„Mitternacht … in der alten Druckerei“ – Zum Spiel „Spukstaben“ von Moritz Dressler

"Spukstaben" von Moritz Dressler.© NSV

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die Nürnberger-Spielkarten-Verlag GmbH (NSV) bietet seit mit „Spukstaben“ ein neues Spiel von Autor Moritz Dressler. Dressler haute nicht nur „Liniell“ (2018) und „13 Schafe“ bei „Print & Play“ raus, sondern ballert beim NSV statt Einzelschuss nun Streufeuer. 2020 kamen von ihm „Volle Weide“, „Hamstern“, „Honeymoon“, „Wolle“ und „Spukstaben“.

Während letztgenannte Spieler für Spieler ab acht Jahren gedacht war, legt Dressler mit „Spukstaben“ noch zwei Jahre drauf. Auch die Spielzeit betrage nicht mehr nur eine Hand voll Minuten, also fünf, sondern 20.

Das Spiel „Spukstaben“ von Moritz Dressler. © NSV

Als Erzählung zum Spiel wird eingangs mitgeteilt, das es „Mitternacht“ sei „in der alten Druckerei und die kleinen Geister … wieder da“ seien, „um euch die Druckbuchstaben zu klauen – solche ‚Spukstaben‘! Nur gemeinsam könnt ihr sie aufhalten, indem ihr sie treffsicher mit Wörtern erschreckt. Aber Achtung, die Zeit ist knapp!“ Wie knapp: Das zeigt die Eieruhr an, in welcher der Sand rieselt. Dem Buchstabensalat scheinen keine Grenzen gesetzt, denn in „jeder Runde“ kämen „neue Spukstaben dazu“. Allerdings seien „kreative Wortschöpfungen sind nicht der Schlüssel zum Erfolg“, sondern die Zusammenarbeit „als Team“ sei „wichtiger“. Und: „Jedes Wort zählt! Schafft ihr es gemeinsam die ‚Spukstaben‘ bis zum Morgengrauen aufzuhalten?“

Im Spiel „wandern“ die Spukstabengeister“ beziehungsweise die Buchstabenkarten auf dem Spieltisch von links nach rechts. Die Startaufstellung ist einfach bei diesem kooperativen Spiel, bei dem nur Wörter in Einzahl erlaubt sind, aber nicht in Mehrzahl. Eigennamen oder Phantasienamen sind nicht erlaubt. Doppelte Wörter sind nicht erlaubt. Ein Wort darf maximal zehn Buchstaben lang sein. Die Worte sind auf einen Zettel einzutragen. Die Karten wandern immer nach rechts und links kommen neue Buchstaben hinzu. In der zehnten und letzten Runde kommen keine Karten mehr hinzu.

Einige Karten sind mit Eigenschaften, ja, mit Schikanen belegt. Wenn man die Bedingungen erfüllt, dann darf man einen kleinen weißen Stein auf der blauen Karte nach unten setzen, sonst nicht.

Wenn die ein bis vier Spieler das mit den „Spukstabengeistern“ nicht schaffen, dann fliegt hoffentlich die Eule der Minerva.

Bibliographische Angaben

Moritz Dressler (Autor), Spukstaben, Grafik: Christian Opperer, Redaktion: Steffen Benndorf, Alter der Spieler: ab 10 Jahren, Anzahl der Spieler: 1 bis 4, Dauer des Spiels: rund 20 Minuten, Inhalt: 55 Spukstabenkarten, 3 Raumkarten, 10 Spuksteine, 1 Sanduhr, 1 Spielblock, 4 Bleistifte, 1 Spielanleitung, Format: 124 mm Länger x 124 mm Breite x 55 mm Höhe, Verlag: NSV, Artikelnummer: 08519908001, Preis: 15,50 EUR (UVP)

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