Mond

„Fly me to the Moon. 50 Jahre Mondlandung“ im Kunsthaus Zürich

Zürich, Schweiz (Kulturexpresso). Laut Pressemitteilung des Kunsthauses Zürich vom 7.1.2019 ist eine Ausstellung mit dem Titel „Fly me to the Moon. 50 Jahre Mondlandung“ geplant, die vom 5. April bis zum 30. Juni 2019 im Kunsthaus Zürich laufen soll.

Mit dabei: der Mond. Der Anlass: die Mondlandung vor 50 Jahren. Doch die Ausstellung soll „ein Streifzug durch die Geschichte künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Mond, ausgehend von der Romantik“ mit dem Schwerpunkt „in der Kunst der Gegenwart“, sein.

Auf rund 200 Exponate darf der Besucher gespannt sein.




„Der Grüffelo“ als Kinderoper von Iván Fischer im Berliner Konzerthaus

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Im Berliner Konzerthaus soll am Sonnabend, den 12. Januar 2019, 15.30 Uhr, Iván Fischers Kinderoper „Der Grüffelo“ aufgeführt werden, genauer: im Werner-Otto-Saal.

Wir sind gespannt, wie der Komponist Iván Fischer das beliebte Bilderbuch „Der Grüffelo“ zu seiner ersten Kinderoper verarbeitet hat und wir dürften nicht die einzigen sein.




Detective Inspector Lundy bittet David Hunter zur Wasserleiche nach Essex – „Totenfang“, ein Kriminalroman mir Romanze von Simon Beckett

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Seit 2006 der Thriller „Die Chemie des Todes“ von Simon Beckett als Buch erschien, ist der in Sheffiel lebende englische Journalist und Autor ein großer Berühmter und Hunter, sein Held, ein guter Bekannter.

Sind es die grausamen Details, die Rechtsmediziner Dr. David Hunter, beschreibt, oder ist es Beckett, der seine Leser an die Bücher der Hunter-Reihe fesselt, die weiter wachsen soll, oder was ist der Beweggrund dafür, dass die Hunter-Bücher über den Ladentisch zu gehen scheinen, wie warme Semmel?

Der Mensch scheint den Tod vor allem als Mord so faszinierend zu finden wie die Verwesung des Leichnams. Dass der vierte Band schlicht und ergreifend „Verwesung“ heißt, das wundert daher wenig. Wie auch in Band drei mit dem Titel „Leichenblässe“ bleibt Beckett einwörtig.

Kamen die ersten vier Band in Eile und also Schlag auf Schlag (Die Chemie des Todes 2006, Kalte Asche 2007, Leichblässe 2009 und Verwesung 2010), brauchte es für das fünfte Buch eine Weile. Ende 2016 war es aus sich der Hunter-Fans endlich soweit.

Der fünfte Band ist mit „Totenfang“ überschrieben und führt David Hunter „in die Backwaters, ein unwirtliches Mündungsgebiet in Essex, wo die Grenzen zwischen Land und Wasser verschwimmen. Aber die wahren Gefahren lauern nicht in der Tiefe, sondern dort, wo er sie am wenigsten erwartet“, wie es beim Rowohlt-Verlag heißt. Genau genommen bittet Detective Inspector Lundy Dr. David Hunter zur Wasserleiche nach Essex.

Beckett verheißt Spannung von Anfang, dieses Mal mit Wasserleichen. „Seit über einem Monat ist der 31-jährige Leo Villiers spurlos verschwunden. Als an einer Flussmündung zwischen Seetang und Schlamm eine stark verweste Männerleiche gefunden wird, geht die Polizei davon aus, Leo gefunden zu haben. Der Spross der einflussreichsten Familie der Gegend soll eine Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt haben, die ebenfalls als vermisst gilt: Leo steht im Verdacht, Emma Darby und schließlich sich selbst umgebracht zu haben. Doch David Hunter kommen Zweifel an der Identität des Toten. Denn tags darauf treibt ein einzelner Fuß im Wasser, und der gehört definitiv zu einer anderen Leiche.“

Darauf, dass Flüsse wie der Blackwater River auch Abflüsse sind, können sich die Mörder unter uns offensichtlich genau so wenig verlassen wie auf die gründliche Arbeit von Kadaver fressenden Fischen und was sonst noch so im Wasser sein Unwesen treiben, an Land kreucht und in der Luft fleucht.

Der Verlag fährt in seinem Waschzettel wie folgt fort: „Für die Zeit seines Aufenthalts kommt David Hunter in einem abgeschiedenen Bootshaus unter. Es gehört Andrew Trask, dessen Familie ihm mit unverholener Feindseligkeit begegnet. Aber sie scheinen nicht die einzigen im Ort zu sein, die etwas zu verbergen haben. Und noch ehe der forensische Anthropologe das Rätsel um den unbekannten Toten lösen kann, fordert die erbarmungslose Wasserlandschaft erneut ihren Tribut…“

Doch Simon wäre nicht Beckett, wenn er nur von Hunters Heldentaten und nicht auch von seinen Liebesabenteuern schreiben würde. In „Totenfang“ fischt der Autor auch in den Gewässern der Liebe und zieht die zwischen David und Rachel an Land.

Leichenbeschreibungen und Liebesgeschichten schmücken den guten alten englischen Kriminalroman. Und wie es bei Ich-Erzähler-Krimis und Romanen mit Romanzen so ist, der Held stirb trotz Todesangst nie.

Bibliographische Angaben

Simon Beckett, Totenfang, Thriller, 5. Band der Hunter-Reihe, Taschenbuch, aus dem Englischen von Sabine Längsfeld und Karen Witthuhn, Verlag: rororo, Rowohlt Verlagsgruppe, 1. Auflage, 21.09.2017, ISBN: 978-3-499-25505-2, , Preis: Taschenbuch 10,99 EUR (D) und Audiobuch 9,99 EUR

Das Buch kam auch als Hardcover beim Verlag Wunderlich, Rowohlt Verlagsgruppe, ISBN: 978-3-8052-5001-6, Preis: 22,95 EUR (D) und auch als Audiobuch für 9,99 EUR gekauft werden.




Wenn die Chemie nicht stimmt – Zum Thriller „Die Chemie des Todes“ von Simon Beckett

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Wenn die Chemie stimmt, dann haben sich zwei gesucht und gefunden. Ist das jedoch nicht der Fall, herrscht Disharmonie, passt etwas nicht. Wenn ein Mensch verwest, dann ist er schon eine Hand voll Minuten eine Leiche. Der Leichnam werde „zu einem gigantischen Festschmaus für andere Organismen“. Vor allem Bakterien und Pilze legen los, wie die Eisenbahn, und zersetzen komplexe organische Verbindungen. „Das Gewebe wird erst flüssig, dann gasförmig.“

Irgendwann legen auch Insekten los. „Fliegen. Aus den gelegten Eiern schlüpfen Larven, die sich an der nahreichen Substanz laben und dann abwandern. Die Larven verlassen die Leiche in Reih und Glied, in einer Schlangenlinie, die sich immer nach Süden bewegt. Niemand weiß warum. Mittlerweile sind die Proteine der Muskeln zerfallen und haben einen für die Vegetation tödlichen Chemiecocktail produziert. Durch die Larven, die durch das Gas krabbeln, entsteht so eine Nabelschnur des Todes, die sich zu ihrem Ausgangspunkt zurückspannt. Unter den entsprechenden Bedinungen, warm und trocken beispielsweise, ohne Regen, kann sie Meter lang werden. Eine dicke braune Schlangenlinie, die vor fetten gelben Larven zu pulsieren scheint. Ein sonderbarer Anblick, der jeden dazu veranlassen würde, dieses Phänomen zurück zu seinem Ursprung zu verfolgen. Und so entdecken die Yates-Brüder, was von Sally Palmer übrig geblieben war …“, lesen wir in „Die Chemie des Todes“ von Simon Beckett, aber hören Sie selbst den Buchtrailer.

Thrillig geht es los und weiter im ersten Band der David-Hunter-Reihe: „Die Tote war Schriftstellerin, eine Außenseiterin in Devonshire. Verdächtiger Nummer eins ist der schweigsame Fremde im Dorf, ein Dr. David Hunter. Doch es stellt sich heraus, dass er früher Englands berühmtester Rechtsmediziner war, und die Polizei bittet ihn um Unterstützung. Gerade 
als seine Analysen zeigen, dass die Ermordete vor ihrem Tod tagelang gefoltert wurde, verschwindet eine weitere junge Frau. Eine fieberhafte Suche beginnt. Gleichzeitig bricht im Dorf eine Hexenjagd los. Der Pfarrer, ein knöcherner Fanatiker, hetzt die Leute auf, und David ist Zielscheibe seiner Hasspredigten …“

Kriminalistischer Nervenkitzel bis zum Schluss und durch die gesamte Reihe. Mittlerweile gibt es fünf Bücher und Band sechs mit dem Titel „Die ewigen Toten“ soll im Februar 2019 folgen.

Die Reihe um den forensischen Anthropologen David Hunte des Journalisten und Schriftstellers Simon Beckett, der in Sheffield lebt, wird weltweit gelesen. „Die Chemie des Todes“, „Kalte Asche“, „Leichenblässe“, „Verwesung“ und „Totenfang“ waren allesamt Bestseller auch in deutschen Landen.

„Die Chemie des Todes“ kam 2006 unter dem Originaltitel „The Chemistry of Death“ heraus. Das Buch wurde aus dem Englischen ins Deutsche von Andree Hesse übersetzt. Im Rowohlt-Verlag erschien das Buch in seiner ersten Auflage als Hardcoer am 17. Februar 2006 und als Taschenbuch am 1. August 2007. Das Audiobuch, gelesen von Johannes Steck folgte am 31. März 2010.

Bibliographische Angaben

Simon Beckett, Die Chemie des Todes, 432 Seiten, Übersetzung: Andree Hesse, Verlag: rororo, ISBN 978-3-8052-0811-6, Preis: Taschenbuch und Audiobuch 9,99 EUR, Hardcover 19,90 EUR, auch im Verlag Wunderlich der Verlagsgruppe Rowohlt erschienen




Ein Blick auf das Gutshaus Steglitz in Berlin.

Das Gutshaus Steglitz in Berlin wird mit einer Rosa-Loy-Ausstellung neu eröffnet

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Am 17. Januar 2019 soll um 17 Uhr das Gutshaus Steglitz als neuer Kunstort für zeitgenössische Malerei neu eröffnet werden. Den Auftakt würden laut Pressemitteilung des Veranstalters vom 20.12.2018 „35 Arbeiten“ der Malerin Rosa Loy bilden.

Das Gutshaus Steglitz sei „auch bekannt als ‚Wrangelschlösschen'“ bekannt, heißt es weiter im Text, und würde „zu den raren erhaltenen Beispielen frühklassizistischer Architektur“ zählen, weswegen die „vier Ausstellungsräume in diesem bedeutenden Baudenkmal“ und nicht nur die Ausstellung einer Hauptvertreterin der Neuen Leipziger Schule eine Reise nach Berlin wert sein dürften.

Zum Gesamtwerk von Rosa Loy heißt es, dass ihre „Arbeiten … oft surreal“ anmuten würden. „Vielfältig sind die Quellen, aus denen sie schöpft. Eigene Erfahrungen, Wahrnehmungen und Phantasien ebenso wie Mythologien, Märchen und Legenden sowie nicht zuletzt die Kunstgeschichte mit ihrem visuellen Reichtum aus vielen Epochen bilden das Rohmaterial. Überblickt man Rosa Loys Œuvre, staunt man über die Fülle von Motiven, den unaufhörlich aus Erlebnissen und Eindrücken gespeisten Strom von Bildern und Bilddetails, häufig rätselhaft, dann wieder sofort zugänglich.“

Wenn das so ist, dann nichts wie hin ins

Gutshaus Steglitz

Schloßstraße 48, 12165 Berlin-Steglitz

Öffnungszeiten: von Montag bis Sonntag in der Zeit von 10 Uhr bis 18 Uhr.

Eintritt: frei




„Wenn das Bauhaus die Akademie der Moderne war, so war das Neue Frankfurt ihre Werkstatt“ – Zur Ausstellung „Moderne am Main 1919–1933“

Frankfurt am Main, Deutschland (Kulturexpresso). Am Freitag, den 18. Januar 2019, soll um 19 Uhr im Museum Angewandte Kunst die Ausstellung „Moderne am Main 1919-1933“ eröffnet werden.

In einer Pressemitteilung des Museums Angewandte Kunst vom 18.12.2018 heißt es dazu: „In den 1920er Jahren entwickelt sich Frankfurt am Main zu einem Zentrum der modernen Gestaltung. Unter dem Begriff „Neues Frankfurt“ wird ein politischer und gestalterischer Umbruch angeschoben, der sämtliche Lebensbereiche umfasst. Im Städte- und Wohnungsbau, in Produkt-, Raum- und Werbegestaltung, in Mode, Musik, Fotografie und Film werden neue Formen gesucht und gefunden – mit keinem geringeren Ziel, als eine neue urbane Gesellschaft zu formen. Die Ausstellung zeichnet anhand von mehr als 600 Objekten, Skizzen und Modellen, Fotografien, Filmen und Tonaufnahmen ein facettenreiches Bild vom Aufbruch in die Gestaltungsmoderne, der von Zukunftsoptimismus und Weltoffenheit geprägt war. Sie stellt bekannte und weniger bekannte Protagonistinnen und Protagonisten der Moderne am Main vor, macht mit den kreativen Netzwerken vertraut und zeigt Verbindungen und Unterschiede zum Bauhaus auf. Dabei wird klar:

Wenn das Bauhaus die Akademie der Moderne war, so war das Neue Frankfurt ihre Werkstatt.

Die Ausstellung, die vom 19. Januar bis 14. April 2019 geplant ist, sei „Teil einer gemeinsamen Initiative von drei Frankfurter Museen – dem Museum Angewandte Kunst, dem Deutschen Architekturmuseum und dem Historischen Museum Frankfurt – und dem neu gegründeten Forum Neues Frankfurt anlässlich des Bauhaus-Jubiläums 2019“.




Daniel Barenboim in der Staatsoper Unter den Linden.

Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker mit Daniel Barenboim als Dirigent und Klaviersolist auch im Kino

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die Welt der klassischen Musik muss zum Silvesterkonzert nicht nach Berlin, sie kann aufatmen, von Berlin aus wird das vielbeachtete Silvesterkonzert in Kinosäle zumindest auf diesem Kontinent ausgestrahlt.

Deswegen merken Sie sich Montag, den 31. Dezember 2018, ab 17 Uhr vor und gehen Sie zum Konzert ins Kino, wenn Sie das neue Jahr mit großer Musik und festlicher Stimmung begrüßen wollen.

Das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker findet in Berlin mit Daniel Barenboim als Dirigent und Klaviersolist statt. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr Mozarts Klavierkonzert Nr. 26, das als „Krönungskonzert“ berühmt wurde, und einige der bekanntesten Orchesterwerke von Maurice Ravel. Gipfelpunkt ist der Boléro – und damit ein Garant für einen schwungvollen, energiegeladenen Jahreswechsel.

Das Konzert wird in Kinos in der Bundesrepublik Deutschland, der Republik Österreich und der der Schweizer Eidgenossenschaft sowie in Finnland, dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland, Irland, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Schweden, Tschechien und Ungarn gezeigt.




Hollywood

„Werk ohne Autor“ für Golden Globe Awards 2019 nominiert

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Am 6. Dezember 2018 teilte 
der der Verband der Auslandspresse in Hollywood seine Nominierungen für die Golden Globe Awards 2019 mit.

Florian Henckel von Donnersmarcks „Werk ohne Autor“ ist in der Kategorie Best Foreign Language Film nominiert. Er geht auch für Deutschland ins Oscar-Nominierungsrennen.

Als bester Spielfilm wurden „Black Panther“, „Blackkklansman“, „Bohemian Rhapsody“, „If Beale Street Could Talk“ und „A Star Is Born“ nominiert.

„Crazy Rich Asians“, „The Favorite“, „Green Book“, „Mary Poppins Returns“ und „Vice“ sind als „Bestes Musical oder Komödie“ nominiert.

Um den Titel „Beste Schauspielerin Drama“ konkurrieren Lady Gaga („A Star Is Born“), Glenn Close („The Wife“), Nicole Kidman („The Destroyer“), Melissa McCarthy („Can You Ever Forgive Me“) sowie Rosamund Pike („A Private War“).

Bei „Beste Schauspielerin – Komödie oder Musical“ wird zwischen Emily Blunt („Mary Poppins Returns“), Olivia Colman („The Favourite“), Elsie Fisher („Eighth Grade“), Charlize Theron („Tully“) und Constance Wu („Crazy Rich Asians“) gewählt.

Die „Besten Nebendarsteller“ sind bei den Männern Mahershala Ali („Green Book“), Timothée Chalamet („Beautiful Boy“), Adam Driver („BlacKkKlansman“), Richard E. Grant („Can You Ever Forgive Me?“) und Sam Rockwell („Vice“), bei den Frauen Amy Adams („Vice“), Claire Foy („Aufbruch zum Mond“), Regina King („If Beale Street Could Talk“) Emma Stone und Rachel Weisz (jeweils für „The Favourite“).

Das „Beste Drehbuch“ wird es für den Filme „Roma“, „The Favourite“, „Vice“, „Green Bock“ oder „If Beale Street Could Talk“ geben.

Bei den Golden Globes werden auch Preise für TV-Produktionen vergeben. Deswegem darf auch Daniel Brühl für seine Rolle in der Krimiserie „The Alienist“ hoffen.




Christian Füller: Muss mein Kind aufs Gymnasium?

Pisaversteher Christian Füller plädiert für „Die gute Schule“ – Zum Buch „Muss mein Kind aufs Gymnasium?“

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Der 1963 in München geborene freie Journalist und Autor Christian Füller, der unter anderem für „Welt am Sonntag“, „Spiegel-Online“, „Neue Zürcher Zeitung“, „Frankfurter Allgemeine“, „Die Tageszeitung“, „Freitag“ und „Cicero“ schreibt, scheint reich an Erfahrungen und Erkenntnisse über Schulen in deutschen Landen. Das und noch viel mehr prädestiniert ihn, ein Buch mit dem Titel „Muss mein Kind aufs Gymnasium?“ zu schreiben.

Schließlich war der „Pisaversteher“ am Jack-Steinberger-Gymnasium in Bad Kissingen. Nach der Oberschule kamen noch Hochschulen hinzu. Die Schule des Lebens wollen wir auch nicht verschweigen.

In seinem neuen Buch „Muss mein Kind aufs Gymnasium?“, das am 1. Oktober 2018 im Dudenverlag erschien, präsentiert Füller sein Verständnis der deutschen Bildungspolitik und deren Folgen und erklärt in einem aktuellen sowie verständlichen formulierten Überblick die wichtigen Entwicklungen in der Bildungsbürgerlandschaft.

Füller schreibt: „Fast 200 Jahre nach der Einführung des Abiturs findet eine Revolution in den Bildungssystemen statt. Nur eine neue Oberschule mit gymnasialen und sanften Lernformen wird unsern Kindern gerecht.“

Angepriesen wurde dessen Buch von „Literaturtest“ am 14.8.2018 mit den Worten: „Seit dem vielzitierten Pisa-Schock wandelt sich die deutsche Bildungslandschaft radikal. Die Hauptschule stirbt, aber auch das Gymnasium gerät unter Druck, gerade durch das dilettantische Hin und Her beim „G8″, der verkürzten Lernzeit zum Abitur. Die elitäre Vorzeigeanstalt muss zugleich erleben, dass Schüler ihr Abitur lieber auf eine softe Art bekommen – in neuen integrativen Schulen. Angesichts des Abitur-Booms wird gern das Gespenst eines „Akademisierungswahns“ heraufbeschworen. Eltern werden verunsichert, was der richtige Pfad durchs Schullabyrinth sein kann – der ihrem Kind beste Chancen eröffnet, ihm aber auch guttut. Christian Füller plädiert für mehr Gelassenheit. Fundiert beschreibt er die Entwicklung hin zu neuen, auch digitalen Schul- und Lernformen. Die Entwicklung verläuft nicht reibungslos, aber sie schafft vielversprechende Grundlagen für das Lernen im 21. Jahrhundert.“

Bibliographische Angaben

Christian Füller, Muss mein Kind aufs Gymnasium?, Bildungserfolg ohne Druck, 240 Seiten, Format: 12,5 x 20,0 cm, Hardcover, Verlag: Duden, 1. Auflage 2018, ISBN: 978-3-411-74222-6, Preis: 18 EUR (D), 18,50 EUR (A)




Zur Ausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“ im Städelmuseum

Frankfurt am Main, Deutschland (Weltexpress). Seit dem 26. September 2018 zeigt das Städelmuseum in Frankfurt am Main die Sonderausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“. Über 100 Werke des 1906 in Fünfkirchen (ungarisch Pécs) geborenen und 1997 in Paris gestorbenen Vasarely werden in der Retrospektive des Erfinder der Op-Art der 1960er Jahre präsentiert.

Die Ausstellung wird übrigens über zwei Stockwerke gezeigt und läuft rückwärts, behandelt also die Entstehung und Entwicklung Vasarelys Werk entlang einer rückläufigen Chronologie.

Das Œuvre des Künstlers, des Malers und Grafikers wie unschwer zu erkennen ist, erstreckt sich allerdings über weit mehr als eine halbes Jahrhundert und bediene sich laut einer Pressemitteilung des Städelmuseums aus dem Jahr 2018 „unterschiedlichster Stile und Einflüsse. Die Entwicklung des Jahrhundertkünstlers wird mit zentralen Arbeiten aller Werkphasen nachgezeichnet. Der oftmals auf seine Op-Art reduzierte Künstler verbindet die Kunst der frühen Moderne Ost- und Mitteleuropas mit den Avantgarden der Swinging Sixties in Europa und Amerika. Er bediente sich Zeit seines Lebens klassischer Medien und Genres und integrierte in den 1950er-Jahren das Multiple, die Massenproduktion und die Architektur in sein weitverzweigtes Werk. Zugleich blickt die Ausstellung mit Arbeiten wie Hommage au carré (1929) oder figurativen Malereien wie Autoportrait (1944) zurück zu Vasarelys künstlerischen Anfängen.“

Vor und zurück, hin und her, schön und schräg, psychedelisch und populistisch. Wie auch immer man diese Kunst der Moderne auch betrachtet, er ist ein bekannter und bedeutender Künstler gewesen, der in weitere Felder des kulturellen Überbaus der kapitalistischen Gesellschaft vordringen konnte. 1972 entwickelte er beispielsweise ein neues Rauten-Logo im Stil des Op-Art für den Autobauer Renault.

Fahren Sie also standesgemäß mit einem Renault zum Städelmuseum nach Frankfurt an den Main oder besser gleich zu einem Vasarely-Museum wie dem in Aix-en-Provence, Budapest, New York oder dem im Geburtshaus des Künstlers in Pécs. Und denken sie daran, dass heute „jeder Kritz und jeder Kratz … zum Kunstwerk im Namen des heiligen Subjektivismus erklärt werden“ kann, wie Vasarely meinte.

Wer es in die Ausstellung im Städelmuseum, die noch bis zum 13. Januar 2019 laufen soll, nicht schafft, der reise anschließend an die Seine, denn die in enger Kooperation mit dem Pariser Centre Pompidou entwickelte Frankfurter Ausstellung wird direkt im Anschluss in Paris als „Vasarely, le partage des formes“ eröffnen werden.