Dunkle Zungen, schlimme Limo und seliger Taumel der Erkenntnis – Annotation zum Buch „Dunkle Zungen“ von Daniel Heller-Roazen

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Daniel Heller-Roazen: Dunkle Zungen. © S. Fischer Verlag

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Herrlich kompliziert macht es uns Daniel Heller-Roazen in seinem Buch „Dunkle Zungen, Geheimsprachen: Die Kunst der Gauner und Rätselfreunde“.

Wir sprechen, um uns zu verständigen. Manchmal wollen wir, dass der Sinn unserer Rede nicht in die falschen Ohren gerät. Dann bedienen wir uns einer geheimen Sprache.

Streng wissenschaftlich begibt sich Daniel Heller-Roazen, der Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Princeton University, auf eine abenteuerliche Reise quer durch die Geschichte der künstlichen und geheimen Sprachen. Über die Sprache der Diebe und Gauner, die arkanen Sprachkunst der Druiden und die Späße der Bibelkopisten, gelangen wir zum Sprachschwurbeler und Dadaisten Tristan Tzara. Dieser entschlüsselte nach eigener Deutung den eigentlichen Sinn diverser Villonscher Lieder und führte sie zurück zu ihrem Ursprung.

Vor jedem sanften Tal thront ein finstrer Hügel. Ein geistreiches und anregendes Lesevergnügen, nicht ohne Anstrengung, aber was ist ein böser Hügel gegen das kühle Glas Bier, das im Tal auf uns wartet.

Bibliographische Angaben

Daniel Heller-Roazen, Dunkle Zungen, Geheimsprachen: Die Kunst der Gauner und Rätselfreunde, 352 Seiten, Hardcover, Originalsprache: Englisch, Übersetzt von: Horst Brühmann, Verlag: S. Fischer, Wissenschaft, Frankfurt 2018, ISBN: 978-3-10-002253-0, Preise: 22 EUR (D), 22,70 EUR (A)

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