Ganz nach unten mit Fjodor M. Dostojewski – Annotation zum Buch „Aufzeichnungen aus dem Untergrund“

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"Aufzeichnungen aus dem Untergrund" von Fjodor Dostojewski. © Manese im Konzern Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Manesse ist toll, Dostojewski genial. Kauft euch unbedingt das wunderschöne Buch Aufzeichnungen aus dem Untergrund, das hat es nämlich in sich.

Ein etwa vierzigjähriger verbitterter Meckerkopp sitzt in einem Kellerloch und mault über den modernen Menschen und die von ihm geschaffene, sogenannte Neue Gesellschaft. Klingt nach der Gegenwart, ist aber bereist 1865 erschienen. Neu übersetzt und pünktlich zu Dostojewskis 111 Geburtstag, erschüttert uns die Geschichte des Scheiterns und der Entfremdung des ehemaligen Beamten bis ins Mark. Dieser gnadenlose Querdenker aus der Verwaltung führt uns weit auf die Gipfel seiner Verzweiflung, die eine weitestgehend selbstgemachte scheint, aber lesen sie selbst und erfreuen sie sich an der wohlfeilen Neuübersetzung und der buchgestalterischen Schönheit des Bandes.

Bilbiographische Angaben

Fjodor M. Dostojewski, Aufzeichnungen aus dem Untergrund, Roman, 320 Seiten, Übersetzerin Ursula Keller, Reihe: Manesse-Bibliothek Band 25, fester Einband mit Schutzumschlag, Format: 9,0 x 15,0 cm, Verlag: Manesse im Konzern Penguin Random House, München, 27.9.2021, ISBN: 978-3-7175-2536-3, Preis: 25 EUR (Deutschland), 25,70 EUR (Österreich) 35,90 SFr

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