Karl Lagerfeld sein Musensohn spricht – Annotation zum Buch „Karl und ich“ von Baptiste Giabiconi

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"Karl und ich" von Baptiste Giabiconi. © Heyne in Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Seit knapp zwei Jahren liegt der Modezar unter der Erde, derweil einige Bücher mit Schlüssellochperspektive aus dem Bücherhimmel fallen.

Baptiste Giabiconi war die letzten zehn Lagerfeldjahre eine Art Lebensbegleiter. Wofür er genau verantwortlich war, bleibt sein Geheimnis. Im Buch betont er permanent das unschuldige Vater-Sohn-Verhältnis, für meinen Geschmack betont er es etwas zu oft.

Immer leicht am Rande des Kitschs wandeln und sich nicht wirklich redlich lesend, malt der junge Modemensch Baptiste sein Leben an der Seite Karl Lagerfelds in bunten Farben, zugegebenermaßen hätte mir der Titel Ich und Karl bei den gesammelten Eitelkeiten besser gefallen.

Wer eine gute Bio über Lagerfeld lesen will, greife zu: Karl Lagerfeld: Ein Deutscher in Paris.

Bibliographische Angaben

Baptiste Giabiconi, Karl und ich, Die Geschichte einer besonderen Freundschaft, Private Einblicke in Karl Lagerfelds Leben – Ich war Freund, Muse und Ziehsohn, 240 Seiten, aus dem Französischen von Bettina Seifried, Originaltitel: Karl et moi, Originalverlag: Robert Laffont, fester Einband, mit Schutzumschlag, Format: 13,5 x 21,5 cm, Verlag: Heyne in Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, München 2021, ISBN: 3453218140, Preise: 20 EUR (Deutschland), 20,60 EUR (Österreich) und 28,90 SFr (empfohlener Verkaufspreis)

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