Weltnetzpremiere – eine filmische Version der Inszenierung „Metamorphosen [overcoming mankind]“ in der Berliner Volksbühne

89
Szene aus der Inszenierung "Metamorphosen" an der Berliner Volksbühne. © Foto: Julian Röder

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Von der Berliner Volksbühne solle es laut Pressemitteilung der Volksbühne Berlin vom 9.2.2021 in diesem Februar 2021 „zwei digitale Premieren“ geben. Wie soll es auch angesichts von Ermächtigungen in der BRD abgekürzten staatlichen Veranstaltung, von Fußgetrampel auf dem Grundgesetzt, von mächtig gewaltigen repressiven Maßnahmen, von Abschließungen und Ausgangssperren anders gehen und laufen? Richtig, man muss auf die Straße, um nicht dort zu enden, aber in Zeiten der Verbote bleibt das Stehen auf dem Boden der „freiheitlich demokratischen Grundordnung“ – so sagen manche dazu.

Doch die Gefahr, in diesem Boden zu versinken, bleibt. Womit wir wieder bei der (Hebe-)Bühne wären, eine tolle Möglichkeit der Technik, die beim Stück „Metamorphosen [overcoming mankind]“ nicht zum Einsatz kommt. So viel sei schon jetzt verraten, obwohl sich Claudia Bauer als Regisseurin „mit den Verwandlungsgeschichten von Ovid“ beschäftigte. Da geht es rauf und runter, drunter und drüber, möchte man meinen. „Gemeinsam mit dem Ensemble macht sie sich auf die Suche nach Erzählungen über das Menschsein und fragt, wie wir Zukunft anders als dystopisch denken können“, heißt es in der besagten Pressemitteilung weiter.

Das klingt nach Fiktion – auch Antiutopie genannt -, die es in Wahrheit so wenig gibt wie die Utopie, auch an so (un-)gewöhnlichen Orten wie einer Welt- oder Volksbühne nicht. Richtig, da wird „nur“ gespielt, aber immerhin.

Da die Führung der Volksbühne „aktuell nicht“ wisse, „wann … die Premiere im Großen Haus“ des Metamorphosen-Spiels gezeigt werden könne, habe „das Regieteam eine filmische Version der Inszenierung produziert“, die am Donnerstag, den 12. Februar 2021, 19 Uhr, „Digitalpremiere auf der Plattform Dringeblieben“ haben werde. „Der Videostream“ sei „für 24 Stunden on-demand abrufbar“. Wie gesagt, das ist besser als nichts, aber schon nah dran an diesem.

Informationen zur Inszenierung

Anzeige