter anderem). Die „Different Voices of Berlin“ singen meist selbstkomponierte Songs. Auf deutsch und auf englisch. Leiterin Jocelyn B. Smith erhält 2018 das Bundesverdienstkreuz für ihre Arbeit in ebendiesem Chor.

Die Straße hat immer Eintritt frei, bringt aber viele Probleme. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Wohnungslosen oder Obdachlosen beträgt 46,5 Jahre, sechsundvierzigeinhalb Jahre. Dreißig (!) weniger als der deutsche Durchschnitt!

An diesem Freitag ist am Schiffbauerdamm einen Steinwurf von der Friedrichstraße und dem gleichnamigen U-, S- und Fernbahnhof – am Spreeufer gegenüber des tränenpalastes – der Eintritt frei, um niemanden auszuschließen. Wegen des hohen Andrangs, der hohen Nachfrage, ist frühes Kommen von Vorteil, falls man eine Einlassgarantie haben möchte.

Im Theater, nicht auf der Straße

Um 19 Uhr und 20.30 Uhr ist im Kleinen Haus des Berliner Ensembles der Eintritt frei.
Nicht auf der Straße, im Theater.

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