Ausstellung im Kraszewski-Museum in Dresden – Schwarz-Weiß-Fo­to­gra­fien von jüdischen Friedhöfen in Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik in der Zeit von 2004 bis 2018

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Kraszewski-Museum in Desden.
Ein Blick aufs Kraszewski-Museum in Desden. © Museen der Stadt Dresden

Dresden, Deutschland (Kulturexpresso). In Dresden soll es bald eine Ausstellung geben, die sich mit Friedhöfen befasst, genauer gesagt: mit jüdischen Friedhöfen im mitteleuropäischen Kulturraum in der Zeit von 2004 bis 2018.

Für den 4. November 2018 ist die Vernissage im Kraszewski-Museum geplant. Das Kraszewski-Museum ist, soviel verrät der Name, ein Museum, in dem vor allem das Leben und Werk des polnischen Literaten Józef Ignacy Kraszewski präsentiert wird, aber auch immer wieder Ausstellungen, die mit der Kultur und Geschichte deutscher Länder und Polen zu tun hat.

Da passt die Ausstellung „Haus der Ewigkeit – jüdische Friedhöfe im mitteleuropäischen Kulturraum 2004-2018“, die vom 7. November 2018 bis zum 10. März 2019 laufen soll, hinein und zudem in den Rahmen der der 6. Polnisch-Deutschen Kulturtage Dresden.

Mit Pressemitteilung vom 26.10.2018 informieren die Museen der Stadt Dresden darüber, dass es in der Ausstellung um „eine Auseinandersetzung mit der jüdischen Alltagskultur im mitteleuropäischen Kulturraum: in Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik“ ginge. Nun, der mitteleuropische Kulturraum umfasst in erster Linie aktuelle oder ehemalige deutsche Lande. Dazu zählen auch die Vereinigten Niederlande, die Republik Österreich, auch die Schweizer Eidgenossenschaft und das nördliche Italien mit Südtirol und etwas, aber auch die heutige Slowakei und damit ist noch lange nicht Schluss.

Der Titel der Ausstellung sollte dringend geändert werden, damit die Macher der Ausstellung nicht ausgelacht werden. Hoffentlich stimmt wenigstens der Zeitrahmen von 2004 bis 2018, in dem angeblich „über 50 Orte von Marcel-Th. und Klaus Jacobs „bereist“ und fotografiert wurden. Sie sollen laut Veranstalter „ihre Eindrücke in schwarz-weißen Fotografien dokumentarisch“ festgehalten haben. Aha.

Weiter der Heimatseite des Museums heißt es noch, dass die Fotografen „aus mehreren Tausend Kleinbildnegativen eine Auswahl erstellt“ erstellten, „welche einen Eindruck der längst vergangenen Sepulkralkultur“ wiedergebe. Die Bilder würden mithilfe „kurzer Steckbriefe zu den besuchten Friedhöfen die örtlichen Gegebenheiten“ erläutern.

Daran, dass diese nicht bunten Bilder mit Steckbriefen einen „Rückblick auf die Geschichte der jeweiligen jüdischen Gemeinden und deren letzter Ruhestätten“ geben würden, glauben die Veranstalter offensichtlich und meinen, dass dadurch „das Ausmaß der Auslöschung jüdischen Lebens und Wirkens in allen drei Ländern deutlich“ werden.

Das Projekt sei eine „Zusammenarbeit mit HATIKVA – Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur Sachsen e.V., dem Museum der Stadt Breslau und dem Freundeskreis zum Erhalt der jüdischen Friedhöfe im mitteleuropäischen Kulturraum e.V. im Rahmen der kulturellen Aktivitäten rund um die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025“, verrät die Pressestelle der Museen der Stadt Dresden noch.

Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung, auf der Musik der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts von der griechisch-polnischen Sängerin Margarita Tsoukarelas aus Breslau mit Prof. Horst Singer am Klavier zu Gehör gebracht werde, sei frei.

Kraszewski-Museum

Nordstraße 28, 01099 Dresden

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