Viele Musiker gehen online: Zum Beispiel Esther Filly mit Live-Konzert

0
204
Ankündigung des Online-Live-Konzertes am 21.3.2020. © 2020, Esther Filly

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die Wiener Philharmoniker tun es, die Berliner Philharmoniker und jetzt auch Esther Filly Ridstyle: Sie gehen ins Netz, online, weil niemand mehr ihre Konzerte – nein, nicht hören will, sondern nicht live besuchen darf. Dabei ist live die Krönung, ohne Konserve dazwischen, sei es nun analog (Schallplatte) oder digital (CD, MP3, Stream), sondern ganz direkt kommt der Sound an. Auch kann man sicher sein, dass kein Synthesizer oder eine sonstige Maschine die erste Geige spielt, das Cello oder den Kontrabass.

Doch leider kann die höchste Form von Klanggenuss im Konzert zur Zeit nicht erlebt werden. Denn diese ist verboten. Die Musiker in der Ferne könnte man abschirmen, besser als die Kasse bei DM. Das passiert mit dem Schlagzeug meist sowieso. Aber die Architekten der Säle, weder Hans Scharoun für die Berliner Philharmonie am Kemperplatz (1963) noch die vielen anderen Architekten durch die Jahrhunderte (man denke an das Konzerthaus am Gendarmenmarkt) waren auf diese noch nie dagewesene Situation vorbereitet: einen Abstand der Zuschauer und Zuhörer von anderthalb Metern voneinander.

Da reicht es nicht, in jeder Reihe drei Plätze freizulassen, denn man muss ja auch durch die Reihe hindurch. Und selbst wenn man am Anfang und Ende jeder Sitzreihe nur eine Karte verkaufte oder die Sitzplätze über die Reihen etwas versetzt, könnte irgendwo der Abstand unterschritten werden: im Fahrstuhl, am Eingang eines Blockes, an der Toilettentür.

Hält der Zustand an, brauchen wir eine neue Architektur. Fürs erste gibt es Livekonzerte im Internet. Esther Filly aus Oldenburg in Oldenburg wollte es ins Internet setzen, um die Leute aufzumuntern. Die Verbesserung der Laune liegt ihr sehr am Herzen. Doch technisch läuft es erst einmal, weil es einfacher ist, über die „sozialen Medien“, die jetzt „unsozial“ genannt werden dürfen (https://www.facebook.com/estherfilly). Lieder mit lächelndem Gesicht, halleluja und einer wundervollen Welt – von ihr und verschiedenen Interpreten. Auch andere, viele Musiker gehen online.

Suchen Sie (sich) einfach etwas nach Ihrem Gusto (aus).

Die Setlist und also die Stücke, die am Samstag, den 21. März 2020, gespielt werden:

  1. „What a wonderful world“ (Louis Armstrong)
  2. „You are there“ (Esther Filly Ridstyle)
  3. „I believe“ (Esther Filly Ridstyle)
  4. „Let the music play“ (Barry White)
  5. „Freaky“ (Esther Filly Ridstyle)
  6. „Let’s make love“ (Esther Filly Ridstyle)
  7. „Wish“ (Esther Filly Ridstyle)
  8. „Freak me“ (Esther Filly Ridstyle)
  9. „Ridstyle“ (Esther Filly Ridstyle)
  10. „Loveson“ (Esther Filly Ridstyle)
  11. „Smiling face“ (Esther Filly Ridstyle)
  12. „Hallelujah“ (Leonard Cohen)
  13. „Always on my mind“ (Elvis)
  14. „Es kann nur besser werden“ (Esther Filly Ridstyle)

Anzeige