Gasgeben mit 007 – Annotation zum Buch „Motorlegenden – James Bond“ von Siegfried Tesche

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"Motorlegenden - James Bond" von Siegfried Tesche. © Motorbuch-Verlag in Paul-Pietsch-Verlage

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Als Reminiszenz an längst vergangene Zeiten, schenkte uns der Motorbuch-Verlag, wo der Name noch Programm ist, ein formschönes Buch, das sehr Foto-lastig von 007 und seinen Autos zu berichten weiss.

Die Älteren von uns werden noch die Filmreihe um den smarten Agenten kennen, die früher ganze Schulklassen in die Kinos fegte. James Bond, alias 007, zeigte den Russen, wo es langging, nahm den Chinesen an die Kandare und machte sich über die Kantenkiefer der CIA lustig.

Selbstverständlich fuhr er liebend gern englische Autos. Sein Aston Martin in Goldfinger wurde von Kugeln durchsiebt und von Steinen zertrümmert, um am Film-Ende, wenn all die Bösen zur Strecke gebracht waren, knitterfrei und frisch wie Fisch James mit irgendeiner neuen Flamme in den Sonnenuntergang zu fahren. Das alles in einer Zeit, als dicke Autos toll waren und jeder Junge aus der Provinz ein Marlboro Mann sein wollte, in der rechten Hand einen Martina, geschüttelt, nicht gerührt, in der rechten Hand eine dieser steilen Blondinen, mit denen der Spion seiner Majestät den Feierabend feierte.

Das Buch lädt uns ein, mal wieder unbeschwertes Kind zu sein und das Pedal ganz tief durchzudrücken, ohne Angst zu haben, dass Annalena Baerbock aus den Büschen springt. Oder noch viel schlimmer, Bundesautobahnfritze Scheurer uns auf dem Schoß sitzt.

Bibliographische Angaben

Siegfried Tesche, Motorlegenden – James Bond, 240 Seiten, 180 Abbildungen, Format: 170 mm x 22 mm, Verlag: Motorbuch-Verlag in Paul-Pietsch-Verlage, Stuttgart, 2.2021, ISBN: 978-3-613-04261-2, Preis: 29,90 EUR (Deutschland)

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