Montag, 20. November 2017 | :
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Ordentlich Astra zum „Musical mit Herz und Promille“ oder „Die Königs vom Kiez“ in der Weltmusicalstadt Hamburg

Ordentlich Astra zum „Musical mit Herz und Promille“ oder „Die Königs vom Kiez“ in der Weltmusicalstadt Hamburg
© Foto: Ingo Boelter
"Die Königs vom Kiez – Keyvisual" im Schmidts Tivoli in Hamburg auf St. Pauli.

Hamburg, Deutschland (Kulturexpresso). Das Musical „Die Königs vom Kiez“ läuft in der Weltmusicalstadt Hamburg und bald anderen Aufführungen den Rang ab.

Zur Weltmusicalstadt Hamburg heißt es im „Hamburg Magazin“ unter der Überschrift „Zu Besuch in der Musicalstadt Hamburg“, dass die Hafenstadt an der Elbe „mit 2 Millionen Musical-Besuchern … nach New York und London die drittgrößte Musicalstadt weltweit“ sei. Anschließend wird erinnert, dass „der Musical-Boom … mit der Premiere von Andrew Lloyd Webbers Musical ‚Cats‘ 1986 in Deutschland“ begonnen habe und „die Show … tausende von Menschen nach Hamburg“ lockte. „‚Cats‘ zog insgesamt unglaubliche 6,2 Millionen Besucher in das Operettenhaus in Hamburg“, heißt es im nicht namentlich gekennzeichneten Beitrag ohne Angabe von Ort und Datum der Veröffentlichung.

Als Werbung ist der Beitrag allerdings auch nicht gekennzeichnet, obwohl er nichts anderes als totale Reklame für das ebenfalls in Hamburg laufende Musical „Der König der Löwen“ ist.

Über so viel Lug und Betrug müsste man laut lachen, wenn es nicht zum Weinen wäre. Aufs Lachen über die Laune einer Familie auf St. Paule scheint die Musicalkomödie von Martin Lingnau, Heiko Wohlgemuth und Mirko Bott mit dem reizenden Titel „Die Königs vom Kiez“ aus. Der Familie soll „das Schicksal … einen derben Streich gespielt“ haben, „als es ihr ausgerechnet den Nachnamen König schenkte. Denn Kasse und Kühlschrank der siebenköpfigen Schar sind permanent leer. Obwohl die vier Kinder Marie, Björn, Benny und Pamela alles – wirklich alles! – tun, um den Clan (inklusive der bettlägerigen Oma und des Babys der erst 15-jährigen Pamela) über die Runden zu bringen. Durchkreuzt werden die Bemühungen jedoch weniger von Gläubigern und Ämtern als vom eigenen Vater. Das daueralkoholisierte und allergisch auf ehrliche Arbeit reagierende Familienoberhaupt, von allen nur der Käpt’n genannt, wirft alles mühsam Erschuftete, was seine Sprösslinge zur Tür hereinbringen, mit vollen Händen wieder zum Fenster raus. Einzig die liebestolle, aber angegraute Nachbarin Berta kann den Käptn mit eindeutig zweideutigen Avancen kurzzeitig in Schach halten. Als dann noch eine Räumungsklage droht, scheint das Schicksal seine Späße endgültig zu weit zu treiben – aber: Der Kiez hält ja bekanntlich zusammen.“

„Die Königs vom Kiez“ laufen im November beinahe jeden Abend um 19 Uhr oder 20 Uhr im Verzehrtheater mit Vollvergnügen
namens Schmidt Theater am Spielbudenplatz in Hamburg an. Kritischen Kritikern empfehlen wir, vor Ort und während des „Musicals mit Herz und Promille“ ordentlich Astra zu trinken.

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Ole Bolle
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