Eine Kugel und vier Fässer oder geschickter Kegelspaß mit Taktik – Zum Spiel „Tal der Wikinger“ von Wilfried und Maria Fort

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"Tal der Wikinger" von Wilfried und Marie Fort. © HABA

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Alle Jahre wieder: Fässerkegeln im Tal der Wikinger. Mit einer handlichen braunen Kugel aus Plaste und Elaste dürfen zwei bis vier Spieler dieses von Maximilian Meinzold schön illustrierten Spieles „Tal der Wikinger“ von den Autoren Wilfried und Marie Fort genau das: Fässer kegeln.

„Bringt mit der Kugel die richtigen Fässer zu Fall und seid zur richtigen Zeit am richten Ort, damit ihr die Wikinger clever auf dem Steg positionieren könnt“, heißt es dazu in der Spielanleitung.

Das und noch viel mehr muss die Jury, zu der Stefanie Marckwadt und Christoph Schlewinski gehören, beeindruckt haben, denn Das „Tal der Wikinger“ von Wilfried und Marie Fort ist Kinderspiel des Jahres 2019 geworden. „Losspielen will jeder – allein wegen des bildhübschen Materials kann jeder. Loskegeln kann auch jeder. Da fliegen die Fässer, da ist die Freude groß. Die Finessen lernt man hier quasi Knall auf Fall. Und wenn es mal danebengeht, steigert das nicht den Frust, sondern nur noch den Ehrgeiz für eine weitere Partie. Wie das Autorenpaar Fort im ‚Tal der Wikinger‘ zugleich Geschick und taktisches Denken herausfordert, ist in seiner Mischung so einzig- wie neuartig“, lobten Marckwadt und Schlewinski das Sieger-Spiel, mit dem sich Forts, Eltern zweier Söhne, gegen 125 andere Spiele durchsetzten.

Beim Verlag freut man sich über die Auszeichnung für „das spannende Taktik- und Geschicklichkeitsspiel“, das „im wahrsten Sinne des Wortes mit allen Wassern gewaschen“ sei, weil „es … Kinder ab 6 Jahren zu einem abenteuerlichen Wikinger-Wettkampf – sowohl an Land als auch auf hoher See“ – einlade. Höhepunkte seinen die „3-D-Schiffe sowie der beeindruckende XXL-Spielplan“.

© HABA

Und der muss vorher auf dem Tisch zusammengepuzzelt werden. Dann wählen die zwei bis vier Spieler ihre Farbe (zur Auswahl stehen Blau, Gelb, Rot und Grün) und das dazu passende Schiff und legen es vor sich ab. Anschließend werden die gelben Chips vor das erste Feld des Stegs gelegt. Schiffe ohne Spieler werden mit jeweils einem Chip neben den Spielplan positioniert, wo auch die restlichen Goldmünzen, die Kugel und der Kugelschubser bereitsgelegt werden. Nur noch die acht Gewinnflaggen verdeckt mischen und eine zufällig ausgewählte Flagge offen in jede Aussparung auf den Spielplan legen sowie die vier Fässer beliebig in die markierten Löcher in der Mitte des Spielplans anordnen. Nun ist alles auf den Plätzen. Fertig.

Und los geht`s.

Wohl wahr das „je nachdem, welche Fässer … umfallen, … die Spieler ihre Wikinger auf dem Steg vorwärts“ rücken. Klug positionierte Wikinger erbeuten wertvolle Goldmünzen, aber wer Pech hat oder zu viel riskiert, plumpst mit seiner Spielfigur „ins Wasser“ und geht auch noch leer aus!

Am Ende und also nach einer Viertelstunde und ein wenig mehr ist derjenig der Gewinner, der – klaro – meiste Gold hat. Kapiert? Leicht, oder?!

Bibliographische Angaben

Wilfried und Marie Fort, Tal der Wikinger, Illustrator: Maximilian Meinzold, Redakteur: Annemarie Wolke, Anzahl der Spieler: 2 bis 4, Dauer des Spiels: 15 bis 20 Minuten, Inhalt des Spiels: ein großer Spielplan gepuzzelt aus 7 Teilen, 8 Gewinnflagen, 4 Wikingerchips. 1, Pappteil Kugelschuber, 4 Schiffe (aus je vier Pappteilen), 1 Kugel, 24 Goldmünzen, 4 Holzfässer und 1 Spielanleitung, Material: Pappe, Kunststoff, Holz, hergestellt in China, Verlag: HABA, Bad Rodach 2019, Nr. 304697, Preis: 19,95 EUR

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