Passend zur Pandemie: Kreuzfahrt hören statt reisen – The Cruise in acht Teilen

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"The Cruise - Auf See hört Dich niemand schreien!" © Universal Music

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Eine Kreuzfahrt auf einem Hochsee-Kreuzfahrten, das in mehr ein Hotel ist als ein Schiff beziehungsweise Mülldeponien und Vermüller von Meeren. Ja, Dreckschleudern sind sie auch, diese Hochsee-Hotels mit Schiffsschornstein.

Doch darum geht es nicht in dem achteiligen Hörspiel „The Cruise“, sondern über anderes Böses. Auf einer angeblich „romantischen Kreuzfahrt auf dem größten und luxuriösesten Kreuzfahrtschiff der Welt“ (Was soll daran romantisch sein?) verschwinden über Nacht mehr als 4.000 Passagiere spurlos von Bord. Und der Rest vom Schützenfest? Der, wenige Passagiere und der Erste Offizier, kommt weder in den Maschinenraum noch auf die Brücke. Schotten dicht. Dafür scheinen andere an Bord nicht ganz dicht. Beim WDR heißt es zum ersten Teil, dass „unerklärliche Todesfälle, mysteriöse Krankheiten und monströse Gefahren durch aztekische Krieger und wilde Tiere machen den Aufenthalt an Bord zum lebensgefährlichen Abenteuer“ machen würden. Wohl wahr.

Spätestens im zweiten Teil fragt man sich, wer am Ende der Reise auf der „Princess of Wales“ noch am Leben sein wird. Allerdings wird im Laufe der Seereise der Verantwortliche für die Bambule an Bord „enttarnt und gestellt, doch sein Spiel fängt jetzt erst richtig an. Selbst im Arrest verliert er nichts von seiner Macht – und behauptet, einen mächtigen Gegenspieler namens ‚Sam‘ zu haben, den ohnehin niemand stoppen könne.“

Edgar Linscheid und Stuart Kummer haben das Buch so famos geschrieben, Kummer führte übrigens auch die Regie, dass „die überlebenden Passagiere entdecken, dass keiner von ihnen zufällig an Bord ist, und sie „sich dunklen Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit stellen“ müssen. The Cruise ist ein echter Psycho-Hochsee-Krimi. „Mit jedem gelösten Rätsel taucht ein neues auf, hinter jeder beantworteten Frage steckt eine weitere“, heißt es dazu in einem weiteren WDR-Pressetext. Wahrlich, so kommt man auf acht Folgen mit jeweils fast 60 Minuten. Und die Frage, ob es Sam wirklich gibt, die wird auch geklärt, allerdings nicht an Bord, sondern auf einer Bohrinsel mit schrägen Vögeln.

Die Sprecher, die für dieses Hörspiel gefunden werden konnten, sind nicht nur hörenswert, sondern auch sehenswert. Tobias Meister, Lisa Werlinder, Gerrit Schmidt-Foß, Asad Schwarz, Hans Werner Olm, Ian Odle, Anna Fischer, Michael Schernthaner, Gregor Höppner, Daniel Wiemer, Ilona Otto, Fang Yu, Karoline Eichhorn, Volker Brandt, Yannik Reinhard, Jana Julie Kilka, Olaf Reichmann, Patrick Bach, Dörte Lyssewski, Jens Riewa, Finn Oleg Schlüter, Marcus Off, Jennifer Böttcher, Marie Bierstedt, Christoph Maria Herbst, Stefan Kaminski, Barbara Auer, Lutz Mackensy, Irina von Bentheim, Tayfun Bademsoy, Thomas Nero Wolff, Camilla Renschke, Nana Spier und Joachim Kerzel.

Man möchte meinen, Brad Pitt, Leonardo DiCaprio, Anne Hathaway, Will Smith, Kirsten Dunst, Al Pacino, Drew Barrymore, Kiefer Sutherland, Michael Douglas und viele andere“ mehr würden an Bord der „Princess of Wales“ sein!

Produziert wurden die Folgen von 2013 bis 2015 vom WDR und EinsLive.

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