Ländliche Kochkunst – Serie: Kultur und Kulinarik in Vietnam (Teil 5/8)

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Wasserpuppentheater in Hanoi. © 2016, Foto/BU: Dr. Bernd Kregel

Saigon, Vietnam (Kulturexpresso). Der weitere Weg führt in Richtung Süden über den legendären Wolkenpass über Danang bis hinunter in die alte Kaiserstadt Hué. Die Ebenen am Fuß einer gewaltigen Gebirgskulisse sind überzogen vom satten Grün der Reis- und Gemüsefelder. Kleine Fahrradwege und schmale Radfurchen geben bei einem Ausflug die Richtung vor entlang natürlichen Gewässern und künstlich angelegten Fischteichen. Bis hin zu einer überschaubaren landwirtschaftlichen Anlage in dem Dorf Tra Que, in der, wie Bäuerin Hing erklärt, sieben unterschiedliche Kräuter angebaut werden.

Bein Blick auf die Zitadelle der Kaiserstadt Hue in Vietnam. © 2016, Foto/BU: Dr. Bernd Kregel

Da bekanntlich die Götter vor den Genuss den Schweiß gesetzt haben, fordert Hing ihre Gäste auf, sich unter ihrer sachkundigen Anleitung zunächst der anspruchsvollen Feldarbeit zu widmen. Um dann, im nächsten Schritt, an vorbereiteten Töpfen und Pfannen von ihr in die Geheimnisse der ländlichen Kochkunst eingeführt zu werden. So entsteht die frische Frühlingsrolle „Tam Huru“ und gleich darauf der knusprige Reismehlpfannkuchen „Banh Xeo“. Wie von selbst entwickelt sich dabei ein fröhliches Koch-Gemeinschaftserlebnis, nur noch gekrönt von dem ausgelassenen Mahl nahe dem Wasserrad an der Fassade des Hauses.

Tor der Zitadelle von Hue. © 2016, Foto/BU: Dr. Bernd Kregel

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