Fetisch und Fantasie? Und Mode! – „Füssli“ im Kunsthaus Zürich

15
Johann Heinrich Füssli, Halbfigur einer Kurtisane mit Federbusch, Schleife und Schleier im Haar, um 1800 –1810, Kunsthaus Zürich, Gottfried Keller-Stiftung, Bundesamt für Kultur, Bern, 1934 © Kunsthaus Zürich

Zürich, Schweizer Eidgenossenschaft (Kulturexpresso). Wer kennt ihn nicht, den Johann Heinrich Füssli, der von 1741 bis 1825 lebte und „eigenwillige Kunst“ ins Werk und „zeitgenössische Frauendarstellungen, die er vor allem in Zeichnungen thematisierte“, in die Welt setzte?

In einer Pressemitteilung aus dem Kunsthaus Zürich vom 15.11.2022 wird darauf hingewiesen und auf deren Heimatseite kunsthaus.ch im Weltnetz weiter kundgetanu, daß das, „was dem Publikum damals jedoch weitgehend verborgen blieb, … seine private Beschäftigung mit zeitgenössischen Frauendarstellungen, die er vor allem in Zeichnungen thematisierte“, gewesen wäre.

Weiter heißt es: „Nirgends sonst hat sich Füssli derart intensiv mit der modernen Frau als Figur gesteigerter und beunruhigender Macht befasst: Wo man idealisierte Körper in anmutigen Posen erwarten würde, treten stattdessen dominante Frauen in raffinierten modischen Arrangements auf, deren Häupter von Frisuren der bizarrsten Art gekrönt werden.
Was aber hat es mit dieser ambivalenten Darstellung von ermächtigter Weiblichkeit auf sich? Durch die Zusammenführung von rund fünfzig dieser Studien bietet unsere Ausstellung eine noch nie dagewesene Gelegenheit, den Zeichner Füssli in seiner aufregendsten Form zu entdecken.“

Das wird wohl stimmen, will aber überprüft und also im Kunsthaus Zürich mit eigenen Augen gesehen werden und zwar vom 24.2.2023 bis 21.5.2023.

Anzeige

Vorheriger ArtikelJakob Hein und Kat Menschik lassen Pflanzen tanzen
Nächster ArtikelUtopie und Antikommunismus – Die Berliner Philharmoniker prüfen Identitäten – auch im Philharmonischen Diskurs mit Mithu Sanyal und Daniel Cohn-Bendit