Auf dem Amazonas mit Henry Walter Bates – Annotation zum Buch „Die Amazonas-Tagebücher“

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"Die Amazonas-Tagebücher - Henry Walter Bates` Zeichnungen & Reiseberichte". © Haupt

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Was für ein schönes Buch! Der Hauptverlag schickt den Bücherfreunden in bittrer Coronazeit ein wahres Buchwunder, um der bitteren Wirklichkeit ein Fenster der Freude vorzusetzen.

Henry Walter Bates bereiste zwischen 1848 bis 1859 das Amazonasgebiet. Seine Entdeckungen lieferten wesentliche Beiträge zum Verständnis der Evolution. Der Sohn eines Strickwarenherstellers sammelte seit seiner Jugend Insekten und war ein leidenschaftlicher Autodidakt, der seinen Bürojob aufgab, um gemeinsam mit einem Freund ins Amazonasgebiet zu fahren, ums sich der Wissenschaft zu verschreiben.

Immer wieder schickte er gesammelte Exemplare (Säugetiere, Vögel, Reptilien, Fische, Insekten, Weichtiere, Zoophyten (festsitzende Meerestiere)) nach Europa zu Museen und Sammlern, das können wir nun in seinem Tagebuch nachlesen, das fein ediert erschienen ist und in seiner Pracht kein Auge trocken lässt.

Ab 1864 wirkte er als Angestellter der Royal Geographical Society, nachdem ihm frecherweise eine Stelle an der zoologischen Abteilung des Britischen Museums verwehrt wurde.

Die bibliophile Ausgabe überzeugt durch eine feine Leinenbindung und die Wiedergabe diverser Tagebuchseiten samt Zeichnungen. Ein wunderbares Geschenk!

Bibliographische Angaben:

Henry Walter Bates, Die Amazonas-Tagebücher: Henry Walter Bates‘ Zeichnungen & Reiseberichte, 160 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen, gebunden, Format: 17,4 x 22,7 cm, Gewicht: 644 g, Verlag: Haupt, Bern 2020, ISBN: 3-258-0819-84, Preis: 24 EUR (Deutschland), 24,70 EUR (Österreich), 29 SFr

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