Rot geworden. Rojo heißt der neue Film von Benjamin Naishtat bei Around the World in 14 films

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Nicht die Farbe Lila, sondern die Farbe rot. Auf spanisch 'rojo'. © Foto/BU: Andreas Hagemoser, 2016

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Wer in Spanien einschließlich der Balearen mal Hilfe braucht, dem können ein paar Worte einheimisch nicht schaden. Auf Mallorca gab es ja allein im Oktober mehrere Anlässe, bei denen Menschen geholfen werden musste. Am 9.10. kam für 13 von ihnen jede AYUDA zu spät, wie das auf spanisch heißt. Andere mützliche begriffe sind ‚caso de emergencia‘ (Notfall) und ‚La Cruz roja‘ – das Rote Kreuz. Steht die Farbe allein, sagt man Rojo. (Sprich: rrocho, dabei das ‚ch‘ wie in ‚auch‘, nicht wie in ‚ich‘, ‚euch‘, ‚röcheln‘ oder ’nicht‘.)

Der Pate Vincenzo Bugno erzählte vor dem Film, dass er den Regisseur schon vor Jahren traf, als sein Film „La Historia de Miedo“ – Geschichte der Angst – im Wettbewerb der Berlinale lief. Bugno ist der Chef des World Cinema Fund WCF.

Screening von Rojo bei Around the World in 14 films

Rojo läuft noch einmal heute, am Dienstag, den 27.11.2018 um 21.30 Uhr im Kino der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg im Bezirk Pankow.

Es ist nicht einer der „14 Filme“, sondern gehört in die Kategorie „WCF/ Argentinien“.

Inhalt sind Menschen, die nicht rot geworden sind, trotz ihres – kurz gesagt – unmoralischen Verhaltens.

Der Film spielt Ende 1975 kurz vor dem Putsch, als in Argentinien eine Diktatur begann; in der Provinz.

Die leise Subtilität Benjamin Naishtats, mit der er gleichzeitig aber den Finger in die Wunde des durch Doppelmoral Verdeckten legt, ist für ihn typisch, effektiv und grandios.

Wie immer bei 14 Films, so auch bei Rojo: Der Pate

Vincenzo Bugno vom Weltkinofond WCF ist von der Berlinale kaum zu trennen. Nicht nur gibt es während der Internationalen Filmfestspiele Berlin einen WCF-Tag, nein, Bugno moderiert auch bisweilen die Pressekonferenzen.

Bugno erinnerte sich an seinen ersten Einsendeschluss beim WCF. Damals wurden 160 Filme eingesandt. Fast ein Viertel, nämlich 35 Filme stammten aus Argentinien. Für ihn eine Beweis für die hohe Qualität und Produktivität des Filmlandes.

14films.de
Around the World in 14 films

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