Perfekte Liebe dargestellt? – Zur Ausstellung „Von Liebe und Leidenschaft“ im Kunstmuseum Sankt Gallen

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Pieter van der Werff, Adam und Eva, 1716, Leihgabe aus Privatbesitz. © BU: Kunstmuseum Sankt Gallen

Sankt Gallen, Schweiz (Kulturexpresso). Im Kunstmuseum Sankt Gallen soll am 9. April 2022 die Ausstellung „Von Liebe und Leidenschaft“ für alle eröffnet werden und bis zum 14. Mai 2023 laufen.

Dazu heißt es in einer Pressemitteilung des Kunstmuseums Sankt Gallen vom 7.1.2022: „Liebe und Leidenschaft in der Kunst – auf der Suche nach Vollendung: Perfect Love! Ob galant oder begehrlich, romantisch oder erotisch, die Liebe hat in der Kunst vielfältig Ausdruck gefunden und war seit jeher Antrieb und Herausforderung kreativen Schaffens. Solchen Darstellungen der Liebe geht die Ausstellung Perfect Love in einer thematischen Auswahl aus der hauseigenen Sammlung nach.“

Zu sehen sein wird wohl eher dargestellte „Liebe“, vielleicht aus dargestellter Sex und dargestellte Zärtlichkeit. Noch habe ich die Ausstellung nicht gesehen, noch kann ich nicht berichten, aber darauf hinweisen, daß die Ausstellungsmacher „ausgehend von der Mutter-Kind-Beziehung in postbyzantinischen Ikonen und niederländischen Andachtstafeln des 16. Jahrhunderts … Paarbilder und Szenen der Nächstenliebe“ präsentieren wollen würde. Weiter heißt es, daß „paradiesische, abgründige oder himmlische Lieben“ folgen würden. „Weitere Werke zeigen Gegenstände der Passion: Wissenschaft, Landschaft oder die Kunst selbst. Die Präsentation vereinigt Werke aus 500 Jahren künstlerischen Schaffens; sie fokussiert sich auf den Altmeisterbereich mit Gemälden und Skulpturen, die mit ausgewählten Positionen zeitgenössischer Kunst in Dialog gesetzt werden. Eine kleine Gruppe von Arbeiten auf Papier erweitert die mediale Vielfalt. Die Sammlungsbestände werden durch Leihgaben aus Privatbesitz ergänzt, die im Liebes-Kontext den Blick auf selten Gezeigtes ermöglichen.“

„Schau ‚mer mal“, heißt es so schön (freue sich, wer’s kennt), und zwar im Kunstmuseum Sankt Gallen.

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