
Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Jason Statham ist wieder auf der Leinwand zu sehen! Ab heute 26.3.’26. Er spielt einen Einsiedler – Eigenbrötler? – , der auf einer einsamen Insel wohnt. Der Traum vieler. Die Vorlage für klassische Witze und Karikaturen, auch farbiger von Mordillo. Eine Insel, Sandstrand, eine Palme, die nicht nur am Palmsonntag oder in der Palmwoche dasteht und im Meer drumherum vielleicht die Flosse eines Hais. Haie gibt es vor Schottland kaum, und wenn, dann wären sie weder in der Nordsee noch im freien Atlantik gut zu erkennen. Zu aufgewühlt das Wasser, zu veränderlich das Wetter. Hier stirbt man eher, weil ein Boot kentert als durch Haibiss. Der Hai-Hype war ja menschengemacht. Durch Spielfilme. In Schottland, außer vielleicht in Edinburgh im Botanischen Garten oder Zoo, gibt es im Freien keine klassischen Kokusnusspalmen. Und Selbstversorger ist Michael Mason (Jason St.) nicht, auch kein Schafhirt. Deshalb wird seine Ruhe wöchentlich gestört. Er ist allein dort, doch das stört ihn nicht. Ob er ein HANDY hat? Die Dinger sind gefährlich, können brennen, explodieren, jemanden ins Gefängnis bringen. Vielleicht heißen sie deshalb englisch cell-phone? „Shelter“ – jetzt bundesweit im Kino.
„Shelter“ spielt in Schottland. Ein bisschen Geographie
Wenn Erdkunde ihr Lieblingsfach war, wissen Sie das alles schon, was jetzt in diesem Absatz kommt. Wenn nicht: hier sind die Grundlagen (englisch Basics). Schottland bedeckt den Nordteil der Insel Großbritannien. Verwaltungstechnisch ist ein weitgehend autonomer Teil des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland, meist kurz, aber falsch „England“ genannt. Die britischen Inseln sind von links nach rechts (von West nach Ost) Irland und Großbritannien sowie viele kleinere. Ideal, um eine Flotte zu verstecken oder etwas anderes. „Shelter“ spielt u.a. auf den Äußeren Hebriden, einer schottischen Inselgruppe im Atlantik. Westlich vorgelagert. Auf unseren, meist genordeten Karten also ganz links, wenn man Schottland betrachtet.
Die „Inneren“ Hebriden heißen so, weil man vom schottischen Festland guckt, von den Highlands, wo die Highlander wohnen, oder den Lowlands weiter unten, wo Glasgow, die bevölkerungsreichste Stadt Schottlands (635.635 Einwohner), und Edinburgh = Dunedin, die Hauptstadt, liegen (die nur gut eine halbe Million Einwohner hat). In der schottischen Hauptstadt gibt’s Palmen. Der Royal Botanic Garden Edinburgh liegt nördlich des Stadtzentrums, westlich davon der Zoo und die „Gallery of Modern Arts“, das „Moma Schottlands“ sozusagen.
Glasgow ist nach London und Birmingham sogar die dritt-volkreichste Stadt Großbritanniens (nicht Englands!).
Die Äußeren Hebriden sind also von Schottland aus gesehen, was ja selbst nur ein Teil einer mittelgroßen Insel ist (nämlich Großbritannien, wie gesagt), weiter hinten draußen im Meer gelegen; und deswegen einsamer. Da kommt der Milchmann nur einmal die Woche und der Postmann klingelt nicht. Zumindest im Kino.
Das folgende verrät bereits Schnipsel der Handlung, vielleicht lesen Sie das erst, nachdem Sie den Actionfilm „Shelter“ im Kino gesehen haben. Das verlautbart nun die PR-Agentur, in der auch Agenten arbeiten,
über den Film „Shelter“
„In JASON STATHAM – SHELTER treffen mit Hauptdarsteller Jason Statham und Regisseur Ric Roman Waugh zwei Meister ihres Fachs aufeinander und garantieren knallharte Action, rasante Stunts sowie eine spannende und wendungsreiche Geschichte.“ Das ist richtig. „Dabei kann Actionstar Jason Statham („THE BEEKEEPER“, „CRANK“, „FAST & FURIOUS“, „THE TRANSPORTER“) auch seine einfühlsame Seite zeigen, als er sich eines jungen Mädchens annimmt.“ Ja, Statham kann auch anders als nur der abgebrühte Fahrer oder Schütze sein.
„Die bei den Dreharbeiten erst 12-jährige Bodhi Rae Breathnach („HAMNET“, „THE CAPTURE“) beweist hier ihr beeindruckendes schauspielerisches Potential.“ Kann man so sehen. Wer weiß, was kommt. „Gemeinsam treffen beide auf ihrer Flucht u.a. auf Schauspiellegende Bill Nighy („ALLES EINE FRAGE DER ZEIT“, „LIVING“), Naomie Ackie („MICKEY 17“, „BLINK TWICE“) und Daniel MAYS („THE THURSDAY MURDER CLUB“, „1917“).“ Das stimmt ja auch.
Abgesehen von der Aufzählung der Fakten wird Bill Nighy als Legende bezeichnet. Warum nicht. NIGHY war 2023 für seine Rolle in „LIVING“ – „Einmal wirklich leben“ aus dem Jahr ’22 für einen „Oscar“ nominiert. Dabei überspielt er geschickt die gutartige Erkrankung seiner Hand (Morbus DUPUYTREN), die auch fälschlicherweise als Wikingerkrankheit bekannt ist. NIGHYS ehemalige, langjährige Partnerin Diana Quick ist Schauspielerin (Die Brüder Karamasow (The Brothers Karamazov), Liebesfilm nach dem Roman von Dostojewski), deren Tochter MARY NIGHY auch. MARY ist auch Regisseurin. Ihr Debütspielfilm in diesem Beruf, der im Januar ’23 herauskam, heißt „Alice, Darling„. Mit dabei immerhin Anna Kendrick und Wunmi Mosaku.
„In „JASON STATHAM – SHELTER“ zeigt Regisseur Ric Roman Waugh („GREENLAND“ 1+2, „ANGEL HAS FALLEN“) einmal mehr sein Gespür für fulminante, actiongeladene Unterhaltung. Das Drehbuch stammt von Ward Parry, Kameramann Martin Ahlgren („GREENLAND 2„)“ liefert die „spektakulären Bilder.“ Ja; gern hätte man von der Insel, dem Wetter oder den Äußeren Hebriden mehr gesehen. Doch action bedeutet schnelle Schnitte.
Spoileralarm, wenn Sie jetzt weiterlesen, könnte es sein, dass Sie den Film weniger genießen werden – Jason allein zuhaus
Die Presseagentur vermerkt, dass „Michael Mason (Jason Statham), ein untergetauchter Elite-Agent, auf einer abgelegenen Insel“ Schottlands lebe. „Als er in einem schweren Sturm ein Mädchen (Bodhi Rae Breathnach) vor dem Ertrinken rettet, setzt er damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die sein Versteck enttarnen und ihn zurück in die Welt zwingen. Dort muss er nicht nur um das Überleben der Teenagerin kämpfen, sondern sich auch den Dämonen seiner Vergangenheit stellen …“
Ja, das stimmt, Jason Statham ist dort sowas von untergetaucht …
Wer nun unbedingt auch vor dem Kinobesuch noch bewegte Bilder sehen will, die sich erst durch den Langfilm wieder in die richtige Reihenfolge sortieren können, bitteschön. Wir sind kein Freund von solchen Trailer genannten (bedeutet eigentlich ‚Anhänger‘) Video-Vorankündigungen, Minifilmchen, die Appetit machen sollen und dabei absichtlich alles durcheinanderbringen. Aber hier gilt wie immer: Die Geschmäcker sind verschieden. Jeder Mensch ist anders.
Wer einen guten Actionfilm sehen möchte, ist jedenfalls bei „Shelter“ gut aufgehoben. Ab 26.3.’26 bundesweit im Kino.





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