In der Reihe „Belanglose Filmpreise“ hier und heute: Lola Langweilig

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Schlussbild mit allen Gewinnern bei der Verleihung der Lola - Deutscher Filmpreis 2018 im Palais am Funkturm in Berlin am 27.4.2018. © Eventpress Fuhr, Deutsche Filmakademie e.V.

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Nichts ist langweiliger als Schnee von gestern und dafür gab es heute Preise, Lola genannt. Vor über 2.000 Gästen in einer der Hallen der Messe Berlin wurde heute die 68. Verleihung des Deutschen Filmpreises gefeiert.

Zum 14. Mal stimmten Mitglieder der Deutschen Filmakademie über die Gewinner ab. Von über 1900 Mitgliedern ist die Rede. Tanzende Präsidentin der Veranstaltung ist Iris Berben und der Tanzbär-Moderator der Gala im Palais unterm Funkturm, auf der Lolas in 16 Kategorien vergeben wurden, war Edin Hasanovic.

Die Kategorien reichen von Bester Spielfilm, Bester Dokumentarfilm und Bester Kinderfilm über Bestes Drehbuch und Beste Regie bis zur Besten Kamera/Bildgestaltung und Besten Schnitt. Irgendwo sind auch Beste Schauspieler in Haupt- und Nebenrollen in zwei Geschlechtern (also männlich und weiblich) dran. Merken kann sich den Mist und Murks kaum einer der geladenen Gäste.

Neben Berben und Hasanovic sprach vor allem auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

Preise gingen an den Spielfilm „Drei Tage in Quiberon“ von Karsten Stöter, die Doku „Beuys“ von Thomas Kufus und den Kinderfilm „Amelie rennt“.

Fatih Akin und Hark Bohm wurden für das Drehbuch zum Film „Aus dem Nichts“ geehrt und Emily Atef für die Regie zu „Drei Tage in Quiberon“. Für diesen Film räumten Marie Bäumer als beste Hauptdarstellerin und Birgit Minichmayr als beste Nebenrollendarstellerin sowie Robert Gwisdek als bester Nebendarsteller, Thomas W. Kiennast als bester Kameramann sowie Christoph M. Kaiser und Julian Maas als beste Filmmusiker Preise ab. Das Romy-Schneider-Gedächtnis-Drama war zudem in ein, zwei weiteren Kategorien nominiert.

Besucherstärkster Film ist dieser aber genau so wenig wie weitere nominierte wie „Aus dem Nichts“, „Der Hauptmann“, „Western“, „Das Kongo-Tribunal“, „In den Gängen“ oder „Manifesto“. Diese Lola gab es für „Fack Ju Göthe 3“. Shit happens andauernd und zu dem Shit gehört dieser Lola-Scheiß.

Wieso, weshalb und warum … Das fragen wir uns auch, doch die Fragen gehen weiter, denn Fragesteller stoßen auf mangelnde Offenheit beim Deutschen Filmpreis. Da waren die Laudatoren leider viel gesprächiger, obwohl sie von den knapp 3 Millionen Euro Preisgeldern der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien keinen Cent kriegen.

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