
Berlin-Charlottenburg, Bundesrepublik Deutschland (Kulturexpresso). Berlin feiert Geburtstag – der Funkturm auf dem Messegelände in Berlin-Charlottenburg wird 100 Jahre. 100. Geburtstag? Jein, denn der Sendeturm ist menschengemacht. Ein Jubiläum? Auf jeden Fall! Ein Fest! Eine Feier! „Der Funkturm lädt ein.“ Das kann man sagen. Und da 2026 das Englische gewollt immer weiter eindringt in die deutsche Sprache, heißt das Motto zum Jubiläum wie? What the Funk! Da denkt sich so mancher ‚What the F…?‘ Aber, ja, es ist so. Und auch, wenn manch böswillige Kommentatoren, die andere für Propheten halten, wegen der Ereignisse nördlich der Straße von Hormus und des deutschstämmigen US-Präsidenten Donald J. Trump das Ende der amerikanischen Hegemonie herannahen sehen (wir übrigens noch nicht) – das Jahr 2026, in dem der Funkturm 100 Jahre wird/ ist/ geworden sein wird, werden noch die Vereinigten Staaten von Amerika bestimmen und nicht die BRICS.
Zudem die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika (VSA) ein Pfund ist. Auch wenn deutsch mit einer Stimme weniger – übrigens eines Deutschen(!) – nicht zur Amtssprache der USA gewählt wurde und damit zur beherrschenden Weltsprache, die auch das größte Weltreich der Menschheitsgeschichte, das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland verwendet – wir in Deutschland haben sowas nicht. Aber den Funkturm. Er steht im Westen. Nur wegen der Klarheit. „Der“ Fernsehturm steht im „Osten“, in Berlin-Mitte, dem historischen Zentrum Berlins am nach Zar Alexander I. benannten Alexanderplatz.
Fernmelde-, Fernseh- und Funkturm in Berlin
Und der Fernsehturm am Alexanderplatz – nicht „auf dem Platz“, denn der liegt eigentlich nördlich der Gleise, dort, wo das Alexanderhaus, das Berolinahaus und die Weltzeituhr stehen – ist nicht nur nicht die einzige Sendeanlage für Funk (Rundfunk, also Hör- und Fernsehfunk) – sondern auch nicht der einzige Fernsehturm. Der Fernmeldeturm auf dem Schäferberg in Berlin-Wannsee ist sogar älter. Die DDR baute 1961 die Berliner Mauer, auch um West-Berlin herum. Berlin (West), nicht stimmberechtigtes 11. Bundesland der BRD, baute die Philharmonie und einen sendestarken Fernmelde- und Fernsehturm. 212 Meter hoch. Fernmeldeturm – zur Übermittlung von Telefongesprächen, Radio- und Fernsehsendungen (Wetten, daß …?) – und Berliner Philharmonie wurden 1963 fertig. Der Turm sendete ab 1964.
HEUTE ist zwar der Fernsehturm in Mitte das höchste Bauwerk Deutschlands mit 368 Metern. Doch erst seit 1969. Und schön bescheiden, denn man wollte den Fernsehturm in Moskau – das höchste Bauwerk Europas – absichtlich nicht an Höhe übertreffen.
Was der Funkturm mit den anderen beiden zu tun hat? Nun, natürlich funken sie alle. Hörfunk und Fernsehfunk.
Im Radio des SFB (Sender Freies Berlin) konnte man schon mal Funk hören (die Musikrichtung, sprich [fank]).
2. werden Funk- und Fernsehturm oft verglichen. Deswegen hier noch einmal die Angabe zur Höhe.
Der Berliner Funkturm ist fast 147 Meter hoch, genau 146,7 Meter. (Sprich 146 Meter 70.)
Er übertrifft also den Fernmeldeturm nicht an Höhe und steht auf einer Höhenlage von nur 55 Meter über Normalhöhennull (m üb. NHN).
Die weltweit erste Fernsehsendung kam vom Berliner Funkturm
Der 212 Meter hohe Fernmeldeturm steht auf einer Höhenlage von 103 Metern üb. NHN. Das war sendetechnisch sehr von Vorteil um nicht zu sagen unabdingbar, um bis nach Torfhaus in „Westdeutschland“ die DDR durch die Luft zu überbrücken. In Michendorf versuchte das Ministerium für „Staatssicherheit“ abzuhören, was nur ging. Michendorf liegt an der Autobahn A10 Berliner Ring südwestlich der Hauptstadt. Die Insel Wannsee mit dem Schäferberg, der zum Höhenzug des Teltow gehört, liegt im äußersten Südwesten Berlins. Welch ein Zufall.
Der Berliner Funkturm ist ein Stahlfachwerkturm.
Gegen Erde isolierte Sendetürme werden wegen der beschränkten Belastbarkeit der Isolatoren nie als Betonturm ausgeführt. Der Turm in Charlottenburg steht auf Isolatoren.
Weitere elektrisch isolierte Sendetürme sind der Blosenbergturm in Beromünster in der Deutschschweiz, die Sendetürme im luxemburgischen Junglinster oder der Sender Dobl in der Steiermark, der seit 1984 außer Betrieb ist. Aber: „Es handelt sich um die letzte in Europa erhaltene Anlage der Umbausender aus der Zeit um 1940 …“ schrieb Peter Donhauser in einem Gutachten In jenem österreichischen Bundesland liegt übrigens auch Leibnitz.
Heinrich Straumers Gebäude haben Sie schon gesehen
Der vom Architekten Heinrich Straumer entworfene Über Straumer wurde an dieser Stelle schon mehrfach berichtet. Zum einen am 25. März ’18 über ein Umspannwerk und eine Landhausgruppe am Berg in Frohnau, über den U-Bahnhof Thielplatz (heute „Universität“) in Dahlem und den Funkturm in Berlin-Charlottenburg, wie es während der Bauarbeiten 1924 bis ’26 bereits hieß. Groß-Berlin wurde ja 1920 schon per Gesetz geschaffen. Die Stadt mit dem höchsten Steueraufkommen pro Kopf, Charlottenburg, verlor dadurch ihre Selbstständigkeit und ihren Reichtum. Der Artikel schlägt einen Tagesausflug durch Berlin vor in der chronologischen Reihenfolge der Erstellung der Bauten.
Zum anderen berichteten wir über Straumers Bauten – jeweils mit einem Original-Photo – wegen eines Konzerts in seinem Umspannwerk.
Der Architekt des Fernmeldeturm genannten Fernsehturms in Wannsee heißt Hans Gerds. Über ihn findet man noch nicht einmal einen Eintrag in der oben zitierten Enzyklopädie. Dabei wurde der Fernmeldeturm auf dem Schäferberg genauso schnell fertig wie der Funkturm, innerhalb von zwei Jahren.
Den Fernsehturm am Alex nannten die DDR-Entscheider übrigens selbst „nur“ „Fernmeldeturm 32“.
Aber: Der Funkturm war und ist dem Fernsehturm in vieler Hinsicht uneinholbar voraus. Nicht nur durch die Rekorde und Albert Einsteins Mitwirkung bei der IFA. Auch nicht nur durch das Alter:
Als der Turm am Alex, immerhin des sechshöchste seiner Art in Europa, gerade mal ein paar Monate in Bau befand, stand der Funkturm schon unter Denkmalschutz (1966)!
Wie Leibniz 100 Jahre hätte schreiben können
Im Dual-SYSTEM oder Binärsystem, das auf das I Ging mit den 64 Hexagrammen (Zeichen aus jeweils sechs – waagerechten bzw. horizontalen – Strichen) zurückgeht, wird die 100 des – von uns gewohnten – Zehnersystems so geschrieben: 1100100. (64+32+4, aber keine 16, keine 8, keine 2 und keine eins (1)) Deutlicher wird das System, das Gottfried Leibniz im Barock (dauerte vom Beginn des 17. Jahrhunderts bis ins letzte Drittel des 18.) im Deutschen Reich (Heiligen römischen Reich deutscher Nation) bekanntmachte, durch eine Graphik auf der Rückseite eines Leibnizdenkmals: Leibniz Denkmal Börse – Gottfried Wilhelm Leibniz – Wikipedia.
Aha. Bevor die Vereinigten Staaten von Amerika gegründet wurden, hatte also CHINA einen Einfluß auf Europa, hier: Deutschland. Das es auch schon gab. Die VSA (USA) noch nicht.
Mit Chinas Hilfe erfand ein Deutscher den Computer
Es ist also kein Wunder, dass der Rechner in Berlin erfunden wurde. Und im gewissen Sinne ist das eine chinesisch-deutsche Zusammenarbeit gewesen. Was da für ein uralter Computer auf Antikythera gefunden wurde, einer kleinen Insel zwischen Kreta und der Peloponnes, beschäftigt(e) Buchautoren wie Erich von Däniken, der am 10. Januar in Unterseen starb.
Der französische Jesuit Joachim Bouvet schickte Gottfried Leibniz 1701, als Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg seine junge Frau Sophie Charlotte – mit der Leibniz in engem Kontakt stand – in Königsberg i.Pr. (in Preußen) zur Königin daselbst krönte, nachdem er sich zum König i.Pr. gekrönt hatte, eine Graphik. Ein Bild der 64 Hexagramme aus dem Yijing, in Deutschland besser bekannt als „I Ging“. 8 mal 8 in einem Quadrat angeordnet und das ganze in einem Kreis aus Hexagrammen. Ein Hexagramm besteht aus sechs Strichen, wie der Name sagt.
Leibniz verstand es zu nutzen und entwickelte es weiter, weshalb Konrad Zuse dann 1936 auch in Berlin den Rechner erfand. Dieses Gerät hieß in den Vereinigten Staaten zunächst auch „Rechner“. Als Fremdwort. Später, als man die Deutschen aus politischen Gründen nicht mehr so liebte, weil die U-Boote der Kriegsmarine vor New York Frachter versenkten, dachte man sich das Kunstwort „Computer“ aus. Die Deutschen, so scheint es, benutzen das inzwischen häufiger als das Originalwort aus dem Land der Dichter und Denker. Dem Land des Erfinders.





![[Hellas Filmbox] Gewaltiges Werk: Sounds of Vladivostok von Marios Joannou Elia ist ein Filmkonzert Der griechische, zypriotische oder griechisch-zypriotische Komponist Marios Joannou Elia von "Sounds of Vladivostok"](https://kulturexpresso.de/wp-content/uploads/2018/01/20180128_002601VeröKE-100x70.jpg)









