Passend zur Pandemie: „Die Pest“ nach dem Roman von Albert Camus in einer Fassung von András Dömötör und Enikő Deés

0
107
Ein Blick auf die Hafenstadt Oran in Algerien. Quelle: Wikimedia, gemeinfrei, CC BY-SA 1.0, Bild: Faycal.09, eigenes Werk

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Das DT abgekürzte Deutsche Theater in Berlin bietet nicht nur eine „Quarantäne-Variante der Inszenierung Die Pest„, sondern macht darauf per DT-Pressemitteilung (PM) vom 7.5.2020 auch aufmerksam. In der DT-PM heißt es, dass deren Pest „nach dem Roman von Albert Camus in einer Fassung von András Dömötör und Enikő Deés am Donnerstag, den 14. Mai, um 18.00 Uhr als Videostream im DT Heimspiel Streaming verfügbar“ sei und zwar „bis 12.00 Uhr am Folgetag“.

Dazu wird der Inhalt aus dem Buch des als Existentialisten geltenden Camus, der am 7. November 1913 in Dréan, Algerien, geboren wurde und am 4. Januar 1960 in der Nähe von Villeblevin, Frankreich, als Beifahrer bei einem Autounfall starb, wie folgt mitgeteilt.

„In der algerischen Küstenstadt Oran bricht eine seltsame Seuche aus. Doktor Bernard Rieux ahnt, was alle anderen für unmöglich halten: Es ist die Pest. Der Ausnahmezustand wird ausgerufen, die Stadt hermetisch abgeriegelt, alle Verbindungen zur Außenwelt gekappt. Bald fordert die Krankheit mehr und mehr Opfer, gigantische Krankenstationen entstehen, später Massengräber. Der Arzt weiß, dass sein Kampf gegen die Seuche aussichtslos ist. Der Bazillus bleibt unbesiegbar, auch wenn die Pest Oran nach neun Monaten so unvermittelt wieder verlässt, wie sie gekommen ist. Albert Camus’ weltberühmter Roman fragt nach der Möglichkeit menschlichen Handelns im Angesicht der Katastrophe.

András Dömötörs Inszenierung von ‚Die Pest‘ hatte im November 2019 in der Box Premiere. Angesichts der Corona-Krise hat DT-Ensemblemitglied Božidar Kocevski nun zusammen mit dem Kameramann Lorenz Haarmann eine Quarantäne-Variante der Arbeit erschlossen.“

Die darf nun daheim oder wo auch immer geguckt werden.

Manchem möge die DT-Sendung Anlass sein, sich dieses und weitere Werke des Literaten und Philosophen zu greifen und sie zu lesen.

Anzeige