Guter Lansdale-Thriller verlegt in Sachsen – Annotation zum Thriller „Moon Lake – Eine verlorene Stadt“

"Moon Lake", ein Thriller von Joe. R. Lansdale. © Festa

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Auch wenn das Cover eher an Schmuddelhefte aus den siebziger Jahren erinnert, ist Moon Lake vom Altmeister Lansdale ein lesenswerter Krimi. Zumal die Hauptfiguren, allesamt Texaner, recht symphytisch rüberkommen, soll heißen frei von jedem rassistischem Scheiss.

In einer Kleinstadt regieren böse Menschen und stellen schlimme Dinge an. Der Held von außerhalb verliebt sich in eine farbige Polizistin und rettet vermutlich die Welt.

So öde klingt der Plot, doch Lansdale wäre nicht J.R.L., würde er aus diesen groben Zutaten keine besondere Geschichte basteln.

Ich garantiere Spannung, es ist eine dieser Schwarten, die man nachts um 4 zu Ende liest. Die Übersetzung hapert manchmal arg und extra für notorische Krimileser sind ein paar überflüssige Klischese eingebaut. Insgesamt aber für einen Krimi 4 von 5 Points.

Der Nachgeschmack ist auch nicht schal, also ab in die Buchläden mit euch!

Bibliographische Angaben

Joe R. Lansdale, Moon Lake – Eine verlorene Stadt, Thriller, 464 Seiten, Sprache: Deutsch, Übersetzer aus dem Englischn: Patrick Baumann, Verlag: Festa, Leipzig, 1. Auflage 27.9.2022, 464 Seiten, ISBN: 978-3-9867-6031-1, Leipzig, 26,99 EUR (Deutschland), auch als E-Buch erhältlich für 5,99 EUR

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