Bestes Spiel der Welt: „Make Fake News great again“

"Make Fake News great again", ein Kartenspiel der Marke Huch! © Hutter Trade GmbH & Co. KG

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Wie sonst soll man ein Spiel, dass den Titel „Fake News“ trägt, bewerben denn als bestes der Welt? Schließlich geht es in „Fake News“ aus dem Hause Hutter Trade in Günzburg um nichts anderes als die Wahrheit. Huch!

Warum das Lügen bei oder Spielen von „Fake News“ erst mit 16 Jahren beginnen sollte, das weiß wohl nur der Verlag und ist genau so wenig ernst zu nehmen wie das Höchstalter von 99 Jahren. Immerhin könnten vier bis 10 Spieler mitmachen. Mehr nicht.

Etwas mehr steht in den Huch-Hinweisen zum Kartenspiel. „Du willst die Welt an deinen News teilhaben lassen? Dann raus damit und erfinde die geilsten Stories. Aber Achtung – es sind immer alle Spieler an den News beteiligt und jeder steuert seine Inhalte bei.“ Richtig, News sind Nachrichten und Fake News sind Falschnachrichten. Die findet man hier und heute vor allem in der Lücken- und Lügenpresse deutscher Zunge, also in den Staats- und Kapital-, Vereins-, Verbands- und Parteimedien.

Die sollten wenigstens die einfachen Spielregeln kennen. „Jeder wirft eine Karte in den Ring, doch nur du machst die News. Verwerte die Infos der anderen Spieler. Aber Vorsicht, mindestens ein Inhalt hat nichts in deiner Story zu suchen. Und du entscheidest, welche das ist. Lass die Karte auffliegen und verteile so Minuspunkte. Wer die schönsten Fake News – Great Stories erzählt, verdient sich den Respekt der anderen und reitet ganz nebenbei einen Mitspieler in die“ Scheiße.

„Make Fake News great again“, ein Kartenspiel der Marke Huch! © Hutter Trade GmbH & Co. KG

Für den Kackehaufen sind die Regeln schön schlicht. Laut Hutter-Pressemitteilungvom 27.8.2020 halte „jeder Spieler … zu Spielbeginn eine Mischung aus Bild- und Textkarten auf der Hand. Der Startspieler hießt in diesem Spiel Storyteller und deckt eine Karte auf, um die sich seine Story drehen wird: Jeder Mitspieler prüft seine Handkarten und gibt die Karte, die am besten zum vorgegebenen Thema passt, verdeckt an den Storyteller.

Dieser mischt die erhaltenen Karten und strickt dann mit Hilfe der Karten eine grandiose Fake-News-Story. Wichtig: Die Startkarte muss selbstverständlich vorkommen. Auch wichtig: Die Karte eines Mitspielers wird nicht in die Story eingebaut und wird so zur Loser-Karte, die es nicht einmal in eine Fake News Geschichte geschafft hat. Der Loser gibt sich zu erkennen, legt die Loser-Karte als Minuspunkt offen neben sich und wird so zum neuen Storyteller für die nächste Runde. Alle Spieler ziehen auf 6 Karten nach und weiter geht der Spaß!

Das Spiel endet, wenn ein Spieler 5 Loser-Karten vor sich liegen hat. Er hat das Spiel verloren und muss am Ende aus all seinen Loser-Karten die ultimative Fake News Story stricken!“

Vor allem der Lücken- und Lügenpresse sollte dies geübt und flüssig sowie ohne Schamesröte über die Lippen gehen. Bei ARD, ZDF und Deutschlandfunk, aber auch bei den Medien der Bourgeoisie darf „Make Fake News Great Again“ nicht fehlen. Dort fehlt schon die Einsicht in die Erkenntnis, dass die Pressefreiheit nur die Freiheit von Dutzenden der Bourgeoisie in deutschen Landen und weltweit Hunderten aus der Bourgeoisie der Erde ist, Millionen beziehungsweise Milliarden mit ihre Meinung zu verpesten. Wer will bestreiten, dass in Redaktion nur einer die volle Pressefreiheit genießt: der Verleger.

„Make Fake News Great Again“ ist eine Laber-Rhabarber-Witzigkeit, bei dem der Kopf scheinbar Pause hat und die Moral weiter im Morast stecken darf. So gesehen könnte dieses Huch-Spiel ein Verkaufsschlager werden.

Bibliographische Angaben

Make Fake News great again, Kartenspiel, Alter der Spieler: von 16 bis 99 Jahren, Anzahl der Spieler: 4 bis 10, Dauer des Spiels: 15 bis 20 Minuten, Marke: Huch, Format: 158 x 115 x 70 mm, Verlag: Hutter Trade GmbH & Co. KG, Günzburg, 2020, Artikelnummer: 881410, EAN: 4 260071 881410, Preise, die aktuell aufgerufen werden: zwischen 19 Euro und 25 Euro

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