Ruhrtriennale – Ein Festival der Künste vom 14. August bis 25. September 2021

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Die Titelseite des Kataloges zur Ruhrtriennale 2021. © Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Das Programm der Ruhrtriennale steht. Das Festival der Künste 2021 soll am 14. August 2021 beginnen und am 25. September 2021 und also vor der Wahl zum nächsten Deutschen Bundestag, der im Berliner Reichstag veranstaltet wird, enden. Der Katalog ist schon da.

In einer Ruhrtriennale-Pressemitteilung vom 10.8.2021 heißt es, daß „zum Eröffnungswochenende am 14. und 15. August … das Konzert im Morgengrauen, eine Schauspiel- und Musiktheater-Premiere sowie vier installative Arbeiten“ zählen würden. Das Stück „Der Untergang des Hauses Usher“, eine Koproduktion der Ruhrtriennale mit dem Burgtheater Wien, werde von Barbara Frey nach Edgar Allan Poe gezeigt. Frey begrüßt auch im Name des Ruhrtriennale-Teams ihr „liebes Publikum“ im 236 Seiten umfassenden Katalog auf Seite 3 mit den Worten von Robert Walser. Und dann kommt Grütze über Musik und Mangel, Nichterkennen und Nichtwissen, Coronapandemie und so weiter. Bücher „stoned“ zu lesen, ist eine gute Empfehlung. Manche sollte Texte „stoned“ tippen.

Alleine das Geschmiere von der Coronapandemie dieser mutmaßlichen Coronalügnerin kann einem auf den Sack gehen. Zu Freys Usher-Untergang werde ich nicht hingehen. Das steht fest. Dieses Geschwätz und Geschmiere von einer „Coronapandemie“ ist unerträglich. Davon, daß Menschen-, Freiheits- und Bürgerrechte von Christen der CDU und CSU, Sozen der SPD und Linken, Besserverdienende der FDP und Olivgrüne der Bündnis 90/Die Grünen mit Füßen treten, muß berichtet werden, nicht von verlogenen Klageweibern.

Hebt die Künstler auf den Schild, die sowohl protestieren als auch wenigstens zu einer Subversiven Aktion (freue sich, wer`s kennt) willens und in der Lage sind. Dabei muß an das Verhältnis von Protest und Widerstand erinnert werden. Dazu ein Zitat der Journalistin Ulrike Meinhof: „Protest ist, wenn ich sage, das und das paßt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß das, was mir nicht paßt, nicht länger geschieht. Protest ist, wenn ich sage, ich mache nicht mehr mit. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß alle andern auch nicht mehr mitmachen.“

Alles andere ist in autoritären bis totalitären Zeiten, in denen man die Kräfte der Analität für die Subversionen gewinnen sollte, ein Katalog mit Kacke oder aber das Sich-selbst-ins-Programm-setzen und zwar an erster Stelle einer neuen Intendantin der Ruhrtriennale.

Richtig, ein „Morgenchor“ werde „das Publikum durch die blaue Stunde ins Tageslicht zu einem gemeinsamen Frühstück im Freien“ begleiten. Vielleicht reicht der gute Appetit bis zur „visuelle als auch musikalische Orgie“ des Musiktheaters „Bählamms Fest“, die am Sonntag, den 15. August 2021, in der Jahrhunderthalle Bochum veranstaltet werde.

Frey und Friends scheinen nur noch Orte der Begegnung in Bochum, Duisburg, Essen und Gladbeck zu kennen in Zeiten wachsender Entfremdung und Entrechtung.

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