Flop oder Jahrhundertfilm wie der Jahr­hun­dert­ro­man von Alfred Döblin? – „Berlin Alexanderplatz“ von Burhan Qurbanis bekommt auf der 70. Berlinale seine Weltpremiere

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Plakat zum Film "Berlin Alexanderplatz" der "frei nach dem Jahrhundertroman von Alfred Döblin" sei. © entertainmentOne

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Der Film „Berlin Alexanderplatz“ von Burhan Qurbanis bekommt im Wettbewerb und also in der Sektion der Berlinale, die am meisten Beachtung findet, seine Weltpremiere.

Die Geschichte ist nicht die vom Lohnarbeiter Franz Biberkopf, sondern „von Francis (Welket Bungué), der angeblich „auf der Flucht von Afrika nach Europa“ kenterte und „sich mit letzter Kraft an einen Strand der Mittelmeerküste“ rettete.

Dass der Geldgräber nicht Geldgräber genannt wird, das muss niemanden in dieser BRD, deren Grenzen schutzlos gestellt werden, wundern.

Schon jetzt deutet dieser Titel auf eine Anmaßung hin, die sich Carlo Chatrian, der als künstlerischer Leiter der Berlinale gilt, ganz offensichtlich gönnt. Wie gaga ist das denn?!

Francis schwöre laut Pressemitteilung der AIM-PR vom 29.1.2020 „dem lieben Gott, dass er von nun an ein guter, ein anständiger Mensch sein will. Bald führt Francis‘ Weg nach Berlin und jetzt ist es an ihm, seinen Schwur auch einzuhalten. Doch die Lebensumstände als staatenloser Flüchtling machen es ihm nicht einfach“, heißt es weiter und wieder wird ein Geldgräber nicht Geldgräber genannt. Weiter im Pressetext: „Das Schicksal wird ihn auf eine harte Probe stellen. Dann trifft er auf den zwielichtigen deutschen Drogendealer Reinhold (Albrecht Schuch) und die Leben der beiden Männer verbinden sich zu einer düsteren Schicksalsgemeinschaft.“

Deutsche Drogendealer mit Namen Reinhold? Das es sowas noch gibt. Die Drogenszene befindet sich in der Migrantenmetropole Berlin hauptsächlich in Händen von Ausländern, aber Filmemacher dürfen die Erkenntnisse von Polizei und Justiz, Politik und Presse gerne links liegen lassen und allen ein rechtes Schnäppchen schlagen.

Weiter im Pressetext: „Immer wieder versucht Reinhold, Francis für seine Zwecke einzuspannen, immer wieder widersteht er. Schließlich wird Francis von Reinhold verraten und verliert bei einem Unfall seinen linken Arm. Francis wird von Mieze (Jella Haase) aufgenommen und aus seiner Verzweiflung gerettet. Die beiden verlieben sich und werden ein Paar. Seine Geschichte könnte sich nun eigentlich gut ausgehen. Doch Francis kann der Anziehung von Reinhold nicht widerstehen…“

Was das mit dem Jahr­hun­dert­ro­man von Alfred Döblin zu tun hat? Uns wird hoffentlich nicht Hören und Sehen vergehen, damit wir berichten und kritisieren können.

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