Bald gibt das Königliche Symphonieorchester des Sultanats Oman ein Konzert in Berlin

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Das Königliche Symphonieorchester des Sultanats Oman. © Royal Oman Symphony Orchestra

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Aus dem Sultanat Oman kommen zur Internationale Tourismus-Börse nach Berlin allerlei Adelige und die bringen ihr Königliches Symphonieorchester mit. Das verheißt Spannung, denn die Frage nach dem Können beim Wollen stellt sich.

Was darf man von einem Symphonieorchester von der arabischen Halbinsel erwarten? Bekannt sind eher traditionelle Klänge. Doch welcher Klang verspricht der Oman? Grundsätzlich gilt die Musik der Männer von der Küste als Musik omanischer Seeleute und Seeräuber, die mit Ägypten, Tansania und anderen Ländern Handel (auch Sklavenhandel) und Schindluder trieben.

Doch im Gegensatz zu fast allen anderen Arabern durften im Oman seit Alters her auch Frauen musizieren. Araber und also Muselmanen aus Ägypten, aber auch die Nachkommen der alten Ägypten und also christliche Kopten brachten den einen oder anderen guten Ton in den Oman. Sogar portugiesische Seeleute sollen ihre Spuren hinterlassen haben, aber auch Reisende und Musizierende aus den Vereinigten Arabischen Emirate, dem Jemen, dem Arabien der Saud-Dynastie und dem Iran.

Da darf es also kein Wunder sein, dass die Musik rudimentär ist und auf Rhythmus basiert, wie die einen meinen. Andere wiederum verweisen auf Liwa und Fann at-Tanbura und also Musik- und Tanzarten, die hauptsächlich in Gemeinschaften von Nachkommen von Bantu-Völkern aus der afrikanischen Region der Großen Seen aufgeführt werden.

Allerdings ist auch von einem Tetrachord und also einer Viertonfolge mit dem Rahmenintervalll mit typischen arabischen Intervallen, einschließlich Dreiviertel-Tönen aus der arabischen Musikskala, dem Maqamat, die Rede, aber hören Sie selbst und sich auch einmal Salim Rashid Suri, den singenden Seemann, an oder ganz, ganz neumodisch Bands wie „Arabia“ und „Belos“, die hinter dem Halbmond der Metall-Musiker hervorgekrochen kamen.

Oder hören Sie sich am Mittwoch, den 4. März 2020, ab 20 Uhr, im Admiralspalast Berlin das Königliche Symphonieorchester des Sultanats Oman an, über den es in einer Pressemitteilung des Deutscher Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V. vom 13.2.2020 heißt, dass es „in seiner farbenfrohen Nationaltracht sowohl bekannte Werke der westlichen Musiktradition als auch extra für den Abend arrangierte omanische Lieder für Orchester“ spiele. „Die musikalische Leitung des Abends hat der irische Dirigent Robert Houlihan inne. Er stand bereits in den renommiertesten Konzertsälen Europas am Pult, darunter in der Royal Albert Hall in London, im Amsterdamer Concertgebouw, in der Franz-Liszt-Akademie in Budapest und im Wiener Musikverein. Max Bruchs berühmtes 1. Violinkonzert erklingt mit dem jungen irischen Violinisten David Tobin. Er spielt seit seinem 4. Lebensjahr Violine. Mit seinen 24 Jahren hat Tobin als Solist bereits in vielen bekannten Konzerthäusern gastiert und zahlreiche Preise gewonnen.

Das Royal Oman Symphony Orchestra wurde in den 1980er Jahren von dem am 10. Januar 2020 verstorbenen Sultan Qaboos bin Said gegründet. Es leistet in seiner Heimat einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der klassischen Musik europäischer Prägung. Mit dem Royal Opera House, das im Herbst 2011 in der omanischen Hauptstadt Muskat eröffnet wurde, bekam das Orchester ein eigenes Konzerthaus. Im Jahr 2007 gab das Royal Oman Symphony Orchestra im Rahmen von Young Euro Classic sein vom Publikum gefeiertes Berlin-Debüt.“

Das klingt dann doch vielversprechend.

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