Immer aufs Ohr oder Radio in Berlin seit 100 Jahren und bald eine Ausstellung im Museum für Kommunikation Berlin zur Geschichte des Rundfunks in Deutschland

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Der 146,7 Meter hohe Berliner Funkturm im Westend ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Der vom Architekten Heinrich Straumer entworfene Sendeturm wurde 1926 zur 3. Großen Deutschen Funk-Ausstellung Berlin in Betrieb genommen. © Messe Berlin GmbH

Berlin, Deutschland (Kulturexpress). Die Geschichte des Radios ist lang. 100 Jahre lang Radiogeschichte, denn sie begann in deutschen Landen 1920 mit ersten Testsendungen, bei denen ein „Strahl“ in einem Radius gesendet wurde. Radiogeschichte wurde vor allem in Berlin geschrieben.

In der Medieninformation Nr. 19, Berlin, 14.8.2020, von MFK-Berlin unter dem Betreff „ON AIR. 100 Jahre Radio – Jubiläums-Ausstellung im Museum für Kommunikation Berlin wird mitgeteilt, dass „am 22. Dezember 1920 … Reichspostmitarbeitende der Hauptfunkstelle Königs Wusterhausen bei Berlin ein historisches Weihnachtskonzert – die erste öffentliche Rundfunkaussendung in Deutschland“ gespielt hätten.

In „Wikipedia“ wird mitgeteilt, dass „erste regelmäßige Programmausstrahlungen … Ende 1922 und Anfang 1923 durch zwei schweizerische Flugplatzsender, im Herbst 1923 mit der reichsdeutschen Funk-Stunde Berlin und im Oktober 1924 mit der österreichischen RAVAG in Wien“ folgen. „Ort der ersten reichsdeutschen Rundfunksendungen war das erste Tonstudio Deutschlands, das heutige Altbaustudio der Universität der Künste Berlin in Berlin.“

2020 ein 100-jähriges Radio-Jubiläum zu feiern und das in Berlin ist also alles andere als falsch. Zu diesem „100-jährigen Jubiläum“ würde eine Ausstellung im Museum für Kommunikation Berlin „unter dem Titel „ON AIR. 100 Jahre Radio“, die vom „2. Oktober 2020 bis zum 29. August 2021“ laufen solle „Erfolge, Brüche und Zukünfte des ersten elektronischen Massenmediums der Welt“ beleuchten. Weiter wird im peinlichen Werbetext mit Sternchen darauf hingeweisen, dass „rund 200 Objekten, die von den technischen Grundlagen und den Anfängen des Rundfunks über dessen Rolle in der NS-Zeit bis zur Neuordnung im geteilten und dann wiedervereinten Deutschland erzählen“, zu sehen seien. „37 besondere Radio-Exponate“ würden zudem „interaktiv inszeniert“ werden und zwar „von prominenten Radio- und Podcast-Stimmen u.a. von Oliver Kalkofe und Katrin Müller-Hohenstein vorgestellt“ werden. Schaun mer mal rein ins Museum, dann hörn mer scho (freue sich, wers kennt).

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