Preise und Portraits in Dresden

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Hannah Altman aus "A permanent home in the mouth of the sun" (1. Preis) publicpreview. © Copyright Hannah Altman

Dresden, Deutschland (Kulturexpresso). In Dresden gib es am heutigen Abend eine Preisverleihung. Dazu heißt es in einer Museen-Dresden-Pressemitteilung vom 6.4.2022, daß „die Technischen Sammlungen Dresden … seit 2020 als Mitveranstalter im großen Ausstellungsraum und an verschiedenen Orten im Haus die Portraits-Jahresausstellung mit den vier ausgezeichneten Gewinnserien, darunter die Werke des diesjährigen Residenzpreisträgers, Svante Gullichsen (Finnland)“ zeigen würden.

Portraits gilt als „internationale Wettbewerb für Portraitfotografie“ und „das Thema der Ausschreibung lautete „Counterparts (Gegenüber)“. Dazu würden „29 Fotografinnen und Fotografen aus fünfzehn Ländern … ihre Beiträge“ präsentieren, die „von einer Fachjury aus Bewerbungen…, die aus über 50 Ländern übermittelt worden“ seien, ausgewählt wurden.

Weiter im Pressetext wird geschrieben, daß der Portraits-Preis „die bedeutendste internationale Ausstellung für Porträtfotografie in Deutschland“ sei.

Ferne heißt es: „Die PORTRAITS – Hellerau Photography Awards werden 2022 zum siebenten Mal verliehen. Der Wettbewerb wartet mit Preisgeldern von 10.000 EUR auf.

Die Preisverleihung findet am Donnerstag, dem 7. April, 19 Uhr statt und wird per Streaming auf www.portraits-hellerau.com übertragen.

Die Preisträger:

1. Preis (5.000 EUR)
Hannah Altman (USA)

2. Preis (2.000 EUR)
Alexander Komenda (Polen/Finnland)

3. Preis (1.000 EUR)
(Bekanntgabe am 7. April 2022 auf der Preisverleihung)

Residenzpreis
Svante Gullichsen (Finnland)

Jurybegründung für den 1. Preis:

Hannah Altman führt uns in eine Welt ein, die wir so kaum noch in Deutschland kennen und die uns daher heute zumeist diasporisch als “Gegenüber” begegnet. In einer selten so sinnlich und erfahrbar gezeigten Weise bringt uns die Künstlerin in inszenierten Porträts, Sinnbildern, Momenten und Ritualen eine jiddische Folklore nahe, die uralte und doch immer wiederkehrende Erfahrungen verarbeitet und zum Ausdruck bringt. Sie zeugen von Schmerz und Heilung, von Exil und Suche nach Heimat, von Verwandtschaft und Selbstfindung. Man spürt in den Bildern das Bedürfnis Altmans, etwas festzuhalten und es uns gleichzeitig auch mitzuteilen. In der Welt der Diaspora sind Wissen, Worte, Überlieferungen, traditionelle Handfertigkeiten und Kenntnisse unveräusserliche, stets relevante, praktische und nützlichste Besitzstände, die jede/r jederzeit bei sich trägt. Sie sind wie Samen in der Tasche, die Neuanfang, Nahrung und Halt versprechen. Und auch diese Aufnahmen Altmans sind eine solche Saat. Latent und doch greifbar zeigen sie auf eine fruchtbare Zukunft, die dabei von einer langen Geschichte zu erzählen wissen. Altmans Bilder überzeugen, weil sie den fotografischen Augenblick in einen erweiterten Zeitbegriff von gestern, heute und morgen zu übersetzen wissen, dabei aber nicht zeitlos werden, sondern eher eine dauerhafte Präsenz—a lasting presence—vermitteln können.

Daniel Blochwitz, Mitglied der PORTRAITS Jury 2022

Wie in den Vorjahren flankieren zudem kleinere Satellitenausstellungen die Hauptausstellung. Am 8. April um 17 Uhr folgt bereits die erste Eröffnung: Die PORTRAITS Finalistin 2022, Tori Ferenc, zeigt eine Einzelausstellung unter dem Titel „Motherland“ in der Galerie nEUROPA. Zwei Stunden später eröffnet HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste im Festspielhaus Hellerau die Residenzpreisausstellung mit Werken der aktuellen Residenzkünstlerin Natalia Kepesz (Polen) und Svante Gullichsen.

Ausführliche Informationen und Öffnungszeiten zu allen Ausstellungen sind jeweils aktuell auf www.portraits-hellerau.com
abrufbar.“

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