Zur Ausstellung „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“ im Deutschen Historischen Museum in Berlin

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Vom 27. März bis zum 18. Oktober 2020 soll im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin die Ausstellung „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“ gezeigt werden.

Dazu heißt es in einer DHM-Pressemitteilung vom 17.2.2020, dass „das 20. Jahrhundert … ohne Hannah Arendt gar nicht zu verstehen“ sei, was „der Schriftsteller Amos Elon“ gemeint habe. Wie auch immer, „immer“ solle „Hannah Arendt Stellung zu Ereignissen ihrer Zeit“ genommen und „maßgeblich zwei Begriffe“ geprägt haben: „totale Herrschaft“ und „Banalität des Bösen“.

Weiter im Pressetext: „In ihren Urteilen folgte die politische Theoretikerin keinem Programm und keiner Tradition. Eigensinnig, strittig und anregend äußerte sie sich über Totalitarismus, Antisemitismus, die Lage von Flüchtlingen, den Eichmann-Prozess, den Zionismus, das politische System und die Rassentrennung in den USA, die Studentenproteste und den Feminismus. Nichts davon ist heute abgeschlossen.“

Mehr als 300 Objekte auf 1.000 Qudratmeter Ausstellungsfläche, historische Filmaufnahmen mit Hannah Arendt sowie zahlreiche aktuelle Filminterviews würden der Frage „Was bedeutet Urteilen?“ nachgehen.

Und wir gehen hin, um im Magazin KULTUREXPRESSO zu berichten.




Sonderausstellung Frank Lippold.Die heimliche Perspektive in der Städtischen Galerie Dresden

Dresden, Deutschland (Kulturexpresso). Bereits vergangenen Freitagabend wurde in der Städtischen Galerie Dresden die Sonderausstellung „Frank Lippold – Die heimliche Perspektive“ eröffnet.

Frank Lippold, der 1970 in Greifswald geboren wurde, gehört laut Pressemitteilung der Museen der Stadt Dresden vom 7.2.2020 „zu der Künstlergeneration, die noch in der DDR sozialisiert“ wurde und „in der Umbruchzeit der 1990er Jahre an der HfBK Dresden studierte“.

Na ja, Lippold zog 1974 nach Dresden und lebte dort über Jahre, ja, Jahrzehnte, seit 2015 lebt er in Baden-Baden.

Weiter im Pressetext: „Seine künstlerische Position ist bestimmt von einem klassischen Bildbegriff und einer handwerklich soliden künstlerischen Ausbildung, jedoch auch von den Themen und Fragen der Moderne. Seit 1994 setzte sich Frank Lippold auf ganz besondere Weise mit der Technik des Holzschnitts auseinander. Ausgehend vom klassischen Druckverfahren entdeckte er die ästhetische Eigenwertigkeit der beschnitzten Druckplatten und begann, auf diesen mit Holzschnittwerkzeugen zu ‚zeichnen‘. Ausgehend von Architekturmotiven und Bildern der Landschaft entwickelte er Fragmentierungen sowie multiperspektivische und anamorphotische Abstraktionen und bezog mit farbigen Grundierungen seiner Bildträger die Malerei mit ein. Unsere Ausstellung zeigt den schrittweise aufeinander aufbauenden Weg des Künstlers zu seiner neuesten Werkgruppe mit eindrucksvollen, völlig gegenstandsfreien Motiven.“

Die Lippold-Ausstellung soll in Dresden noch bis zum 10. Mai 2020 zu sehen sein.




Das Jüdische Kinovarieté mit der sechsten Folge der Stummfilm-Konzertreihe Flimmerkammer und dem Jewish Chamber Orchestra Munich

München, Deutschland (Kulturexpresso). Das Jewish Chamber Orchestra Munich (JCOM) baut mit dem „Jüdischen Kinovarieté“ seine Stummfilm-Konzertreihe „Flimmerkammer“ aus.

Laut Pressemitteilung lasse das JCOM „die wilden Zwanzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts, als der deutsche Stummfilm seine Blütezeit erlebte, wiederaufleben. Kinofilme liefen damals in prächtigen Lichtspielhäusern, wo die Besucher von im mondänen Stil der Zeit gekleideten Einlasspersonal empfangen wurden.“

Weiter im Werbetext: „Am 11. Februar 2020 zeigen die Münchner Kammerspiele einen facettenreiche Programmabend. Zu historischen Wochenschau-Beiträgen aus München hat der aus Südtirol stammende junge Komponist Josef Piras eigens eine neue Musik geschrieben. Gezeigt wird auch ein Werbefilm für das Dresdner Modehaus Goldmann mit dem Titel ‚Wie fessele ich meinen Mann‘ (1972). Danach folgt ein Slapstick mit dem bekannten jüdischen Schauspieler Max Davidson. In »Call of the Cuckoo« (USA, 1927) ist er gemeinsam mit Stan Laurel und Oliver Hardy (‚Dick und Doof‘) zu erleben. Dominik Giesriegl, der unter anderem in München Filmkomposition bei Enjott Schneider und Gerd Baumann studierte, hat die turbulente Handlung neu vertont.

Zu Ernst Lubitschs fantastischem Film ‚Die Puppe‘ (1919) nach der von E.T.A. Hoffmann inspirierten Operette ‚La Poupée‘ von Edmond Audran spielt das JCOM avantgardistische Musik von Martin Smolka. Der tschechische Komponist schrieb sein Stück ‚Der Puppenkavalier‘ 2010 im Auftrag des Nürnberger Ensemble Kontraste. Zwischen den Filmen werden in den Kammerspielen – wie früher in den Goldenen Zwanzigern – live Varieté-Nummern geboten.“

Flimmerkammer #6 Jüdische Kinovarieté
Kammer 1, Münchner Kammerspiele, 11. Februar 2020, 20.30 Uhr




Wer bekommt die begehrten Goldjungen? – Die Nominierten für den Oscar 2020

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Heute Nacht werdenwieder Oskar genannte Goldjungen in Los Angeles, VSA, vergeben. KULTUREXPRESSO präsentiert die Nominierten:

Bester Film

  • „Le Mans 66 – Gegen jede Chance“
  • „The Irishman“
  • „Jojo Rabbit“
  • „Joker“
  • „Little Women“
  • „Marriage Story“
  • „1917“
  • „Once Upon A Time In Hollywood“
  • „Parasite“

Beste Hauptdarstellerin

  • Cynthia Erivo („Harriet“)
  • Scarlett Johansson („Marriage Story“)
  • Saoirse Ronan („Little Women“)
  • Charlize Theron („Bombshell – Das Ende des Schweigens“)
  • Renée Zellweger („Judy“)

Bester Hauptdarsteller

  • Antonio Banderas („Leid und Herrlichkeit“)
  • Leonardo DiCaprio („Once Upon A Time In Hollywood“)
  • Adam Driver („Marriage Story“)
  • Joaquin Phoenix („Joker“)
  • Jonathan Pryce („Die zwei Päpste“)

Beste Nebendarstellerin

  • Kathy Bates („Der Fall Richard Jewell“)
  • Laura Dern („Marriage Story“)
  • Scarlett Johansson („Jojo Rabbit“)
  • Florence Pugh („Little Women“)
  • Margot Robbie („Bombshell – Das Ende des Schweigens“)

Bester Nebendarsteller

  • Tom Hanks („Der wunderbare Mr. Rogers“)
  • Anthony Hopkins („Die zwei Päpste“)
  • Al Pacino („The Irishman“)
  • Joe Pesci („The Irishman“)
  • Brad Pitt („Once Upon A Time In Hollywood“)

Beste Regie

  • „The Irishman“ Martin Scorsese
  • „Joker“ Todd Phillips
  • „1917“ Sam Mendes
  • „Once Upon A Time In Hollywood“ Quentin Tarantino
  • „Parasite“ Bong Joon Ho

Beste Kamera

  • „The Irishman“ Rodrigo Prieto
  • „Joker“ Lawrence Sher
  • „Der Leuchtturm“ Jarin Blaschke
  • „1917“ Roger Deakins
  • „Once Upon A Time In Hollywood“ Robert Richardson

Bester Kurzfilm

  • „Brotherhood“ Meryam Joobeur und Maria Gracia Turgeon
  • „Nefta Football Club“ Yves Piat und Damien Megherbi
  • „The Neighbors‘ Window“ Marshall Curry
  • „Saria“ Bryan Buckley und Matt Lefebvre
  • „A Sister“ Delphine Girard

Bester Animationsfilm

  • „Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt“ Dean DeBlois, Bradford Lewis und Bonnie Arnold
  • „I Lost My Body“ Jérémy Clapin und Marc du Pontavice
  • „Klaus“ Sergio Pablos, Jinko Gotoh und Marisa Román
  • „Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer“ Chris Butler, Arianne Sutner und Travis Knight
  • „Toy Story 4: Alles hört auf kein Kommando“ Josh Cooley, Mark Nielsen und Jonas Rivera

Bester animierter Kurzfilm

  • „Dcera (Tochter)“ Daria Kashcheeva
  • „Hair Love“ Matthew A. Cherry und Karen Rupert Toliver
  • „Kitbull“ Rosana Sullivan und Kathryn Hendrickson
  • „Mémorable“ Bruno Collet und Jean-François Le Corre
  • „Sister“ Siqi Song

Bester fremdsprachiger Film (Auslands-Oscar)

  • „Corpus Christi“ (Polen)
  • „Land des Honigs“ (Nordmazedonien)
  • „Die Wütenden – Les Misérables“ (Frankreich)
  • „Leid und Herrlichkeit“ (Spanien)
  • „Parasite“ (Südkorea)

Bestes Kostümdesign

  • „The Irishman“ Sandy Powell und Christopher Peterson
  • „Jojo Rabbit“ Mayes C. Rubeo
  • „Joker“ Mark Bridges
  • „Little Women“ Jacqueline Durran
  • „Once Upon A Time In Hollywood“ Arianne Phillips

Bester Dokumentarfilm

  • „American Factory“ Steven Bognar, Julia Reichert und Jeff Reichert
  • „The Cave“ Feras Fayyad, Kirstine Barfood und Sigrid Dyekjær
  • „Am Rande der Demokratie“ Petra Costa, Joanna Natasegara, Shane Boris und Tiago Pavan
  • „For Sama“ Waad al-Kateab und Edward Watts
  • „Land des Honigs“ Ljubo Stefanov, Tamara Kotevska und Atanas Georgiev

Bester Dokumentar-Kurzfilm

  • „In the Absence“ Yi Seung-Jun und Gary Byung-Seok Kam
  • „Learning to Skateboard In A Warzone (If You’re A Girl)“ Carol Dysinger und Elena Andreicheva
  • „Vom Leben überholt“ John Haptas und Kristine Samuelson
  • „St. Louis Superman“ Smriti Mundhra und Sami Khan
  • „Walk Run Cha-Cha“ Laura Nix und Colette Sandstedt

Bester Schnitt

  • „Le Mans 66 – Gegen jede Chance“ Michael McCusker und Andrew Buckland
  • „The Irishman“ Thelma Schoonmaker
  • „Jojo Rabbit“ Tom Eagles
  • „Joker“ Jeff Groth
  • „Parasite“ Yang Jinmo

Bestes Make-up/Beste Frisuren

  • „Bombshell – Das Ende des Schweigens“ Kazu Hiro, Anne Morgan und Vivian Baker
  • „Joker“ Nicki Ledermann und Kay Georgiou
  • „Judy“ Jeremy Woodhead
  • „Maleficent: Mächte der Finsternis“ Paul Gooch, Arjen Tuiten und David White
  • „1917“ Naomi Donne, Tristan Versluis und Rebecca Cole

Beste Filmmusik

  • „Joker“ Hildur Guðnadóttir
  • „Little Women“ Alexandre Desplat
  • „Marriage Story“ Randy Newman
  • „1917“ Thomas Newman
  • „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ John Williams

Bester Song

  • „I Can’t Let You Throw Yourself Away“ aus „Toy Story 4“ von Randy Newman
  • „(I’m Gonna) Love Me Again“ aus „Rocketman“ von Elton John und Bernie Taupin
  • „I’m Standing With You“ aus „Breakthrough – Zurück ins Leben“ von Diane Warren
  • „Into The Unknown“ aus „Die Eiskönigin 2“ von Kristen Anderson-Lopez und Robert Lopez
  • „Stand Up“ aus „Harriet“ von Joshuah Brian Campbell und Cynthia Erivo

Bestes Szenenbild

  • „The Irishman“ Bob Shaw und Regina Graves
  • „Jojo Rabbit“ Ra Vincent und Nora Sopková
  • „1917“ Dennis Gassner und Lee Sandales
  • „Once Upon A Time In Hollywoord“ Barbara Ling und Nancy Haigh
  • „Parasite“ Lee Ha Jun und Cho Won Woo

Bester Tonschnitt

  • „Le Mans 66 – Gegen jede Chance“ Donald Sylvester
  • „Joker“ Alan Robert Murray
  • „1917“ Oliver Tarney and Rachael Tate
  • „Once Upon A Time In Hollywood“ Wylie Stateman
  • „Stars Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ Matthew Wood und David Acord

Bester Ton

  • „Ad Astra – Zu den Sternen“ Gary Rydstrom, Tom Johnson und Mark Ulano
  • „Le Mans 66 – Gegen jede Chance“ Paul Massey, David Giammarco und Steven A. Morrow
  • „Joker“ Tom Ozanich, Dean Zupancic und Tod Maitland
  • „1917“ Mark Taylor und Stuart Wilson
  • „Once Upon A Time In Hollywood“ Michael Minkler, Christian P. Minkler und Mark Ulano

Bestes adaptiertes Drehbuch

  • „The Irishman“ Steven Zaillian
  • „Jojo Rabbit“ Taika Waititi
  • „Joker“ Todd Phillips und Scott Silver
  • „Little Women“ Greta Gerwig
  • „Die zwei Päpste“ Anthony McCarten

Bestes Originaldrehbuch

  • „Knives Out – Mord ist Familiensache“ Rian Johnson
  • „Marriage Story“ Noah Baumbach
  • „1917“ Sam Mendes und Krysty Wilson-Cairns
  • „Once Upon A Time In Hollywood“ Quentin Tarantino
  • „Parasite“ Bong Joon Ho und Han Jin Won

Beste visuelle Effekte

  • „Avengers: Endgame“ Dan DeLeeuw, Russell Earl, Matt Aitken und Dan Sudick
  • „The Irishman“ Pablo Helman, Leandro Estebecorena, Nelson Sepulveda-Fauser und Stephane Grabli
  • „Der König der Löwen“ Robert Legato, Adam Valdez, Andrew R. Jones und Elliot Newman
  • „1917“ Guillaume Rocheron, Greg Butler and Dominic Tuohy
  • „Stars Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ Roger Guyett, Neal Scanlan, Patrick Tubach und Dominic Tuohy




Zum Brexit ein Brite als Jury-Boss für die 70. Berlinale – Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Nun ist also passend zum Brexit ein Brite zum Chef der Internationalen Jury für den Wettbewerb der 70. Berlinale berufen worden, genauer: ein Engländer. Einen Deutschen konnten oder wollten die Verantwortlichen hinter der Berlinale genannten Veranstaltung dieses Geschäftsbereiches der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH offensichtlich nicht.

Die Berlinale gilt gemeinhin als Internationale Filmfestspiele Berlin, da reicht es, dass die Deutschen zahlen.

Beispielsweise für Jeremy Irons, geboren 19. September 1948 in Cowes, Isle of Wight, der nicht nur Engländer ist, sondern von Beruf Schauspieler. Seine Karriere begann in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts und scheint noch nicht am Ende angelangt zu sein. Zuletzt lief „Nachtzug nach Lissabon“ (2013) von Bille August auf einer Berlinale. Irons spielte Raimund Gregorius in einer Romanverfilmung des gleichnamigen Buches Pascal Mercier.

Carlo Chatrian, ein Italiener, der die Berliner Filmfestspiele führt, allerdings mit einer Frau an seiner Seite, aber die Jury, welche die Bären verteilt, beruft, wird die Reduktion des Romans wohl gesehen haben, denn er schätze „Irons als Mensch wie als Künstler“ nicht nur, sondern „die ikonischen Figuren, die Jeremy Irons verkörpert“ habe, „und sein unverwechselbarer Stil“ hätten ihn auf seiner „cineastischen Reise begleitet“ und ihm „die Komplexität der menschlichen Natur vor Augen geführt“.

Wozu braucht der Mann noch die Berlinale? Die Berlinale hingegen braucht mehr Beiträge wie das sozial- und gesellschaftskritische Filmdrama „Margin Call“ (Der große Crash – Margin Call) von J.C. Chandor, der 2011 im Wettbewerb der Berlinale lief und in dem Jeremy Irons als John Tuld an der Seite von Kevin Spacey als Sam Rogers eine gute Rolle im Monetarismus-Movie, ein Beitrag zur Finanzkrise ab 2007, spielte.




„Jüdisches Leben in den böhmischen Ländern“ im Buch „Zwischen Prag und Nikolsburg“ von Katerina Capková und Hillel J. Kieval

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Wer sich für „Jüdisches Leben in den böhmischen Ländern“ interessiert, der sollte einerseits zum Buch „Zwischen Prag und Nikolsburg“ von Katerina Capková und Hillel J. Kieval greifen und andererseits zu einem Vortrag, Gespräch und Konzert am Mittwoch, den 29. Januar 2020, ab 18 Uhr, in die Botschaft der Tschechischen Republik in Berlin, Wilhelmstraße 44, 10117 Berlin, gehen.

Nach einem Grußwort von Tomáš Jan Podivínský, Botschafter der Tschechischen Republik, gibt Martina Niedhammer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geschichte Ost- und Südosteuropas der Ludwig-Maximilians-Universität/Collegium Carolinum, München, eine Einführung. Anschließend sprechen Ines Koeltzsch, freie Historikerin, Wien/Masaryk-Institut und Archiv der Akademie der Wissenschaften, Prag, und Ines Koeltzsch, freie Historikerin, Wien/Masaryk-Institut und Archiv der Akademie der Wissenschaften, Prag, und Martina Niedhammer miteinander. Tanja Krombach, Deutsches Kulturforum östliches Europa, moderiert.

Wer sich für traditionelle Klezmer-Melodien zu begeistert weiß, der sollte sich die Neuinterpretationen des deutsch-tschechischen Naches Trio anhören. Die musikalischen Drei sind Tereza Rejšková, Violine, Jeannine Jura, Klarinette, und Jonathan Jura, Klavier.

Gehen Sie jedoch gut informiert zu Veranstaltung und lesen Sie „Zwischen Prag und Nikolsburg“ von Katerina Capková und Hillel J. Kieval.

Bibliographische Angaben

Katerina Capková/Hillel J. Kieval (Herausgeber): Zwischen Prag und Nikolsburg. Jüdisches Leben in den böhmischen Ländern, 428 Seiten, 76 Abbildungen, zahlreiche Karten, Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2020, ISBN 978-3-525-36427-7, Preis: ca. 80 EUR




Tag für Tag Tipps für Ernährung und Erziehung, Hege und Pflege – Annotation zum 2020er Tages-Abreißkalender „Mit meinem Hund durch das Jahr“ von Kristina Zimer-Falke und Jörg Ziemer

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Für Hundehalter und solche, die es werden wollen, dürfte der Kalender „Mit meinem Hund durch das Jahr“ 2020 von Kristina Zimer-Falke und Jörg Ziemer ideal und müssten für viele, die das nicht können, aber wollen, ein täglicher Begleiter sein.

Tag für Tag, ja, das ist ein Tageskalender, ein Tages-Abreißkalender sogar, werden Tipps für Hege und Pflege sowie Ernährung und Erziehung von Vierbeinern, die bellen und (Boten) beißen, gegeben. Und das ist gut so!

Doch das ersetzt nicht die Hundeschule, wo Hund und vor allem Halter unter meist fachkundiger Anleitung lernen, miteinander umzugehen. Am besten schon mit der Schule beginnen, bevor es zu spät ist. Mein Tipp: Welpenschule. Und niemals vergessen: Haufen müssen Halter entsorgen. Punkt.

Bibliographische Angaben

Kristina Zimer-Falke und Jörg Ziemer, Mit meinem Hund durch das Jahr, Kalender 2020, Abreißkalender, 738 Seiten, 11,0 x 15,0 cm, 100 farbige Abbildungen Verlag: Heyne, Ludwig, 1. Auflage, München, 3. Juni 2019, ISBN: 978-3-453-23867-1, Preise: 14,99 EUR (Deutschland, Österreich), 22,90 SFr




DER Poster-/Wandkalender „DUMONT ART 2020“ hängt jetzt in der Redaktionsstube

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Wen oder was soll man hier und heute eigentlich noch aufhängen? Billy the Kid? Der wurde bereits erschossen. Und Jesus, der Christus, hängt schon überall.

Warum nicht einen Kalender aufhängen. Und wenn schon ein Kalender, dann den Kalender. Jedenfalls gilt der moderne Kunstkalender aus dem Kölner DuMont Kalenderverlag GmbH & Co KG als DER Kalender.

DER Kalender ist sowohl ein Poster- als auch ein Wandkalender, weswegen er seit heute in der heimischen Redaktionsstube hängt, Poster für Poster. Spiralbindung machts möglich. Das Format: 49,5 cm Breite x 68,5 cm Höhe. Die Poster werden einzeln oder auch am Stück gehandelt. Deswegen ist auch dieser Kalender nummeriert und limitiert. Toll!

Dass „der ART … von Beginn an … ein echtes Sammelobjekt“ gewesen sei, das teilt der Verlag mit und hält ferner fest: „Er widmet sich ausdrücklich der zeitgenössischen Kunst und zeigt als einer der wenigen Kunst-Kalender jedes Jahr 12 brandaktuelle Positionen der Malerei. Die Auswahl erfolgt in enger Abstimmung mit den beteiligten Künstlern und Galeristen.

Die Rückseite des Poster- und Wandkalenders „DUMONT ART 2020“. © DuMont Kalenderverlag GmbH & Co KG

Im Kalender 2020 sind folgende Malerinnen und Maler mit ausgesuchten Werken vertreten: Simone Haack, Tobias Lehner, Rosa Loy, Miriam Vlaming, Sabine Tress, Ulrich Pester oder Jonas Burgert sind dabei. Damit bietet der ART Kalender eine spannende und einmalige Galerie aktueller Kunst mit großer Bandbreite. Das Cover stammt von Tim Eitel, vertreten durch die Galerie Eigen+Art Berlin/Leipzig.

Der Kalender enthält zusätzlich ein Textblatt mit der Vita jedes Künstlers sowie einer Einordnung der künstlerischen Position.“

Bibliographische Angaben

ART 2020, Post-/Wandkalender, nummeriert und limitiert, mit kunsthistorischer Einordnung der Künstler auf Extra-Textblatt, Format: 49,5 cm Breite x 68,5 cm Höhe, Spiralbindung, Verlag: DuMont Kalenderverlag GmbH & Co KG, Köln 2019, ISBN: 9783832041687, Preis: 40 EUR




Unabhängigkeit von den französischen Besatzern oder für die Freiheit der Korsen! – Zum Wandkalender „Mein Korsika“ von Norbert Kustos

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die von Franzosen besetzte wie bergige Mittelmeerinsel, die wir Korsika (korsisch Corsica) nennen, bietet nicht nur Sonne, Strand und See, sondern auch Korkeichen und Edelkastanien, Korsenkleiber und Korsen wie Pasquale Paoli, jedenfalls als Statue. Paoli gilt gemeinhin als korsischer Revolutionär und Widerstandskämpfer, der sowohl gegen Genueser als auch die Titularnation Frankreich für die Freiheit und Unabhängigkeit der Korsen kämpfte.

© Dumont

Keine Angst, der Wandkalender „Mein Korsika“ im Format 52 cm x 42,5 cm für 2020 ist nicht politisch, zeigt nicht Geschichte, sondern den schönen Schein der Gegenwart, Natur pur und Kultur, jedenfalls die ansehnlichen Seiten.

Die Aufnahmen, die für den Reisekalender aus dem Verlag Dumont, ausgesucht wurden, wurden gut gewählt. Sie zeigen Ansichten des Asco-Tales in Moltifao, des Bavella-Passes mit der Marienstatue Notre Dame de la Neige, Ostküste in Cerviche, des Golfes von Sagone in Cargese am Plage de Pero, des Golfes von Valinco am Plage de Olmeto, des ap Corse in Nonza, des Golf von Girolata mit dem Dorf Girolata, von Calvi mit Blick auf die Bucht, die Berge und die Zitadelle, von Sartene, von der Iles Lavezzi am Pointe d’Achiarina mit dem Denkmal „Pyramide“, von der Hauptstadt Bastia, dem Vieux Port mit der Kirche St. Jean-Baptiste und von Bonifacio.

Die Rückseite bietet die 12 Monatsblätter zum Wandkalender „Mein Korsika 2020“ in einer Kleinansicht. © Dumont

Wer beim Anblick dieser gelungenen Fotografien keine Lust auf eine Kulturreise nach Korsika bekommt, dem ist nicht zu helfen. Und befassen Sie sich bitte auch einmal mit der Geschichte der Unterdrückung der Korsen durch Franzosen und dem Kampf um Unabhängigkeit und Freiheit der Korsen.

Bibliographische Angaben

Norbert Kustos, Mein Korsika, Wandkalender 2020, 12 Monatsblätter, internationales Kalendarium mit Feiertagen für D, A, CH, mit Mondphasen und Kalenderwochen, Format: 52 cm x 42,5 cm, Spiralbindung, gedruckt in Deutschland, Verlag: DuMont Kalenderverlag GmbH & Co KG, Köln 2029, ISBN: 978-3-8320-4442-8, Preis: 25 EUR




Reiseziele an der Küste der Adria in einem Reisekalender – Zum Wandkalender „Mein Kroatien 2020“

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Mondphasen und Kalenderwochen bietet der Reise-/Wandkalender „Mein Kroatien 2020“ mit Spiralbindung aus dem Verlag Dumont auch, sogar ein internationales Kalendarium mit Feiertagen für die Bundesrepublik Deutschland, die Republik Österreich und die Schweizer Eidgenossenschaft, doch vor allem unter dem Copyright Mauritius Images bunte Bilder aus der jungen Republik Kroatien.

Leute werden nicht gezeigt, aber Land, also Natur und Kultur am Adriatischen Meer und der Pannonischen Tiefebene. Die meistens Reisenden werden die Küste Kroatiens hier und dort kennen, aber das Hinterland hat so seine Reize, die jedoch in diesem 2020er Kalender nicht angepriesen werden.

Auf der Rückseite des Wand-/Reisekalenders „Mein Kroatien 2020“ befindet sich eine Übersicht über die ein Dutzend Monatsblätter. © Dumont

Dafür ist, das teilt der Verlag mit, „die Altstadt von Hvar in Dalmatien dabei, der Kamenjak Nationalpark in Istrien, die historische Festung von Lovrijenac in Dubrovnik, der Cetina Canyon in Dalmatien, den Hafen von Split, der Podrače Strand in Brela an der Makarska Riviera, der Ban-Jelačić-Platz und die Kathedrale der Himmelfahrt der Seligen Jungfrau Maria in Zagreb, die Lojena Bucht auf der Insel Levrnaka im Nationalpark Kornaten, das Kloster St. Nikolaus auf der Insel Vis, der Kiesstrand in Orebić auf der Halbinsel Pelješac, die wunderschöne Altstadt von Trogir (UNESCO-Weltkulturerbe) sowie der Nationalpark Plitvicer Seen (ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe)“.

Bibliographische Angaben

Mauritius Images, Mein Kroatien, Reise-/Wandkalender 2020, 12 Monatsblätter, internationales Kalendarium mit Feiertagen für D, A, CH, mit Mondphasen und Kalenderwochen, Querformat: 52 cm x 42,5 cm, Spiralbindung, gedruckt in Deutschland, Verlag: DuMont Kalenderverlag GmbH & Co KG, Köln, 2019, ISBN: 978-3-832044350, Preis: 25 EUR