Power to Pow-ric! Dieser Sommer begünstigt Straßenmusiker wie Padraig McLoughlin

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Straßenmusiker von den britischen Inseln in Berlin am Potsdamer Platz
Musiker Padraig McLoughlin fühlt sich wohl in Berlin. Er ist auch Singer-Songwriter. © 2018, Foto/BU : Andreas Hagemoser

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Seit April ist es in Deutschland warm oder sogar zu heiß. Der Rasen ist fast überall verbrannt. Wohl dem, der ihn nicht mähte. Je länger die Gräser, desto weniger schnell trocknet der Boden aus. Außerdem sparte man beim Mähen Energie; ihr „Verbrauch“ heizt das Klima ja nur noch weiter an. Aber man soll ja das Positive sehen. Das wäre? Es macht mehr Spaß Eis zu essen, die Sonnenkremhersteller feixen und es erklingt mehr Musik auf der Straße, zum Beispiel von Padraig McLoughlin.

Manche Straßenmusiker sind auch Singer-Songwriter: Padraig McLoughlin

Padraig McLoughlin hat ein Schild ist seinem Instrumentenkasten, der die Aussprache seines Namens verrät: Pau-Rick Mäck-Lock-lin = Paurick Mäck-Locklin. Er bietet in seinem Gitarrenkasten auch eine selbstgemachte CD an – mit vier Songs. „Viel Arbeit“, verrät er uns, bevor er sich wieder auf seine Musik konzentriert, die ihn alles andere um sich herum vergessen lässt.
Seine Musik ist mitreißend und wirklich gut. Ich hatte das Lied, das im Vorbeigehen am Potsdamer Platz meine Gehörgänge passierte, noch nie gehört.
Ich wartete das Liedende ab, applaudierte nicht aus Anstand und fragte dann – bei DEM Namen gleich auf englisch – ob er es selbst geschrieben habe. „Ja“. Ich hatte richtig vermutet. Bereits 4 Songs gebe es, sie seien auf der CD, aber auch online.

Padraig McLoughlin ist auf der Straße zu hören, im Netz und auf CD

Der junge Mann fährt zweigleisig, das ist mit ebenso sympathisch wie seine Musik oder sein gewinnendes, schüchtern-unschuldiges Lächeln, das unzensiert ehrlich aus dem Innern hervortritt.
Wer das Internet benutzen will oder Youtube, findet dort das meiste. Das teilt er mir gleich mit, als ich Näheres über die „Handmade“-CD wissen möchte. Ich bräuchte sie gar nicht unbedingt, hier fände ich im Netz das und das und jenes dort.

Selten, dass einem ein Kauf fast ausgeredet wird. Einer Enttäuschung der Art „aber das findet man ja fast alles online, habe ich festgestellt“, wird im Keim erstickt.

Padraig McLoughlin ist handfest, das verrät nicht nur sein Händedruck. Obwohl jung, hat er eine Visitenkarte. Sie ist auf Pappe gedruckt und nicht „virtuell“. Und auch seine erste CD kann man in die Hand oder mitnehmen.
Doch hat er keine Vorbehalte vor dem Weltnetz und ist unter www.soundcloud.com/padraigmcloughlin zu finden.

Die britischen Inseln exportieren …

Er stammt von der britischen Inseln und ist seit Anfang 2018 hier. Wie lange er noch bleiben wolle? „Bis Weihnachten wohl.“ Da hätte er einmal alle Jahreszeiten durch. In Berlin fühlt er sich wohl, seiner Musik tut das vielleicht auch gut.

Seine halb-zurückhaltend-introvertierte Art, die von der Anlage gar nicht so sehr zum Musizieren mit Hut passt, ist von Vorteil. Auch junge Geigenschüler stellen sich schon einmal mit ihrem Geigenkasten an die Ecke, ohne Eckensteher zu sein. Einmal den Mut fassen, dann geht‘s; und am Ende klimpert ein bisschen Hartes im Säckchen. Kultur versilbert, mühelose Mühe belohnt.

An der Friedrichstraße und am Potsdamer Platz, also an den (alten) Berührungspunkten Ost- und Westberliner Lebens gibt er seine Kunst zum Besten.

Die internationalen wie die deutschen Künstler profitierten vom guten Wetter 2018. Es gibt noch Positives im Leben!

Um einen anderen Songwriter und irische Musik geht es in diesem Artikel:

Temporäre Pubs im Admiralspalast und Deutschen Theater! „Urgemütliche Eckkneipen“ mit bester irischer Live-Musik – mit „Irish Celtic“ kommt ein hervorragendes Stepp-Ensemble nach München und Berlin

Um andere ausländische Songwriter in Berlin – wie Inger Nordvik – geht es hier.

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