Tom Kühnel und Jürgen Kuttner holen Heiner Müllers „Die Umsiedlerin“ in die Kammerspiele des Deutschen Theaters

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Szene aus "Die Umsiedlerin" mit Almut Zilcher, Felix Goeser, Jörg Pose und Bernd Stempel. © 2019, Foto: Arno Declair

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Am Samstag, den 6. April 2019, soll in den Kammerspielen am Deutschen Theater (DT) die erste Aufführung des Stückes „Die Umsiedlerin“ stattfinden.

Richtig, Ende der 1950er Jahre arbeitet Heiner Müller an einem Stück über Bodenreform und Kollektivierung in der Landwirtschaft der frühen DDR, ein Auftrag des Deutschen Theaters. Er arbeitete und arbeitete, doch die Uraufführung der „Umsiedlerin“ an der Hochschule für Ökonomie in Berlin-Karlshorst 1961 wurde zum größten Theaterskandal der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).

Daher ist die Premier am 6. April nicht die erste Aufführung, sondern die feierliche Erstaufführung dessen, was Tom Kühnel und Jürgen Kuttner daraus machten. In einer Pressemitteilung des DT vom 1.3.2019 heißt es dazu, dass Kühnel und Kuttner die Umsiedlerin „in die Kammerspiele … und in eine Zeit“ holen würden, „in der die Fragen, die Müllers Text stellt, unerhörter sind denn je.

Damals schloss „der Schriftstellerverband … Müller aus, Regisseur B.K. Tragelehn muss zur Bewährung in den Braunkohletagebau. Erst 1976 darf das Stück in der DDR wieder gespielt werden.“

Was wird mit Kühnel und Kuttner geschehen?

Und bringen Frank Büttner, Felix Goeser, Paul Grill, Marcel Kohler, Jürgen Kuttner, Markwart Müller-Elmau, Linda Pöppel, Jörg Pose, Bernd Stempel, Almut Zilcher und ein Chor auf die Bühne?

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