Genieße den Tag und spiele „Carpe Diem“ von Stefan Feld

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Das Spiel „Carpe Diem“ von Stefan Feld aus dem Ravensburger Spieleverlag und von Alea ist neu und schon in aller Gesellschaftsspiele-Spieler Munde.

Dieses Brett-, Bau-auf- und Legespiel, das seine Spieler zurück auf Los und also ins Jahr eins nach unserer Zeitrechnung in Rom katapultiert, wurde nämlich mit den Spielen „Detective“ von Ignacy Trzewiczek, Przemysław Rymer und Jakub Łapot und „Flügelschlag“ von Elizabeth Hargrave zum „Kennerspiel des Jahres 2019“ nominiert.

Schon die Nominierung kommt einem Ritterschlag gleich. Mehr als die drei Spiele wurden nicht benannt und also nicht namhaft gemacht.

In diesem starken Strategiespiel von Feld dürfen die Spieler die Rolle von Patriziern übernehmen, also jener Leute im alten Römischen Reich, die zur alteingesessenen Oberschicht gehörten.

Jeder Patrizier des Spiels „Carpe Diem“ muss versuchen, „ein einträgliches Stadtviertel aufzubauen, um bei den Wertungen möglichst viele Siegpunkte zu erzielen“. Dass der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt, das muss nicht noch erwähnt werden, oder? Dazu muss auf schlaue Art und neuartiger Weise Plättchen um Plättchen einsammeln und so ein immer umfangreicheres und besser funktionierendes Stadtviertel schaffen.

Kräutergärten muss man anlegen und Teich voller Fisch, prunkvolle Villen errichten und allerlei Unterkünfte fürs Fußvolk. Dafür will der Tag genutzt und nicht genossen werden. Doch als Aufgabe ist das abwechslungsreich und von hohem Spielreiz.

Bibliographische Angaben

Stefan Feld, Carpe Diem, Brettspiel, Strategiespiel, Anzahl der Spieler: 2 bis 4, Alter der Spieler: ab 10 Jahre, Dauer des Spiels: 45 bis 75 Minuten, Format des Kartons: 22 x 31 x 7 cm, Inhalt: 1 Spielplan, 13 Stanztafeln, 1 Abpackung Holz, 150 Spielkarten, Verlag; Alea und Ravensburger, EAN: 4005556269198, Preis: 36,99 EUR




Oper für alle in München oder „Salome“ von Richard Straus auf dem Max-Joseph-Platz

München, Deutschland (Kulturexpresso). Kürzlich wurde der Bebelplatz wurde zur Piazza Opera, denn es war wieder Staatsoper für alle angesagt und viele kamen.

Manche kamen mit Schirm und Charme, doch der Regen fiel ins Wasser. Tropenhitze zu Richard Wagners „Tristan und Isolde“  in der Hauptstadt.

Gefördert wurde die Berliner Veranstaltung erneut von BMW, die auch für Oper für alle in München Geld geben. Im Rahmen der Münchner Opernfestspiele soll am 6. Juli 2019 die Oper „Salome“ von Richard Strauss ab 20 Uhr direkt auf dem Max-Joseph-Platz übertragen werden.

In einer Pressemitteilung der BMW-Gruppe (19.6.2019) heißt es dazu, dass Generalmusikdirektor „Kirill Petrenko … die musikalische Leitung des Musikdramas, das auf der gleichnamigen Dichtung von Oscar Wilde basiert“ übernehme. „Inszeniert wird die Oper von Krzysztof Warlikowski, die Titelrolle singt Marlis Petersen. Wolfgang Ablinger-Sperrhacke wirkt als Herodes, Herodias wird von Michaela Schuster dargestellt. Außerdem übernimmt Wolfgang Koch die Rolle des Jochanaan und Pavol Breslik den Part des Narraboth.“

Wer nicht vor Ort in München sein kann, der könnte die Inszenierung Livestream auf staatsoper.tv genießen.




„Werwörter“ oder Zauberwort gegen Werwölfe

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Nein, nicht Werwölfe, sondern Werwörter heißt das neue Spiel aus dem Ravensburger Spieleverlag, das für drei bis 10 Spieler ab 10 Jahren geeignet scheint und für den Ted Alspach als Autor verantwortlich zeichnet. Die Illustrationen stammen von Roland MacDonald.

Laut Spielidee habe „der Bürgermeister von Rabensborough … ein Zauberwort entdeckt, mit dessen Hilfe „die Dorfgemeinschaft, wenn sie „es errät“, „die Werwölfe ein für alle Mal aus ihrem Dorf vertreiben“.

Doch, oh weh, der Bürgermeister macht den Mund nicht auf. Er sei „verstummt“, könne „Fragen nach diesem Wort nur noch mit Hilfe seiner Antwort-Marker beantworten. Gut, dass es die Seherin gibt, die „das Zauberwort natürlich längst“ kenne, wie der Verlag in seiner Spielanleitung mitteilt. Sie ist nicht die einzige, „auch die Werwölfe kennen das gefürchtete Zauberwort und wollen seine Entdeckung um jeden Preis verhindern“.

Preis? Ravensburger gibt ihn mit 12,99 Euro an. Für ein wenig Pappe und zehn Minuten Spielspaß ist das nicht gerade wenig, doch für die Spielidee offensichtlich angemessen, denn das Spiel wurde mit zwei anderen zum Kritikerpreis des Spiel des Jahres 2019 nominiert.

Zehn Minuten? Laut Ravensburger habe „die Dorfgemeinschaft fünf Minuten Zeit, gemeinsam das Zauberwort zu raten“, in der Spielanleitung steht: „Ihr alle habt jetzt eine Minute Zeit, den Werwolf zu finden.“ Für Verwirrung sorgen vor allem die Werwölfe. Die Werwölfe „versuchen euch in die Irre zu führen“ heißt es weiter. Bürgermeister, Seherin, Dorfbewohnerin und Dorfbewohner sowie Werwölfe … insgesamt gibt es sieben verschiedene Rollen „und immer neue Begriffe“. Richtig, eine Wahrsagerin und zwei Freimaurer fehlen noch. Und? Die App!

Wenn man die anhört, dann muss man mindestens schmunzeln. Laut App, die einem alles sagt und durch das Spielgeschehen führt, habe man vier Minuten, um das Zauberwort zu erraten. Was sagt man dazu?

Und dann hat noch ein Werwolf 15 Sekunden, um die Seherin zu finden.

Immerhin soll „die kostenlose App … 10.000 Begriffe zum Raten und Mitfiebern“ liefern. Und am Ende gewinnen entweder die Dorfbewohner oder die Werwölfe. Ohne App kann man „Werwörter“ auch spielen, und das ist gut so, obwohl diese App sogar für Anfänger gut gemacht ist.

Das Wortratespiel mit geheimen Rollen ist pfiffig und flott. Je mehr Spieler, desto mehr Spaß. Drei Spieler sind deutlich zu wenig.

Bibliographische Angaben

Autor: Ted Alspach, Spiel: Werwörter, Anzahl der Spieler: 3 bis 10, Alter der Spieler: 10 bis 99, Dauer des Spiels: 10 Minuten, Illustration: Roland MaxDonald, Inhalt: 14 Rollenkarten, 48 Antwort-Marker, Format der Schachtel: 11 x 13 x 5 cm, hergestellt in der Tschechischen Republik, Ravensburger Spieleverlag, Ravensburg, 2019, EAN: 4005556260256, Preis: 12,99 EUR




„Buch und Baum“ – Die zweite Rügener Buchmesse steht bevor

Prora, Binz, Rügen, Deutschland (Kulturexpresso). Es gibt große Buchmessen wie die in Frankfurt am Main und Leipzig, es gibt aber auch viele kleine Buchmessen. Eine davon ist die in Prora auf Rügen.

Prora stehe „Pfingsten im Zeichen der Literatur“. Rund vier Dutzen Autoren und Verlage aus deutschen Landen hätten sich für den 8. und 9. Juni 2019 angekündigt. Dann soll die Veranstaltung „Buch und Baum“ zum zweiten Mal stattfinden.

Im Obergeschoss des Naturerbe Zentrums Rügen im Binzer Ortsteil Prora sollen und wollen sie ihre Werke zu präsentieren. Laut Pressemitteilung vom 18. Mai 2019 würden „an beiden Tagen … Lesungen und Schreibkurse“ stattfinden – „zum Beispiel mit Martina Rellin, der ehemaligen Chefredakteurin des Berliner Kulturmagazins ‚Das Magazin‘. Eine musikalische Lesung mit Musiker und Autor Tino Eisbrenner unter dem Titel ‚Das Lied vom Frieden‘ steht ebenfalls auf dem Programm“, das täglich um 10 Uhr beginne und bis in den Abend dauere.

Die beiden freien Autoren Dr. Frank Meierewert und Janet Lindemann zeichnen für die Organisation der Buchmesse federführend verantwortlich. Der Eintritt zu den angebotenen Lesungen und Kursen ist kostenfrei. Das komplette Programm finden Interessierte unter www.ruegen-buchmesse.de.




Die Nasenschilder der Warschauer Altstadt – Zeichen der Erinnerung und Zierrat

Dresden, Deutschland (Kulturexpresso). Seit dem 24.5.2019 ist im Kraszewski-Museum in Dresden die Sonderausstellung über die Warschauer Altstadt, genauer gesagt über ihr charakteristisches Kunsthandwerk, welches seit den 1950er Jahren die wieder aufgebauten Häuser der Warschauer Altstadt auszeichnet, zu sehen.

Die Rede ist von den sogenannten Nasenschilder. Dazu heißt es in einer Pressemitteilung der Museen Dresden vom 24.5.2019: „In Westeuropa kamen sie erstmals im 14. Jahrhundert auf, erreichten den Höhepunkt ihrer Popularität aber erst im 16. und 17. Jahrhundert. Auch in Warschau warben sie jahrhundertelang für Waren und Dienstleistungen. Dann jedoch kamen sie aus der Mode. Die letzten historischen Exemplare wurden bei den ersten Sanierungen der Altstadt im Jahr 1918 entfernt. Als beim Wiederaufbau Warschaus nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entschieden worden ist, die Altstadt einerseits als Wohnsiedlung, andererseits als Ort kulturellen Lebens zu rekonstruieren, entschloss man sich, visuell einheitliche Gewerbeflächen zu gestalten. In zwei Phasen – während des Wiederaufbaus in den 1950-er und 1960-er Jahren sowie in den frühen 1970-er Jahren – wurden dazu von renommierten Künstlern und Handwerkern neue Nasenschilder entworfen. Ihre Motive orientierten sich in der Tradition mittelalterlicher Gilden an den angebotenen Produkten, bezogen sich auf grafische Logos staatlicher Unternehmen oder auf alte Sagen und Legenden. Die meisten von ihnen sind heute noch erhalten. Durch ihre kreative Gestaltung und die ausgezeichnete handwerkliche Umsetzung ihrer filigranen schmiedeeisernen Details prägen sie das Bild der Warschauer Altstadt, die seit 1980 UNESCO-Weltkulturerbe ist.“

Die rekonstruierte Warschauer Altstadt sollten Besucher der polnischen Hauptstadt einmal gesehen haben, doch wer es nicht bis Warschau schafft, erreicht vielleicht wenigstens das Kraszewski-Museum, Nordstraße 28, 01099 Dresden, wo die Sonderausstellung noch bis zum 8.9.2019 immer mittwochs bis sonntags von 13 Uhr bis 18 Uhr gezeigt wird.

Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro, Gruppen (ab 10 Personen) 3 Euro, freitags ab 13 Uhr Eintritt frei




Das San Francisco Symphony Youth Orchestra in der Philharmonie Berlin

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Per Pressemitteilung vom 22.5.2019 teilt der Deutsche Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V. mit, dass am Samstag, den 29. Juni 2019, ab 20 Uhr, das San Francisco Symphony Youth Orchestra in der Philharmonie Berlin unter der Leitung von Christian Reif Werke von Detlev Glanert, Pjotr I. Tschaikowski und Gustav Mahler präsentieren werde.

Als Solistin trete „die renommierte Geigerin Nicola Benedetti auf, die „zur musikalischen Nachwuchselite“ der Vereinigten Staaten von Amerika „und zu einem der besten Jugendorchester der Welt: dem San Francisco Symphony Youth Orchestra“ gehöre. Außerdem sei Benedetti „nicht nur“ eine der „gefragtesten Interpreten ihrer jungen Generation…“, sondern sie engagiere sich „auch intensiv für die musikalische Nachwuchsförderung“.




Kirill Petrenko hat Pläne

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Dass „die Zeichen auf Neuanfang“ stehen, das teilten die Berliner Philharmoniker kürzlich mit.

Genau ab dem 23. August ist Kirill Petrenko offiziell Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, noch jedoch Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper.

In einer Pressekonferenz hat der am 11. Februar 1972 in Omsk geborene Petrenko und in einem musikalischen Elternhaus aufgewachsene Petrenko seine Pläne für die kommende Spielzeit vorgestellt.

Seinen Auftritt bei dieser Veranstaltung können Sie in diesem Video sehen und hören. Er spricht über Konzerteprogramme, Tourneen, Aufführungen und Projekte, die er realisieren will.

Und ansonsten noch etwas Geduld.




Restitution oder ein „Steinkreuz“ weniger – Deutsches Historisches Museum gibt Wappensäule vom Cape Cross an Namibia zurück

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die Wappensäule vom Cape Cross „wird voraussichtlich im August dieses Jahres nach Namibia zurückkehren“, heißt es in einer Pressemitteilung des Deutschen Historischen Museums (DHM) vom 17.5.2019. Zu dieser Entscheidung sei das Kuratorium des DHM in einer Sitzung am 16.5.2019 gekommen.

„Vorangegangen war der Entscheidung am 7. Juni 2018 das interdisziplinäre Symposium ‚Die Säule von Cape Cross – Koloniale Objekte und historische Gerechtigkeit‘, an der „mehr als 350 internationale und nationale Gäste“ teilgenommen haben sollen unter ihnen Politiker und Historiker, Botschafter und Juristen, Kuratoren und Philosophen „aus Deutschland, Österreich, Portugal, Botswana und Namibia“.

Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, erklärte laut DHM-Pressemitteilung, dass „die Rückgabe der Säule vom Cape Cross ein deutliches Signal“ sei, „dass wir uns zur Aufarbeitung unserer kolonialen Vergangenheit bekennen und gemeinsam mit den Herkunftsstaaten konstruktive Wege für ein respektvolles Miteinander suchen und finden.“

Von einem „blinden Fleck in unserer Erinnerungskultur“ ist zudem die Rede, vom Vergessen und Verdrängen.

Dass sich B.D. Guibeb, der Botschafter der Republik Namibia in Berlin ist, sich über „das Steinkreuz“ freue, das wird auch mitgeteilt.




Steve Coogan und John C. Reilly als Mr. Laurel und Mr. Hardy in „Stan & Ollie“

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Mr. Laurel und Mr. Hardy nannte Theo Lingen die in deutschen Landen als Dick und Doof bekannten Schauspieler, die eines der berühmtesten Film-Duos der Hollywood-Geschichte sind.

John C. Reilly links) und Steve Coogan (rechts) in „Stan & Ollie“. © SquareOne

Lingen moderierte die Fernsehreihe „Lachen Sie mit Stan und Ollie“, die 21 Spielfilme umfasste und vom 3. September 1975 bis 29. Dezember 1980 zunächst im Abendprogramm, ab 1978 im Nachmittagsprogramm des ZDF lief, wobei die Übersetzung, Walter Bluhm sprach Stan und Michael Habeck als Oliver sehr originalgetreu war.

Das komische anglo-amerikanische Duo drehte in der typischen Rollenverteilung zwischen dem „doofen“ Laurel und dem „dicken“ Hardy über hundert Kurz- und Spielfilme, darunter den Oscarprämierten Film „Der zermürbende Klaviertransport“ („The Music-Box“). In den 20er Jahren wurden ihre Filme auch im Deutschen Reich gezeigt. Vor allem für Slapstick genannten körperbezogenen, wortlosen Humor waren beide berühmt und beliebt. In der Stummfilmzeit ging es ohne Slapstick in der Tradition der Commedia dell’arte nicht anders. Der Wortwitz kam erst später auf.

John C. Reilly (rechts) und Steve Coogan (links) in „Stan & Ollie“. © SquareOne

Oliver Hardy war vor allem Schauspieler, aber Stan Laurel entwickelte viele Gags, schreib Drehbücher oder daran mit, führte oft Regie und arbeitete am Schnitt.

Neuerdings gibt es auch einen Film über das komische Pärchen Stan Laurel (gespielt von Steve Coogan) und Oliver Hardy (gespielt von John C. Reilly). Der Film zeigt die beiden auf einer Tournee kreuz und quer durch das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland. Anfangs herrscht tote Hose auf der Bühne und gähnende Leere und Langeweile im Zuschauerraum, doch dank ihres guten Gespürs für Land und Leute sowie ihres Könnens, sich auch immer wieder gemeinsam zum Lachen zu bringen, springt der Funke vom humorvollen Pärchen aufs zahlende Publikum überzuspringen. Und die beiden brauchen jedes Pfund.

Mit Melone und Mütze, Schabernack und Charme soowie der Brillanz ihrer Darbietungen bringen sie die Briten zur Begeisterung, gewinnen alte Fans zurück und neue. Die Tour endet in einem Erfolg. Doch die Geister ihrer Vergangenheit holen sie ein wie ihre Frauen. Sie stellen Stan und Ollies Freundschaft auf eine Bewährungsprobe…

John C. Reilly (rechts) und Steve Coogan (links) in „Stan & Ollie“. © SquareOne

Der Film ist eine herzliche, eine liebevolle Homage an Mr. Laurel und Mr. Hardy. Er bietet Einblicke in ihr Leben und Arbeiten, einen kleinen kritischen Blick hinter die Kulissen der Traumfabrik und Unterhaltungsindustrie und einen großen auf die Belastungen dieser Arbeit für Kopf und Körper, für Kreativität und Kollegen, die auch Freunde sind.

Beide Hauptdarsteller bringen Nachgeborenen Stan und Ollie ernsthaft und echt, urkomisch oberflächlich und immer auch traurig tiefgründig, also insgesamt äußerst authentisch rüber. So muss es gewesen sein, möchte man meinen.

Dafür gebührt Steve Coogan und John C. Reilly, aber auch allen am Film Beteiligten, vor allem Regisseur Jon S. Baird Dank.

Prädikat: Sehenswert!

Filmografische Angaben

  • Originaltitel: Stan & Ollie
  • Staat: Vereinigte Staaten von Amerika, Kanada, Vereinigte Staaten von Großbritannien und Nordirland
  • Jahr: 2018
  • Regie: Jon S. Baird
  • Drehbuch: Jeff Pope
  • Musik: Rolfe Kent
  • Darsteller: Steve Coogan, John C. Reilly,Nina Arianda,Shirley Henderson,Danny Huston,Rufus Jones
  • Laufzeit: 97 Minuten




Katzen stapeln oder Cat Stax spielen

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Wer schon immer einmal Katzen stapeln wollte, der kann das hier und heute ohne mit Krallen gekratzt zu werden. Dafür geben die Katzen aus Plaste und Elaste auch keinen Mucks, kein Miau.

Denn die kleinen Miezekätzchen stammen aus dem Spiel Cat Stax von Huch, das gewaltig an Dog Pile mit Doggystyle erinnern. Und richtig, Cat Stax ist auch von Bob Ferron. Statt einen Haufen Hunde aufs Spielfeld zu heben, sind es Katzen, die gestapelt werden müssen.

Im Grunde müssen bis zu ein Dutzend Katzen in verschiedenen Farben und Formen einfach nur geschickt angeordnet werden, um die Aufgaben der Karten zu lösen. Von den Karten gibt es 22 und weil beide Seiten mit einer
Obliegenheit bedruckt wurden, winken dem Spieler 44 Aufgaben, die er zu erledigen und lösen hat.

Inhalt des Spiels „Cat Stax“. © Huch

Der Spieler, manche mögen auch gemeinsam überlegen wollen oder müssen, dürfen dürfen sie, wie das zu schaffen ist, wird vor immer schwierigere Hürden mit seinem Katzenhaufen bewältigen Die Schwierigkeitsstufe Starter mag eingangs noch gut gehen, aber mit Advance und Expert wird das immer schwieriger. Wer den Master meister, der darf zufrieden sein.

Der in Günzburg ansässiger Verlag für Gesellschaftsspiele teilt zum Vorgänger von Dog Pile mit, dass „bei manchen Aufgaben … die Katzen teils stehend, teils auf der Seite liegend, teils kopfüber oder sogar zwischen andere Katzen geschichtet werden“ müssten. Das mit den zwei und drei Schichten ist also 3D in echt und fördert damit durchaus das dreidimensionale Denken. Bis zu fünf Ebenen sind möglich und das ist mitunter nicht ohne großes Überlegen zu schaffen.

Dass die Lösungen mitgegeben werden, das versteht sich von selbst, wobei es immer nur eine Lösung ist, die genannt wird, auch wenn mehr als eine Lösung möglich ist.

Das Spiel aus der Logicus-Reihe von Huch, das sich in einer handlichen Box für die Reise oder das Regal befindet, ist wirklich einfach (Aufgabe wählen, Katzen aussuchen, Aufgabe lösen) zu spielen, äußerst kurzweilig und Futter für die Klugen.

Bibliographische Angaben

Bob Ferron, Cat Stax, Illustrator: Brainwright, Huch, Sabine Kondirolli, Anzahl der Spieler: ab 1, Alter der Spieler: von 7 bis 99 Jahre, Format: 88 x 133 x 38 mm, Verlag: Huch, Vertrieb: Hutter Trade, Artikelnummer: 880413, EAN: 4260071880413